index - willkommen bei bühnenbildner dipl.ing. folko winter - projekte aus bühnenbild, szenographie und design - auf der website von bühnenbildner dipl.ing. folko winter werden projekte aus bühnenbild, szenographie und design vorgestellt. die diplomarbeit "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" ist zu finden, aber auch projekte wie das studienprojekt "chess - musical im zelt", die operninszenierung "elektra" für die tiroler festspiele erl, "peter pan" für die freilichtbühne lohne oder der dreh zum kurzfilm "unseen avantgarde" für die hff potsdam, stage folko winter szenographie design benjamin britten chess abba bühnenbild sommernachtstraum inszenierung william shakespeare oper a midsummernight's dream regie bühne licht kostüm animation musical komponist björn ulvaeus benny andersson zelt akrobatik giuseppe verdi otello staatstheater Oldenburg Kulmbach Innenarchitektur Bayerische Staatsoper München Ausstattung Theater Film Musik Cello "atome" Violoncello berlin wünsdorf till steinmetz thilo schmidt udo koch gustav kuhn tiroler festspiele erl annette lang product design wiesbaden jörg buschka markgraf georg friedrich gymnasium diplom ingenieur kurzfilm murat yeginer jan fusek freilichtbühne lohne "peter pan" "agathe und ich" hff potsdam babelsberg "unseen avantgarde" - welcome to the website of set designer dipl.ing. folko winter - on his website, the set designer dipl.ing. folko winter presents projects in set design, scenography and design. among other things you will find the final thesis "britten 2003 - ein sommernachtstraum", the project study "chess - a travelling musical", the opera production "elektra" for the tyrolean festival erl, "peter pan" for the open air theater lohne and the shooting of the short film "unseen avantagerde" for the hff potsdam, stage design folko winter scenography design benjamin britten chess abba stage setting Midsummer Night's Dream staging william shakespeare opera a midsummernight's dream stage direction sets light costume animation musical composer björn ulvaeus benny andersson marquee acrobatics giuseppe verdi otello State Theater Oldenburg Kulmbach Interior Design Bavarian State opera Munich Layout Theater Film Music violoncello atome berlin wünsdorf till steinmetz thilo schmidt udo koch gustav kuhn tyrolean festival erl annette lang product design wiesbaden jörg buschka markgraf georg friedrich gymnasium graduate engineer short film murat yeginer jan fusek open air theater lohne "peter pan" "agathe an me" hff babelsberg "unseen avantgarde"
projekte - bitte wählen sie durch einen klick auf die titelleiste ein projekt aus, um es sich zu betrachten. über den "home"-button kehren sie immer wieder zu dieser seite zurück, diplom im ws 02/03 "britten 2003 - ein midsommernachtstraum", opernprojekt "elektra" neuinszenierug für die tiroler festspiele erl, "um die wurst" - groteske von jean-marie piemme - bühnenbild für das "theater halle 7" in münchen, 4. festival für neue dramatik 2006, "theater halle 7", münchen, projekt im ws 99/00 "bühnenbild verdi's otello", projekt im ws 00/01 "chess - ein musical geht auf reisen", projekt "hänsel und gretel" freie projektplanung
projekt "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - präsentationspläne, szenenbilder, kostüme, storyboard ,animation ,making of, diplomprüfung, outtakes, entwurfsidee: aufgabe meiner diplomarbeit war es, eine inszenierung zur auf der liebeskomödie von william shakespeare basierenden oper "a midsummer night's dream" von benjamin britten aus dem jahre 1960 auszuarbeiten. zum ziel machte ich mir, die inszenierung als "komplettpaket" zu konzipieren. dieses paket sollte sowohl regie und dramaturgie als auch bühne, licht und kostüm umschliessen. zum abschluss war es mir wichtig, eine animation zu entwickeln, die alle teilbereiche inklusive musik verbindet und dem betrachter anschaulich näher bringen und verständlich machen soll. mit meiner arbeit wollte ich auf der einen seite das dem sommernachtstraum anhaftende märchenhafte, übersinnlich - sinnliche unterstreichen. auf der anderen seite war es mir wichtig im wald von oberon und tytania das drama der liebe und die vergänglichkeit aller dinge darzustellen. der hof von theseus und hippolyta ist für mich ein zentrum despotischer macht, archaischer formen und sakral - profaner atmosphäre aber auch ein ort an dem - im gegensatz zu den anderen welten des sommernachtstraum - alles "in ordnung" ist.
präsentationspläne "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - seite 01 benjamin britten * 22. nov. 1913 in lowestoft (suffolk) + 04. dez. 1976 in aldeburgh (suffolk). In Edward Benjamin Britten begrüßt England sein erstesgroßes schöpferisches Operntalent seit Purcell. Am 22. November 1913 in Lowestoft an der Ostküste als Sohn eines Zahnarztes geboren, bei Brude, Ireland und Benjamin in die Lehre gegangen, ist Britten bis heute ein Kind dieser herben Meereslandschaft anheimelnder Traurigkeit und zugleich abweisender Öde geblieben. Musik des Meeres, würzig und temperamentvoll, hat er meist geschrieben: ein erstaunlich reiches Schaffen. In den ersten veröffentlichten Werken (Sinfonietta, Phantasy Quartett) zeigt sich bereits die für ihn charakteristische Variationstechnik. Während eines dreijährigen Aufenthaltes in Amerika entstand eine dem Andenken der Eltern gewidmete Sinfonia da Requiem. Mit all seinen Vorzügen, einem geschickten Jonglieren mit reizvollen, pointensicheren Einfällen, die harmonisch maßvoll und harmonisch sicher behandelt werden. ist Brittens Musizierbetrieb auch im Bereich der Musikbühne fruchtbar geworden. Seit dem Opernerstling "Peter Grimes", der kurz nach Kriegsende in London Aufsehen erregte, hat sich sein echtes Theaterblut sowohl im Tragischen wie im Heiteren, im dramatisch Schweren wie im kammermusikalisch Leichten bewährt. Die meisten dieser Werke schrieb Britten für die von ihm begründete und geleitete English Opera Group, eine auch auf dem Kontinent hoch angesehene Kammeroperntruppe. Ebenso ist das alljährliche Festival in seinem Wohnort Aldeburgh seiner Initiative entsprungen - glänzender Organisator, der er neben seiner Eigenschaft als Komponist auch Dirigent und Pianist ist. Nach überaus fruchtbarer Zusammenarbeit mit Peter Pears hat Britten die Partitur von "A Midsummer Night's Dream", Nummer 10 in der Reihe seiner Opern, am 15. April 1960 in Aldeburgh abgeschlossen. Uraufgeführt wurde das Werk im Mai des gleichen Jahres durch die English Opera Group in Aldeburgh. Die britische Wanderoper brachte es dann auch wenige Monate später unter des Komponisten und George Malcolms Leitung beim Holland-Festival in Amsterdam zu Gehör. Als erste deutsche Bühne folgte am 21. Februar 1961 die Hamburgische Staatsoper unter Leopold Ludwig und Günther Renner. Die deutsche Übersetzung dieses "Sommernachtstraums" stammte in Anlehnung an Schlegels Nachdichtung von Ernst Roth. Im Kreis der vielen bisherigen Aufführungen fand Walter Felsensteins aus einem erstaunlich gesteigerten Naturerlebnis gestaltete Wiedergabe 1961 an Berlins Komischer Oper besonderen Widerhall.
präsentationspläne "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - seite 02 1.Akt - In den Tiefen eines Waldes bei Athen. Feen aus dem Gefolge der Königin Tytania erfahren von dem Kobold Puck, daß der Feenkönig Oberon sich mit seiner Gemahlin überworfen hat, weil sie sich weigert, ihm einen ihrer Diener, einen indischen Knaben, zu überlassen. Ihr Zwist hat den ordnungsgemäßen Lauf der Natur und die Abfolge der Jahreszeiten gestört, mit katastrophalen Auswirkungen auf das irdische Klima. Die beiden Gatten treten auf und geben einander die Schuld an dem Zerwürfnis; keiner gibt nach, und sie trennen sich unversöhnt. Oberon beauftragt den stets zu Schabernack aufgelegten Puck mit der Suche nach einem Kraut, dessen Saft, einem Schlafenden auf die Lider geträufelt, die betreffende Person in allverzehrender Liebe zum erstbesten Geschöpf entbrennen läßt, das sie nach dem Aufwachen erblickt. Puck macht sich auf die Suche, während Oberon sich zurückzieht. Die Liebenden Lysander und Hermia treffen sich. Sie sind aus Athen geflüchtet, um dem Zugriff der dortigen Justiz zu entgehen, die Hermias Vater angerufen hat, um sie zur Heirat mit dem ungeliebten Demetrius zu zwingen. Nachdem sie einander ewige Liebe geschworen haben, gehen sie weiter. Oberon kehrt zurück. Sein Gedankengang wird vom Erscheinen Demetrius' unterbrochen, der von Helena, einer früheren Geliebten, über Hermias Flucht mit Lysander informiert wurde. Helena, die Demetrius immer noch liebt, ist ihm weinend nachgelaufen. Er versichert ihr, daß er sie nicht länger liebe, dann eilt er weiter, verfolgt von seiner verzweifelten Anbeterin. Oberon schwört, die Sache zu verändern, ehe sie den Wald verlassen haben. Puck kommt mit dem Zauberkraut, und Oberon geht zu Tytanias Lieblingsruhestatt. Er überläßt Puck ein Stück von dem Kraut, dessen Saft er dem Athener auf die Lider träufeln soll, den der Feenkönig soeben gesehen hat. Puck kommt indessen nicht sofort dazu, da inzwischen eine Gruppe von Handwerkern erscheint: Sie haben sich versammelt, um für die Tragödie "Pyramus und Thisbe" , die sie anläßlich der Vermählungsfeierlichkeiten des Herzogs Theseus von Athen aufführen wollen, die Schauspieler auszuwählen. Ihr Anführer, der Weber Bottom, ist nicht zufrieden damit, die Hauptfigur Pyramus zu spielen, sondern will auch alle anderen Rollen übernehmen, was ihm der "Regisseur", der Zimmermann Quince, taktvoll ausredet. Der Bälgeflicker Flute bezweifelt seine Eignung, die Heldin Thisbe zuspielen, wird jedoch ebenso taktvoll überredet, es doch zu versuchen. Er übt sich im Falsett, während Quince dem Schreiner Snug die Rolle des Löwen zuweist, Bottoms Bemühungen zum Trotz, sich auch diesen Charakter zu sichern. Schließlich machen sie sich auf den Nachhauseweg, mit der Übereinkunft, sich am Abend, nachdem sie ihre Rollen gelernt haben, wieder zur Probe zu treffen. Auf ihrer Flucht haben sich Lysander und Hermia im Walde verirrt und treten nun daraus hervor. Erschöpft beschließen sie, bis Tagesanbruch zu rasten. Hermia verweigert Lysander, ihr Waldlager zu teilen, und der junge Mann läßt sich ein Stück von ihr entfernt nieder, wo Puck, der ihn entdeckt und ihn für den von Oberon bezeichneten Athener hält, ihm den Saft des Zauberkrauts auf die Lider träufelt und sich dann entfernt. Da kommt Demetrius vorbei, immer noch verfolgt von der hartnäckigen Helena. Er läßt seine erschöpfte Anbeterin zurück, die über den schlafenden Lysander stolpert und ihn aufweckt. Sobald er sie erblickt, tut der Zauber seine Wirkung: Er verblüfft die sich verhöhnt glaubende Helena mit seinen leidenschaftlichen Liebesschwüren. Während sie sich vor ihm in Sicherheit bringt, erinnert sie ihn, daß doch Hermia seine Geliebte sei, doch er will nichts davon hören und verschwindet hinter ihr her im Wald. Hermia schreckt aus einem Alptraum auf und will sich von ihrem Geliebten trösten lassen, doch der ist fort. Sie stürzt in den Wald, um ihn zu suchen. Nun erscheint Tytania mit ihrem Feengefolge und bettet sich in einer Laube zur Ruhe. Sobald sie eingeschlafen ist, kommt Oberon und läßt den Saft des Zauberkrauts auf ihre Lider tropfen.
präsentationspläne "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - seite 03 1.Act - A forest near Athens; A gathering of fairies, attendants of Tytania, Queen of the Fairies, is interrupted by Puck, the servant of Oberon, King of the Fairies. Tytania and Oberon have quarrelled because she refuses to give him one of her attendants, an Indian boy, to be his page. Because of the quarrel, they have neglected their duties, and nature is in disarray. Set on revenge, Oberon orders Puck to fetch him a magical herb, whose juice, dropped on a sleeper's eyelids, causes him to fall madly in love with the first creature he sees upon waking. Oberon intends to use this on Tytania. Lysander and Hermia are fleeing from the Athenian law which insists that Hermia obey her father and marry Demetrius, but they have been followed by Demetrius, who is in love with Hermia. He in turn is followed by Helena, who loves him so much that she has given away her friend Hermia's plans with Lysander. Observed by Oberon, Demetrius rejects Helena and runs off. When Puck brings back the magic herb, Oberon tells him to rub it onto the eyes of an Athenian youth - Demetrius - to make him return Helena's love. A group of Athenian tradesmen comes to the forest to rehearse a play about Pyramus and Thisbe, which they hope to perform during the wedding festivities of Theseus, the Duke of Athens, and Hippolyta, the Amazon Queen. The parts are assigned by Peter Quince, though not without some difficulty, as Nick Bottom wants to play every part, in addition to his designated role of Pyramus. They separate to learn their lines, agreeing to return to the spot for a rehearsal. Lysander and Hermia reappear, exhausted from their wanderings, and lie down to sleep. Puck, mistaking Lysander for the Athenian youth mentioned by Oberon, drips the juice of the flower into his eyes. Demetrius runs through the scene, pursued by Helena, who is too exhausted to follow him any further. Seeing Lysander, she fears he may be dead, and wakes him up. Under the influence of the magic flower he falls madly in love with her, but she thinks he is mocking her and runs away. He follows her, abandoning Hermia, who wakes up to find herself alone. She sets off in search of Lysander. Surrounded by her attendants, Tytania falls asleep, but Oberon sneaks up on her and sprinkles her eyes with the magic juice, bidding her to "wake when some vile thing is near."
präsentationspläne "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - seite 04 2.Akt - Tytania liegt schlafend in ihrer Laube, unsichtbar für die Handwerker, die zurückgekehrt sind, um ihr Schauspiel zu proben. Nach anfänglicher Debatte, in deren Verlauf entschieden wird, daß Snout die Mauer spielen soll, durch deren Spalt sich Pyramus und Thisbe verständigen, und der Schneider Starveling den Mann im Mond, falls es an jenem Abend keinen richtigen Mond geben sollte, beginnt die Probe. Im Anschluß an seinen ersten Auftritt zieht sich Bottom hinter einen Busch zurück, um sein nächstes Stichwort abzuwarten. Puck, der ihn dort in nächster Nähe der schlafenden Tytania vorfindet, setzt ihm einen Eselskopf auf die Schultern. Von Quince zum Auftritt gerufen, erscheint der verzauberte Bottom und veranlaßt seine erschrockenen Kameraden zur Flucht. Alleingelassen stimmt er ein Lied an, um nicht den Mut zu verlieren. Davon wacht Tytania auf, die sich augenblicklich in den tierköpfigen Bottom verliebt. Sie zieht ihn sanft auf ihr Lager und weist ihre Diener an, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Rasch findet sich der so Geehrte in sein Schicksal und läßt sich von Titania und den Elfen in den Schlaf singen. Oberon kehrt zurück; Puck tritt zu ihm und weist seinen Herrn triumphierend auf Tytania und ihren zottigen Gefährten hin. Hermia erscheint, gefolgt von Demetrius. Oberon erkennt ihn als den Mann, auf dessen Lider Puck den Zaubersaft hätte träufeln sollen, doch der Kobold gesteht, daß er in diesem Fall den Falschen erwischt hat. Beide hören zu, wie Demetrius seine Leidenschaft für Hermia beteuert. Schließlich reißt sie sich Ios und eilt davon, während der entmutigte junge Mann erschöpft von der Jagd abläßt und sich niederlegt. Oberon beträufelt Demetrius' Lider erneut, damit er sich beim nächsten Erwachen in die ihm bestimmte Frau verliebt. Helena und Lysander treten auf. Demetrius erwacht, und als sein Blick auf Helena fällt, ist er ihr sogleich verfallen und bestürmt sie mit seinen Liebeserklärungen. Die Arme kann sich nur vorstellen, daß die übrigen drei sich verschworen haben, um ihr einen Streich zu spielen und sieht in Hermia die Schuldige an allen Gefühlsverwirrungen. Die beiden Männer machen sich auf die Suche nach einem geeignetem Ort zum Duell, während es zwischen den beiden Mädchen fast zur Prügelei kommt. Nun muß Oberon erkennen, welche Folgen sein Tun für die Natur- und Menschenwelt hatte. Er sendet Puck aus, um die Männer in die Irre zu führen, damit sie in ihrer Verzweiflung den Gedanken an ein Duell aufgeben. Dann soll er den angerichteten Schaden wiedergutmachen, indem er Lysanders Lider in dem Augenblick beträufelt, da sein Blick als nächstes auf Hermia fallen muß. Dies gelingt dem Kobold, indem er die vier Liebenden nacheinander an denselben Ort lockt, wo sie müde von den Ereignissen der Nacht in tiefen Schlaf fallen, ohne zu merken, daß sie den anderen drei nahe sind. Die Elfen treten auf und singen, während Puck den magischen Saft auf Lysanders Lider tropfen läßt.
präsentationspläne "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - seite 05 2.Act - The tradesmen start their rehearsal. Puck sneaks up behind Bottom and puts an ass' head on him. This frightens the others, who run away. Bottom is singing to himself to keep up his spirits, when Tytania wakes up and falls in love with him. She orders fairies to attend to his every wish. He is tired and goes to sleep. Hermia meets Demetrius and accuses him of having killed Lysander. She continues her search and Demetrius lies down to sleep. Oberon, who has been watching and has realised Puck's error, sends him to bring Helena to the spot where Demetrius has fallen asleep so that she is present when he awakes, and puts the juice in Demetrius' eyes. But when Helena appears, she is accompanied by Lysander,who is still proclaiming his devotion to her. When Demetrius wakes up and also expresses his sudden love, she is unable to believe that he is sincere. Hermia enters the scene and finds both men now in love with Helena, who accuses Hermia of having conspired with them to ridicule her. The two girls quarrel and Lysander and Demetrius prepare to fight over Helena. Angry at Puck's mistake, Oberon orders him to create a mist and lead the men astray so they cannot harm one another and then put them to sleep and anoint Lysander's eyes with an antidote. After this has been accomplished, Puck brings the girls and puts them to sleep too.
präsentationspläne "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - seite 06 3.Akt - 1.Bild - Am nächsten Morgen im Wald. Tytania liegt schlafend neben dem verwandelten Bottom in ihrer Laube. Nachdem er den indischen Knaben an sich gebracht hat, nimmt Oberon den Zauberbann von seiner Königin. Sie erwacht und ist entsetzt, als sie das Objekt ihrer Liebe erblickt. Sie und Oberon versöhnen sich, und Puck befreit Bottom von seinen Eselskopf. Das Königspaar bricht mit seinem Gefolge zum Palast auf, um der Hochzeit von Herzog Theseus seinen Segen zu erteilen. Die vier Liebenden wachen auf; die Erlebnisse der vergangenen Nacht kommen ihnen nur noch wie ein ferner Traum vor. Lysander liebt nun Hermia, während Demetrius Helenas Zuneigung erwidert. Sie beschließen, nach Athen zurückzukehren. Bottom erwacht ebenfalls und hält die Erlebnisse der letzten Nacht für einen Traum. Seine Gefährten kommen, und als sie Bottom, ohne den sie dem Herzog ihr Drama nicht vorführen können, gesund und munter antreffen, sind sie überglücklich. (Orchesterzwischenspiel) 3.Akt - 2.Bild - Im aufgehenden Licht erscheint Theseus Palast, wo der Herzog Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta feiern will. Theseus und seine Gemahlin Hippolyta lassen sich von den vier Liebenden ihre Flucht und Rückkehr erläutern. Die beiden Paare bitten den Herzog um Gnade und seine Erlaubnis, sich dem Diktat ihrer Herzen gemäß zu vermählen, was er ihnen auch zugesteht. Als Theseus und Hippolyta eine Liste der Lustbarkeiten gezeigt wird, mit denen sie sich am Hochzeitsabend die Zeit vertreiben sollen, wählen sie "Pyramus und Thisbe" aus, das Schauspiel der Handwerker. Die Aufführung findet statt und ist, einigen verächtlichen Kommentaren aus dem Publikum zum Trotz, ein Erfolg. Die Schauspieler beschließen ihre Vorstellung mit einem Bergamasker Tanz, um Mitternacht ziehen sich der Hofstaat und die Handwerker zurück. Oberon und Tytania erscheinen mit ihrem Gefolge im Palast, um ihn zu segnen. Wie es im elisabethanischen Drama Brauch ist, wendet sich Puck an das Publikum und bittet um seine Gunst für die Vergnügungen des Abends.
präsentationspläne "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - seite 08 britten 2003 - entwurfsidee: aufgabe meiner diplomarbeit war es, eine inszenierung zur auf der liebeskomödie von william shakespeare basierenden oper "a midsummer night's dream" von benjamin britten aus dem jahre 1960 auszuarbeiten. zum ziel machte ich mir, die inszenierung als "komplettpaket" zu konzipieren. dieses paket sollte sowohl regie und dramaturgie als auch bühne, licht und kostüm umschliessen. zum abschluss war es mir wichtig, eine animation zu entwickeln, die alle teilbereiche inklusive musik verbindet und dem betrachter anschaulich näher bringen und verständlich machen soll. mit meiner arbeit wollte ich auf der einen seite das dem sommernachtstraum anhaftende märchenhafte, übersinnlich - sinnliche unterstreichen. auf der anderen seite war es mir wichtig im wald von oberon und tytania das drama der liebe und die vergänglichkeit aller dinge darzustellen. der hof von theseus und hippolyta ist für mich ein zentrum despotischer macht, archaischer formen und sakral - profaner atmosphäre aber auch ein ort an dem - im gegensatz zu den anderen welten des sommernachtstraum - alles "in ordnung" ist. final thesis ws 02/03 - "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - concept: The target of my dissertation was to create a production of benjamin brittens opera "a midsummer night's dream", first performed in 1960, which is based on william shakespeares romantic comedy. I tried to create a production that works as an "complete package". This package includes the concept, the stage direction and dramaturgy as well as the set, lighting and costumes. Finally, it was important for me to create an animation which combines all these parts with the music and makes it more vivid and understandable for the observer. On the one hand i wanted to emphesize the fabulous and transcendental/sensual feeling of the midsummer night's dream. On the other hand it was important to describe the drama of the love and ephemerality of all things which are represented by the forest of oberon and tytania. The court of theseus and hippolyta is the center of despotic power, archaic form and inspires an equally regious and profane atmosphere, but it is also a place where - in contrast to the other realm of the midsummer night's dream - everything is "in order".
projekt "elektra" - neuinszenierug für die tiroler festspiele erl, stagephotos, entwürfe, presse, richard strauss "elektra", premiere am 19. august 2005 im passionsspielhaus erl, martina tomcic, svetlana sidorova - klytämnestra, cynthia makris, sabine türner - elektra, elisabeth-maria wachutka, elena comotti d'adda - chrysothemis, andrew brunsdon, drummond walker - aegisth, franz hawlata, raphael sigling - orest, thomas hay- pfleger des orest, junko saito - vertraute, annalisa winberg - schleppträgerin, stefan zelck - junger diener, michael doumas - alter diener, monica bozzo - aufseherin, rena kleifeld - 1. magd, monika wäckerle - 2. magd, anahita ahsef - 3. magd, jae hee kim - 4. magd, susanne geb - 5. magd, prof. dr. gustav kuhn - musikalische leitung und regie, folko winter - bühnenbild, lenka radecky-kupfer - kostümbild, christian eder, gustav kuhn - licht, inntal-chor (leitung: jürgen dorsch), orchester der tiroler festspiele
projekt "um die wurst" - bühnenbild für das theater halle 7 in münchen, eine groteske von jean-marie piemme cheribibi: alexander neuhaus, tütenfrau: melina von gagern, frau des fleischers: lale weisshaar, lehrling: matthias beier, fleischer: patrick braun, schwester des fleischers: carolin maiwald, frau des fleischers von gegenüber: alexa wilzek, fleischer von gegenüber: michael seyfried, sarah: viola wedekind, verkäuferin: beba ebner, regie: mario andersen, bühnenbild: folko winter, kostüm: kerstin junge, licht: björn gerum SODOM UND GOMORRA. DAS IST DIE FLEISCHEREI DEINES VATERS, UND DU WILLST EIN BORDELL DARAUS MACHEN. AUF FLEISCH FOLGT FLEISCH, KLEINER BRUDER, DAS IST ALLES. Zwei Fleischer. Zwei Welten. Die des Einheimischen und die des Ausländers. In einer Welt ohne Halt, Tradition und Hoffnung, die ihre Eindeutigkeit verliert, die aus den Fugen gerät, in der sich das Einheimische mit dem Fremden zu vermischen droht, geht's um die Wurst! Vordergründig um die Blutwurst Hausmacherart, um das Überleben einer von Rassismus zerfleischten Metzgerfamilie in dritter Generation. Auch um die Merguez aus Marrakesch, die Wurst der Konkurrenz, des Arabers von gegenüber. Und um sinnentleerten Sex. Die Eindeutigkeit der scherenschnittartigen Welt verwischt. Dummheit, Lust und Sehnsucht entlädt sich nicht nur in der Peepshow. Hoffnung und Träume drohen zu verblassen: durch Schwäche, Verbitterung und Antriebslosigkeit. In dieser grotesken Parabel um ein auf Fleischlichkeit reduziertes Soziotop bringt der Transvestit Chéribibi das Rad im schicksalhaften Dorf ins Rollen. Er schließt den Kreis des fleischlichen Reigens und lockt ins Wagnis.
projekt "bühnenbild - verdi's otello" - szenenbilder, kostüme, storyboard, animation, konstruktion, entwurfsidee: aufgabe dieser projektarbeit war es, ein bühnenbild für bühne, film oder fernsehen zu entwerfen. ich entschied mich, giuseppe verdi's otello für das eine kleinere bühne, das wiesbadener staatstheater zu inszenieren. trotzdem sollte die inszenierung für andere bühnen adaptierbar bleiben. meine idee zu dieser bühne war es ein möglichst klar gehaltenes, einfaches bühnenbild zu entwerfen, das leicht umzusetzen ist und durch ständigen wandel in bühne und licht immer neue räume und umgebungen schafft. in diesem sinn sind besonders die säulen zu erwähnen, die aus dem boden zu wachsen scheinen und dem betrachter immer neue aspekte eröffnet. sie dienen einmal als kai-anlagen, dann als symbol für die türme des kaiserpalastes, dann wiederum als projektionsfläche für die bäume eines gartens oder als gebetsstuhl.ähnlich verhält es sich mit dem raum in der mitte der bühne, der zu einer art zentrum des geschehens wird. auch dieser befindet sich in ständigem wandel. einmal als hoffläche genutzt erwächst er im nächsten augenblick zur taverne, laube oder zur bettstatt. im gegensatz zu dieser klarheit der bühne stehen die realzeitlichen filmsequenzen, die in bestimmten situationen neue aspekte in die bühnenhandlung bringen.
projetkt "chess - ein musical geht auf reisen" - szenenbilder, kostüme, storyboard, animation, konstruktion, die idee zum projekt "chess - ein musical" geht auf reisen war es, ein klassisches musical an einer ungewöhnlichen und an örtlich nicht festgelegter stelle stattfinden zu lassen. das von den komponisten björn ulvaeus und benny andersson 1984 veröffentlichte musical "chess" sollte nach meinen vorstellungen in einem zelt aufgeführt werden und den eindruck eines riesigen varieté-theaters machen, das bühne, musik, licht, akrobatik, kostüm und theater in spannender atmosphäre zusammenspielen lässt. szenisch war es aufgrund der besonderen technischen gegebenheiten eines zeltes notwendig, einen festen bühnenaufbau zu entwickeln, der zwar im gesamten während der vorstellung nicht mehr verändert werden muss, sich aber durch kleinere änderungen in bühne, requisite, licht, projektionen und prospekten ständig wandelt und ändert und so jeden beliebigen ort (wie merano, bangkok, arena, hotel-appartment, restaurant, etc.) impliziert. In der bühne fällt sofort das übermässig grosse, vertikal gestellte schachbrett ins auge. dieses wird besonders während der weltmeisterschaftsszene von personen bevölkert, die entsprechend den zügen der weltmeister laufen und sich so zu figuren in einem höheren spiel des weltmächte machen. das zweite dominierende element sind die türme, die der spielfläche eine dritte dimension geben und an die zwillingstürme von meran erinnern.
präsentationspläne "chess - ein musical geht auf reisen" - draufsicht - die idee zum projekt "chess - ein musical geht auf reisen" war es, ein "klassisches" musical an einer ungewöhnlichen und an örtlich nicht festgelegter stelle stattfinden zu lassen. das von den komponisten björn ulvaeus und benny andersson 1984 veröffentlichte musical "chess" sollte nach meinen vorstellungen in einem zelt aufgeführt werden und den eindruck eines riesigen varieté-theaters machen, das bühne, musik, licht, akrobatik, kostüm und theater in spannender atmosphäre zusammenspielen lässt. szenisch war es aufgrund der besonderen technischen gegebenheiten eines zeltes notwendig, einen festen bühnenaufbau zu entwickeln, der zwar im gesamten während der vorstellung nicht mehr verändert werden muss, sich aber durch kleinere änderungen in bühne, requisite, licht, projektionen und prospekten ständig wandelt und ändert und so jeden beliebigen ort (wie merano, bangkok, arena, hotel-appartment, restaurant, etc.) impliziert. In der bühne fällt sofort das übermässig grosse, vertikal gestellte schachbrett ins auge. dieses wird besonders während der weltmeisterschaftsszene von personen bevölkert, die entsprechend den zügen der weltmeister laufen und sich so zu figuren in einem höheren spiel des weltmächte machen. das zweite dominierende element sind die türme, die der spielfläche eine dritte dimension geben und an die zwillingstürme von meran erinnern.
präsentationspläne "chess - ein musical geht auf reisen" - seitenansicht - erster akt: Die Schachweltmeisterschaft steht kurz vor ihrem Beginn in Merano, einer tiroler Stadt in Norditalien. Der Champion (der Amerikaner, in den Mittdreißigern) verteidigt seinen Titel gegen einen neuen Herausforderer (der Russe, Anfang der Vierziger). Die Einwohner von Merano sind im großen und ganzen überaus begeistert von dem großen Ereignis, das in ihrer kleinen Gemeinde stattfindet. Der Amerikaner ist begeistert über die potentiellen finanziellen Belohnungen für die Partie und über seine eigene Geschicklichkeit, das, was bisher nur ein Minderheitensport war, in die Schlagzeilen und zur Aufmerksamkeit der Weltmedien zu bringen. Der Amerikaner gibt in seinem Hotel eine Pressekonferenz, auf der er sich launenhaft und aggressiv benimmt und seinen Gegner, jeden anderen Sowjetbürger und die Presse mit gleichem Nachdruck anprangert. Der Russe und sein für den KGB arbeitender Sekundant, Molokov, schauen sich seine "Vorstellung" in ihrem Hotel im Fernsehen an. Molokov ist geneigt, den Amerikaner als einen Verrückten abzutun. Der Russe räumt ein, daß sein Gegner exzentrisch ist, erkennt jedoch, daß das unverschämte Gehabe des Amerikaners genau berechnet ist. Der Russe erinnert sich an seinen eigenen Aufstieg zur Spitze. Die Eröffnungszeremonie ist ein überaus farbiges Ereignis. In Merano bemüht sich jeder, das Ereignis zu einem vollen Erfolg zu machen. Der Schiedsrichter der Partie weist genußvoll darauf hin, daß seine Entscheidung während der Spielserie endgültig sein würde, während sich Händler, die Presse, Politiker, Geschäftsleute und Diplomaten sämtlich bemühen, soviel sie können von der sich bis zur Fieberhaftigkeit steigernden Aufregung um den Wettkampf mitzubekommen. Der Amerikaner verläßt den Schauplatz in aufsehenerregender und beleidigender Weise während der langatmigen Rekapitulation der Spielregeln unmittelbar nach der Eröffnungszeremonie. Niemand ist beleidigter als seine eigene Sekundantin, Florence Vassy, die zurückbleiben muß, um gegenüber einem spöttelnden und großspurig protestierenden Molokov das unentschuldbare Benehmen ihres Spielers zu rechtfertigen. Während dieses Austausches begegnet sie dem russischen Spieler zum ersten Male. Der Russe zeigt Verständnis für ihre Situation. Der Schiedsrichter fährt fort, über die Spielregeln zu schwafeln. Florence konfrontiert den Amerikaner in ihrem Hotel und sagt ihm, daß sie es nicht mehr tolerieren kann, wie er sie behandelt. Wir erfahren, daß sie in Ungarn geboren wurde, das Land im Alter von nur zwei Jahren mit ihrer Mutter im Jahre 1956 während des Volksaufstandes verließ und jetzt eine eingebürgerte britische Staatsbürgerin ist. Sie hat niemals herausgefunden, was mit ihrem Vater geschah, der "verschwand", als der ungarische Widerstand niedergeschlagen wurde. Sie ist entschlossen, seinen Verbleib herauszufinden. Sie arbeitet seit sieben Jahren für den Amerikaner, seit sie ihm während eines Schachturniers in England begegnete. Wir vermuten, daß die beiden ein Mutter-Kind-Verhältnis haben, obwohl beide etwa gleich alt sind. Ihr Streit bestärkt sie in dem Glauben, daß die einzige Person, auf die sie sich wirklich verlassen kann, sie selbst ist. Die erste Partie beginnt in einer Atmosphäre gegenseitiger Abscheu, die über dem Vorgang hängt, während die beiden Spieler ihre ersten Züge machen. Die Spannung baut sich genauso intensiv auf dem Schachbrett, wie auch wenn sich die Spieler nicht gegenübersitzen auf, wobei beide Männer hinterlistige Taktiken anwenden, um den anderen abzulenken oder in Rage zu bringen. Plötzlich ein dramatischer Zwischenfall, als die beiden Spieler das Schachbrett in die Luft schleudern. Sie verlassen den Raum, nachdem sie sich beinahe geprügelt hätten. Bestürzung wo man hinblickt! Florence und Molokov haben eine inoffizielle Zusammenkunft, um den Zusammenbruch der Partie zu erörtern, die niemand wirklich aufgeben will. Nach einem feurigen Austausch von Beleidigungen ergreift Florence die Initiative und sagt Molokov, wo und wann er seinen Spieler zu einem geheimen, inoffiziellen Zusammentreffen zwischen den beiden Wettkämpfern hinbringen soll, damit die Partie wieder aufgenommen werden kann, ohne daß eine der beiden Parteien Gesicht verliert. Molokov versucht, Florence an einem Punkt aus der Fassung zu bringen, indem er andeutet, daß er etwas über ungarische Geschichte kennt, über die sie vielleicht etwas hören möchte. In einem Privatzimmer in einem Restaurant, etwa den halben Merano-Berg hinauf, treffen Florence und der Amerikaner zu der geheimen Zusammenkunft ein. Der Russe verspätet sich, und der Amerikaner verläßt das Restaurant in vorgetäuschter Widerwilligkeit. Fast sofort darauf erscheinen der Russe und ein jüngeres Mitglied seines Unterstützungsteams, um festzustellen, daß niemand außer der Sekundantin seines Gegners auf sie wartet. Während der anschließenden Unterhaltung finden der Russe und Florence schnell Zuneigung zueinander, jedoch wird die fast romantische Stimmung durch die Rückkehr des Amerikaners unsanft unterbrochen. Der Amerikaner und der Russe streiten, tauschen Beleidigungen und Witze aus, stimmen jedoch größtenteils dank des Feingefühls von Florence zu, eine Presseerklärung abzugeben, in der sie beide die Schuld an der Unterbrechung zugeben und sich zur Wiederaufnahme der Partie bereiterklären. Einige Tage später erörtern der Amerikaner und Florence den Fortschritt der Partie. Für den Amerikaner sieht es nicht so gut aus, und er ist unangenehm erregt. Der Endzweck ist fast völlig verloren. Er gibt Florence die Schuld an seinem Versagen, und während sie sich Beleidigungen an den Kopf schleudern sagt sie ihm, daß sie ihn nach der Partie verlassen wird, selbst wenn er diese noch durch irgendein Wunder gewinnen sollte. Der Amerikaner ist verzweifelt und bekommt abwechselnd Wutanfälle, und bittet sie, zu bleiben. Seine Paranoia über die roten Oberflächen - er ist überzeugt, daß die Russen sowohl mit seinem Formverlust wie auch mit der Tatsache, daß Florence ihn verlassen will, etwas zu tun haben. Das Ende ihres Streits ist eine "unwürdige Beendigung" ihres Verhältnisses. Selbst nachdem Florence ihn verlassen hat, fährt der Amerikaner fort, seine Handlungen sich selbst gegenüber zu rechtfertigen. Auf einer nicht identifizierten westlichen Botschaft ersucht der Russe, der neu gekrönte Schachweltmeister, einige Tage später um politisches Asyl, obgleich er Schwierigkeiten hat, die sofortige Unterstützung und das Interesse der Verwaltungsbeamten zu gewinnen. Schließlich erhält er die Papiere und die Freiheit, die er haben will. In der Gewißheit, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, ist er sich ebenfalls dessen bewußt, was er nie wird verlassen können.
präsentationspläne "chess - ein musical geht auf reisen" - frontansicht - zweiter akt: Zwei Jahre sind vergangen. Der Russe soll seinen Titel gegen einen neuen Herausforderer aus der Sowjetunion in Bangkok, Thailand, verteidigen. Der Amerikaner und einige Ortsansässige erörtern den ungewöhnlichen Austragungsort für die Meisterschaft. Florence und der Russe, die seit seinem Übertritt ein Liebespaar sind, befinden sich im Oriental Hotel, Bangkok. Sie erörtern seinen neuen Gegner und wundern sich, weshalb der Amerikaner in der Stadt ist, da er seit seiner Niederlage in Merano kein ernsthaftes Schach mehr gespielt hat. Sie reden ebenfalls über die Ablehnung der sowjetischen Behörden, seine Frau aus Rußland ausreisen zu lassen. Der Russe geht weg, um mit seinem Sekundanten Taktiken zu besprechen; Florence, allein, sinnt über ihre gemeinsame Zukunft nach. Molokov und sein Team sind voller Zuversicht, diesmal einen Spieler zu haben, der vollkommen vertrauenswürdig ist, und auf den sie sich verlassen können, daß er (a) gewinnt und (b) in Rußland bleibt. Ihr neuer Champion ist ein ziemlich seltsamer Introvertierter, der anscheinend nur dann mit Volldampf "funktionieren" kann, wenn er über Schach redet und Schach spielt. Der Russe wird im thailändischen Fernsehen interviewt. Zu seinem Erstaunen stellt er fest, daß der Interviewer der Amerikaner ist, der daran geht, ihn über sein persönliches Leben, über Florence und über seine politischen Ansichten -niemals über Schach- auszufragen. Der Amerikaner erzählt ihm schließlich (während der Direktsendung), daß Vorkehrungen getroffen worden sind, um seine Frau rechtzeitig für die Partie nach Bangkok einzufliegen. Der Russe stürmt voller Wut aus dem Fernsehstudio. Der Russe und Florence sehen im Fernsehen, wie seine Frau (Svetlana) in Bangkok ankommt. Das Ereignis bringt die Spannung zwischen ihnen zu einem Höhepunkt. Der Russe sagt, er muß Florence für die Dauer des Wettkampfes verlassen. Florence wird allein gelassen, wobei das Fernsehen immer noch das Bild von Svetlana zeigt. Sie denkt daran zurück, wie gut sie den Liebhaber kennt, der sie gerade verlassen hat. Svetlana erinnert sich, wie gut sie ihren Ehemann kennt. Der Amerikaner dringt mit Gewalt in die Quartiere des Russen ein, um ihm ein Geschäft anzubieten. Trotz der persönlichen Drücke, die bereits schwer auf dem Russen lasten, hat er die Partie in großem Stil begonnen und die ersten beiden Spiele gewonnen. Der Amerikaner sagt jetzt, daß - falls seine Gewinnsträhne plötzlich zu einem Ende kommen sollte - Florence nicht die Informationen übermittelt werden, die er vorgeblich von den Russen über ihren Vater erhalten hat. Diese Informationen sind überaus unangenehm und enthüllen, daß ihr Vater ein Verräter an seinem Volk - und nicht ein Held - gewesen war, der für unzählige Tote verantwortlich zeichnete. Der Russe weiß nicht, ob er ihm glauben soll oder nicht und wirft ihn raus. Der Amerikaner wendet sich dann an Florence und schlägt vor, daß sie zu ihm zurückkehren sollte, und daß sie dann erneut nicht nur das größte Schach-Team sein würden, das die Welt je gesehen hat, sondern daß er auch in der Lage sein würde, ihr Neuigkeiten bekanntzugeben (er sagt nicht, ob sie gut oder schlecht sind), die sie stets über ihre Vergangenheit erfahren wollte. Seine eigene Frustration und die Ablehnung durch Florence bewirken, daß der Amerikaner einen Anfall von Selbstmitleid und Wut bekommt. Das Entscheidungsspiel in der Partie beginnt. Erinnerungen an ehemalige Meister werden wachgerufen. Molokov und der Amerikaner haben eine Unterhaltung, aus der sich ergibt, daß sie - obwohl aus sehr verschiedenen Gründen - gegen den Russen verbündet waren. Florence, die sich die Partie anschaut, sieht in seiner Besessenheit, zu siegen, seine Unfähigkeit, sie gern zu haben, obgleich sie nicht weiß, daß ihr Liebhaber unter Druck gesetzt worden ist, zu verlieren. Der Russe spielt - jedem zum Trotz - wie ein Traum und zerstört seinen Gegner. Er ist amüsiert und erfreut über die Tatsache, daß seine verschiedenen Feinde seinen Siegeswillen derart verkannt haben. Er mag zwar in seinen Bemühungen, sei Privatleben in Ordnung zu bringen, versagt haben, war jedoch in seinem beruflichen, öffentlichen Leben erfolgreich und weiß jetzt, daß dies der einzige Erfolg ist, den er wirklich haben möchte. Er freut sich riesig über seinen Sieg, fühlt jedoch fast sofort, selbst als die Mengen ihm zujubeln und seine Frau vergeblich versucht, irgendeine Art von Kontakt mit ihm aufzunehmen, eine leere Antiklimax. Er verachtet sich wegen seiner engstirnigen, selbstsüchtigen Ambitionen und Wünsche, die ihn befriedigen. Svetlana fühlt genauso; jede Chance einer Aussöhnung zwischen ihnen ist vertan. Sie gestehen beide ein - sie mit Bitterkeit, er mit Resignation-, daß sie von jetzt ab nur "eine echte Verpflichtung" haben, nämlich gegen sich selbst. Während es dem Russen zu ersten Mal gelang, seine Karriere vor alles andere zu stellen, war die Änderung für den Amerikaner genau das Gegenteil. Er denkt jetzt kaum an Schach; nur daran, daß seine Ränkespiele seine persönliche Verzweiflung kaum gemildert haben - Florence wird selbst dann nicht zu ihm zurückkehren, wenn ihr Verhältnis mit dem Russen in die Brüche gegangen ist. Er plant seine Rache sowohl an Florence wie auch an dem Russen, während Molokov, der sich um seine eigene Zukunft sorgt, eine passende Behandlung für seinen Protégé vorbereitet. EPILOG: Ist dieses Verhältnis jedoch wirklich in die Brüche gegangen? Florence und der Russe sinnen gleichzeitig, jedoch jeder für sich, über ihre Liebesgeschichte nach, die ihres Erachtens eine sehr glückliche war; das Liebesspiel kann -genauso wie das Schachspiel - in einer nahezu unbegrenzten Anzahl von Variationen gespielt werden. Vielleicht war dies nur eines von vielen Spielen, die in einem Patt enden. "Dennoch geben wir auch weiterhin vor, daß Liebesgeschichten wie die unsrigen ein Happy End haben." Während sie Schluß machen, sieht man den Amerikaner, wie er sich Florence nähert. Er hat einige Nachrichten für sie ...
projekt "hänsel und gretel" - freie projektplanung - von engelbert humperdinck (1854 - 1921) entwurf erstes bild: das elternhaus befindet sich links der bühne. das haus ist in verschiedenen rot-tönen gehalten und quadratisch. hinter dem haus ist ein raumhoher, heller hänger, der in verschiedenen farben ausgeleuchtet werden kann. das haus besteht aus zwei zusammenschiebbaren elementen. einmal boden (leicht schräg) und rückwand und einmal seitenteile (schräg nach außen) und decke (schräg nach oben). in der anfangsposition ist die rückwand von einem roten tuch verdeckt, das sich nach oben an die decke zieht, wenn man die beiden teile zusammenschiebt. in der stube befinden sich leicht stilisiert ein herd und ein tisch mit hockern.der ofen ist in der linken ecke und halbrund. er ist oben offen und kann von innen beleuchtet werden.der tisch ist klappbar und wird ausgeklappt, wenn die zwei stubenteile zusammengeschoben werden an den wänden links und rechts befinden sich jeweils zwei streifenlichter. dies könnten mit milchglas kaschierte leuchtstoffröhren sein. die decke ist mit einem großen ausschnitt versehen, so daß der rote deckenstoff von oben ausgeleuchtet werden kann. entwurf zweites bild: der baum steht zentral im raum.er besteht aus in sich gedrehten stoffen und ist an der decke befestigt.er kann von oben beleuchtet und bewegt werden. die baumszenen sind im ganzen eher in blau- und weiß-tönen gehalten.der baum an sich ist ähnlich einem sich nach oben öffnenden dreieck. entwurf drittes bild: das hexenhaus befindet sich rechts der bühne.es ist in grün-tönen bemalt und schuppig wie eine art drachenpanzer. es ist halbrund und läuft nach oben hin spitz zu (hexenhut). nach außen hin ist es außer zwei klappen in der dachluke geschlossen. das hexenhaus ist wie der baum in einer dreicksform, diesmal aber mit der basis unten. deshalb wirkt es geerdet und naturhaft. links des hauses ist der käfig. er besteht aus gebündelten lichtstrahlen die sich in nebel brechen oder aus beleuchteten plexiglasröhren. ob käfig und ofen raumhoch sein sollen ist noch nicht klar. hinter dem haus ist ein raumhoher heller stoffhänger. der stoff kann beliebig beleuchtet und bewegt werden und hat eine leicht strukturierte oberfläche. links des käfigs und rechts des hexenhäuschens befinden sich leicht erhöhte podeste, deren deckplatten mit löchern versehen sind.durch diese löcher stehen am ende des dritten akts die lebkuchenkinder auf, erst mit tüchern bedeckt, dann die tücher fallen lassend. der ofen befindet sich leicht rechts dem häuschen vorgestellt. wie auch beim käfig ist noch nicht klar, ober er bis zur decke reichen soll. der ofen hat eine kleine klappe in grüner farbe und besteht sonst aus stoff. so kann er von innen beleuchtet werden und am ende des aktes in sich zusammenfallen.
Curriculum Vitae - Persönliche Angaben: Geburtsort: Berlin/Neukölln Geburtstag: 17.06.1970 Allgemeine Hochschulreife am Markgraf Georg Friedrich Gymnasium, Kulmbach Zivildienst: Assistent in der Histologie der HNO-Klinik der Universität Erlangen Ausbildung: Ausbildung zum Schreinergesellen in der Schreinerei Horner/Kasendorf Studium der Innenarchitektur am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Wiesbaden Diplom-Ingenieur (FH) Diplomarbeit: Ausarbeitung einer Inszenierung zur Oper "a midsummernight's dream" von Benjamin Britten. "britten 2003 - ein mid sommernachtstraum" Praktikum: Bayerische Staatsoper München, Abteilung: Ausstattung (Produktionen u.a. Katja Kabanova, Don Carlo, Otello, Emma B. etc.) Studienbegleitende Tätigkeiten: Assistenz bei Annette Lang Product Design, Wiesbaden Ausstattungsassistenz an der Bayerischen Staatsoper München (Produktion: La Clemenza di Tito) Berufliche Tätigkeit: Mitarbeit als Assistent bei Annette Lang Product Design Wiesbaden Ausstattungsleitung und Bühnenleitung der Tiroler Festspiele Erl / Tirol Vorbereitung für den Kurzfilm "Volksmusik, der einzige Ausweg ist dein Gefühl" Ausstattungsleitung und Bühnenleitung der Tiroler Festspiele Erl / Tirol Bühnenbild für die Neuinszenierung der Oper "Elektra" von Richard Strauss für die Tiroler Festspiele Erl Dreharbeiten zum Kurzspielfilm "Atome", Diplomfilm der KhM Köln und der FH Düsseldorf Bühnenbild für das Schauspiel "Um die Wurst" für das Theater Halle 7, München Bühnenbild und Kostüm "Peter Pan" für die Freilichtbühne Lohne, Regie: Murat Yeginer Bühnenbild und Kostüm "Agathe und Ich" für die Freilichtbühne Lohne, Regie: Murat Yeginer Stegreifentwurf für das Musical "Swinging Kids" für das Clavius-Gymnasium Bamberg Szenenbild für den Kurzfilm "Unseen Avantgarde" an der HFF Babelsberg, Regie: Jan Fusek Sonstige Tätigkeiten: Aufenthalt an der Brandeis University / Boston Zusatzkenntnisse: Umfangreiche Kenntnisse in verschiedenen CAD-Programmen (Mega-CAD, Auto-CAD), 3D-Programmen (3D-Max, Rhino), Photoshop, Illustrator, Premiere, Poser, etc. Musikalische Laufbahn: Mitglied des Oberfränkischen Jugendorchester, des Bamberger Jugendorcherster und des Bayreuther Kammerorchester. Konzertreise mit dem D'Abaco-Orchester München Teilnahme an Kammermusikkursen in Schloß Weikersheim. Mehrmalige Teilnahme an Musiktheater-Workshops des Deusch-Französischen Forum Bayreuth
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 02 entwurfsidee: aufgabe meiner diplomarbeit war es, eine inszenierung zur auf der liebeskomödie von william shakespeare basierenden oper "a midsummer night's dream" von benjamin britten aus dem jahre 1960 auszuarbeiten. zum ziel machte ich mir, die inszenierung als "komplettpaket" zu konzipieren. dieses paket sollte sowohl regie und dramaturgie als auch bühne, licht und kostüm umschliessen. zum abschluss war es mir wichtig, eine animation zu entwickeln, die alle teilbereiche inklusive musik verbindet und dem betrachter anschaulich näher bringen und verständlich machen soll. mit meiner arbeit wollte ich auf der einen seite das dem sommernachtstraum anhaftende märchenhafte, übersinnlich - sinnliche unterstreichen. auf der anderen seite war es mir wichtig im wald von oberon und tytania das drama der liebe und die vergänglichkeit aller dinge darzustellen. der hof von theseus und hippolyta ist für mich ein zentrum despotischer macht, archaischer formen und sakral - profaner atmosphäre aber auch ein ort an dem - im gegensatz zu den anderen welten des sommernachtstraum - alles "in ordnung" ist. concept: The target of my dissertation was to create a production of benjamin brittens opera "a midsummer night's dream", first performed in 1960, which is based on william shakespeares romantic comedy. I tried to create a production that works as an "complete package". This package includes the concept, the stage direction and dramaturgy as well as the set, lighting and costumes. Finally, it was important for me to create an animation which combines all these parts with the music and makes it more vivid and understandable for the observer. On the one hand i wanted to emphesize the fabulous and transcendental/sensual feeling of the midsummer night's dream. On the other hand it was important to describe the drama of the love and ephemerality of all things which are represented by the forest of oberon and tytania. The court of theseus and hippolyta is the center of despotic power, archaic form and inspires an equally regious and profane atmosphere, but it is also a place where - in contrast to the other realm of the midsummer night's dream - everything is "in order".
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 03 1.Akt - In den Tiefen eines Waldes bei Athen. Feen aus dem Gefolge der Königin Tytania erfahren von dem Kobold Puck, daß der Feenkönig Oberon sich mit seiner Gemahlin überworfen hat, weil sie sich weigert, ihm einen ihrer Diener, einen indischen Knaben, zu überlassen. Ihr Zwist hat den ordnungsgemäßen Lauf der Natur und die Abfolge der Jahreszeiten gestört, mit katastrophalen Auswirkungen auf das irdische Klima. Die beiden Gatten treten auf und geben einander die Schuld an dem Zerwürfnis; keiner gibt nach, und sie trennen sich unversöhnt. Oberon beauftragt den stets zu Schabernack aufgelegten Puck mit der Suche nach einem Kraut, dessen Saft, einem Schlafenden auf die Lider geträufelt, die betreffende Person in allverzehrender Liebe zum erstbesten Geschöpf entbrennen läßt, das sie nach dem Aufwachen erblickt. Puck macht sich auf die Suche, während Oberon sich zurückzieht. Die Liebenden Lysander und Hermia treffen sich. Sie sind aus Athen geflüchtet, um dem Zugriff der dortigen Justiz zu entgehen, die Hermias Vater angerufen hat, um sie zur Heirat mit dem ungeliebten Demetrius zu zwingen. Nachdem sie einander ewige Liebe geschworen haben, gehen sie weiter. Oberon kehrt zurück. Sein Gedankengang wird vom Erscheinen Demetrius' unterbrochen, der von Helena, einer früheren Geliebten, über Hermias Flucht mit Lysander informiert wurde. Helena, die Demetrius immer noch liebt, ist ihm weinend nachgelaufen. Er versichert ihr, daß er sie nicht länger liebe, dann eilt er weiter, verfolgt von seiner verzweifelten Anbeterin. Oberon schwört, die Sache zu verändern, ehe sie den Wald verlassen haben. Puck kommt mit dem Zauberkraut, und Oberon geht zu Tytanias Lieblingsruhestatt. Er überläßt Puck ein Stück von dem Kraut, dessen Saft er dem Athener auf die Lider träufeln soll, den der Feenkönig soeben gesehen hat. Puck kommt indessen nicht sofort dazu, da inzwischen eine Gruppe von Handwerkern erscheint: Sie haben sich versammelt, um für die Tragödie "Pyramus und Thisbe" , die sie anläßlich der Vermählungsfeierlichkeiten des Herzogs Theseus von Athen aufführen wollen, die Schauspieler auszuwählen. Ihr Anführer, der Weber Bottom, ist nicht zufrieden damit, die Hauptfigur Pyramus zu spielen, sondern will auch alle anderen Rollen übernehmen, was ihm der "Regisseur", der Zimmermann Quince, taktvoll ausredet. Der Bälgeflicker Flute bezweifelt seine Eignung, die Heldin Thisbe zuspielen, wird jedoch ebenso taktvoll überredet, es doch zu versuchen. Er übt sich im Falsett, während Quince dem Schreiner Snug die Rolle des Löwen zuweist, Bottoms Bemühungen zum Trotz, sich auch diesen Charakter zu sichern. Schließlich machen sie sich auf den Nachhauseweg, mit der Übereinkunft, sich am Abend, nachdem sie ihre Rollen gelernt haben, wieder zur Probe zu treffen. Auf ihrer Flucht haben sich Lysander und Hermia im Walde verirrt und treten nun daraus hervor. Erschöpft beschließen sie, bis Tagesanbruch zu rasten. Hermia verweigert Lysander, ihr Waldlager zu teilen, und der junge Mann läßt sich ein Stück von ihr entfernt nieder, wo Puck, der ihn entdeckt und ihn für den von Oberon bezeichneten Athener hält, ihm den Saft des Zauberkrauts auf die Lider träufelt und sich dann entfernt. Da kommt Demetrius vorbei, immer noch verfolgt von der hartnäckigen Helena. Er läßt seine erschöpfte Anbeterin zurück, die über den schlafenden Lysander stolpert und ihn aufweckt. Sobald er sie erblickt, tut der Zauber seine Wirkung: Er verblüfft die sich verhöhnt glaubende Helena mit seinen leidenschaftlichen Liebesschwüren. Während sie sich vor ihm in Sicherheit bringt, erinnert sie ihn, daß doch Hermia seine Geliebte sei, doch er will nichts davon hören und verschwindet hinter ihr her im Wald. Hermia schreckt aus einem Alptraum auf und will sich von ihrem Geliebten trösten lassen, doch der ist fort. Sie stürzt in den Wald, um ihn zu suchen. Nun erscheint Tytania mit ihrem Feengefolge und bettet sich in einer Laube zur Ruhe. Sobald sie eingeschlafen ist, kommt Oberon und läßt den Saft des Zauberkrauts auf ihre Lider tropfen. 1. Act: A forest near Athens; A gathering of fairies, attendants of Tytania, Queen of the Fairies, is interrupted by Puck, the servant of Oberon, King of the Fairies. Tytania and Oberon have quarrelled because she refuses to give him one of her attendants, an Indian boy, to be his page. Because of the quarrel, they have neglected their duties, and nature is in disarray. Set on revenge, Oberon orders Puck to fetch him a magical herb, whose juice, dropped on a sleeper's eyelids, causes him to fall madly in love with the first creature he sees upon waking. Oberon intends to use this on Tytania. Lysander and Hermia are fleeing from the Athenian law which insists that Hermia obey her father and marry Demetrius, but they have been followed by Demetrius, who is in love with Hermia. He in turn is followed by Helena, who loves him so much that she has given away her friend Hermia's plans with Lysander. Observed by Oberon, Demetrius rejects Helena and runs off. When Puck brings back the magic herb, Oberon tells him to rub it onto the eyes of an Athenian youth - Demetrius - to make him return Helena's love. A group of Athenian tradesmen comes to the forest to rehearse a play about Pyramus and Thisbe, which they hope to perform during the wedding festivities of Theseus, the Duke of Athens, and Hippolyta, the Amazon Queen. The parts are assigned by Peter Quince, though not without some difficulty, as Nick Bottom wants to play every part, in addition to his designated role of Pyramus. They separate to learn their lines, agreeing to return to the spot for a rehearsal. Lysander and Hermia reappear, exhausted from their wanderings, and lie down to sleep. Puck, mistaking Lysander for the Athenian youth mentioned by Oberon, drips the juice of the flower into his eyes. Demetrius runs throughthe scene, pursued by Helena, who is too exhausted to follow him any further. Seeing Lysander, she fears he may be dead, and wakes him up. Under the influence of the magic flower he falls madly in love with her, but she thinks he is mocking her and runs away. He follows her, abandoning Hermia, who wakes up to find herself alone. She sets off in search of Lysander. Surrounded by her attendants, Tytania falls asleep, but Oberon sneaks up on her and sprinkles her eyes with the magic juice, bidding her to "wake when some vile thing is near."
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 04 2.Akt - Tytania liegt schlafend in ihrer Laube, unsichtbar für die Handwerker, die zurückgekehrt sind, um ihr Schauspiel zu proben. Nach anfänglicher Debatte, in deren Verlauf entschieden wird, daß Snout die Mauer spielen soll, durch deren Spalt sich Pyramus und Thisbe verständigen, und der Schneider Starveling den Mann im Mond, falls es an jenem Abend keinen richtigen Mond geben sollte, beginnt die Probe. Im Anschluß an seinen ersten Auftritt zieht sich Bottom hinter einen Busch zurück, um sein nächstes Stichwort abzuwarten. Puck, der ihn dort in nächster Nähe der schlafenden Tytania vorfindet, setzt ihm einen Eselskopf auf die Schultern. Von Quince zum Auftritt gerufen, erscheint der verzauberte Bottom und veranlaßt seine erschrockenen Kameraden zur Flucht. Alleingelassen stimmt er ein Lied an, um nicht den Mut zu verlieren. Davon wacht Tytania auf, die sich augenblicklich in den tierköpfigen Bottom verliebt. Sie zieht ihn sanft auf ihr Lager und weist ihre Diener an, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Rasch findet sich der so Geehrte in sein Schicksal und läßt sich von Tytania und den Elfen in den Schlaf singen. Oberon kehrt zurück; Puck tritt zu ihm und weist seinen Herrn triumphierend auf Tytania und ihren zottigen Gefährten hin. Hermia erscheint, gefolgt von Demetrius. Oberon erkennt ihn als den Mann, auf dessen Lider Puck den Zaubersaft hätte träufeln sollen, doch der Kobold gesteht, daß er in diesem Fall den Falschen erwischt hat. Beide hören zu, wie Demetrius seine Leidenschaft für Hermia beteuert. Schließlich reißt sie sich Ios und eilt davon, während der entmutigte junge Mann erschöpft von der Jagd abläßt und sich niederlegt. Oberon beträufelt Demetrius' Lider erneut, damit er sich beim nächsten Erwachen in die ihm bestimmte Frau verliebt. Helena und Lysander treten auf. Demetrius erwacht, und als sein Blick auf Helena fällt, ist er ihr sogleich verfallen und bestürmt sie mit seinen Liebeserklärungen. Die Arme kann sich nur vorstellen, daß die übrigen drei sich verschworen haben, um ihr einen Streich zu spielen und sieht in Hermia die Schuldige an allen Gefühlsverwirrungen. Die beiden Männer machen sich auf die Suche nach einem geeignetem Ort zum Duell, während es zwischen den beiden Mädchen fast zur Prügelei kommt. Nun muß Oberon erkennen, welche Folgen sein Tun für die Natur- und Menschenwelt hatte. Er sendet Puck aus, um die Männer in die Irre zu führen, damit sie in ihrer Verzweiflung den Gedanken an ein Duell aufgeben. Dann soll er den angerichteten Schaden wiedergutmachen, indem er Lysanders Lider in dem Augenblick beträufelt, da sein Blick als nächstes auf Hermia fallen muß. Dies gelingt dem Kobold, indem er die vier Liebenden nacheinander an denselben Ort lockt, wo sie müde von den Ereignissen der Nacht in tiefen Schlaf fallen, ohne zu merken, daß sie den anderen drei nahe sind. Die Elfen treten auf und singen, während Puck den magischen Saft auf Lysanders Lider tropfen läßt. 2. Act: The tradesmen start their rehearsal. Puck sneaks up behind Bottom and puts an ass' head on him. This frightens the others, who run away. Bottom is singing to himself to keep up his spirits, when Tytania wakes up and falls in love with him. She orders fairies to attend to his every wish. He is tired and goes to sleep. Hermia meets Demetrius and accuses him of having killed Lysander. She continues her search and Demetrius lies down to sleep. Oberon, who has been watching and has realised Puck's error, sends him to bring Helena to the spot where Demetrius has fallen asleep so that she is present when he awakes, and puts the juice in Demetrius' eyes. But when Helena appears, she is accompanied by Lysander,who is still proclaiming his devotion to her. When Demetrius wakes up and also expresses his sudden love, she is unable to believe that he is sincere. Hermia enters the scene and finds both men now in love with Helena, who accuses Hermia of having conspired with them to ridicule her. The two girls quarrel and Lysander and Demetrius prepare to fight over Helena. Angry at Puck's mistake, Oberon orders him to create a mist and lead the men astray so they cannot harm one another and then put them to sleep and anoint Lysander's eyes with an antidote. After this has been accomplished, Puck brings the girls and puts them to sleep too.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 05 3.Akt - 1.Bild Am nächsten Morgen im Wald. Tytania liegt schlafend neben dem verwandelten Bottom in ihrer Laube. Nachdem er den indischen Knaben an sich gebracht hat, nimmt Oberon den Zauberbann von seiner Königin. Sie erwacht und ist entsetzt, als sie das Objekt ihrer Liebe erblickt. Sie und Oberon versöhnen sich, und Puck befreit Bottom von seinen Eselskopf. Das Königspaar bricht mit seinem Gefolge zum Palast auf, um der Hochzeit von Herzog Theseus seinen Segen zu erteilen. Die vier Liebenden wachen auf; die Erlebnisse der vergangenen Nacht kommen ihnen nur noch wie ein ferner Traum vor. Lysander liebt nun Hermia, während Demetrius Helenas Zuneigung erwidert. Sie beschließen, nach Athen zurückzukehren. Bottom erwacht ebenfalls und hält die Erlebnisse der letzten Nacht für einen Traum. Seine Gefährten kommen, und als sie Bottom, ohne den sie dem Herzog ihr Drama nicht vorführen können, gesund und munter antreffen, sind sie überglücklich. (Orchesterzwischenspiel) 3.Akt - 2.Bild Im aufgehenden Licht erscheint Theseus Palast, wo der Herzog Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta feiern will. Theseus und seine Gemahlin Hippolyta lassen sich von den vier Liebenden ihre Flucht und Rückkehr erläutern. Die beiden Paare bitten den Herzog um Gnade und seine Erlaubnis, sich dem Diktat ihrer Herzen gemäß zu vermählen, was er ihnen auch zugesteht. Als Theseus und Hippolyta eine Liste der Lustbarkeiten gezeigt wird, mit denen sie sich am Hochzeitsabend die Zeit vertreiben sollen, wählen sie "Pyramus und Thisbe" aus, das Schauspiel der Handwerker. Die Aufführung findet statt und ist, einigen verächtlichen Kommentaren aus dem Publikum zum Trotz, ein Erfolg. Die Schauspieler beschließen ihre Vorstellung mit einem Bergamasker Tanz, um Mitternacht ziehen sich der Hofstaat und die Handwerker zurück. Oberon und Tytania erscheinen mit ihrem Gefolge im Palast, um ihn zu segnen. Wie es im elisabethanischen Drama Brauch ist, wendet sich Puck an das Publikum und bittet um seine Gunst für die Vergnügungen des Abends. 3. Act: Tytania has given the Indian boy to Oberon, who takes pity on her and undoes the spell. She is horrified to see the creature she has been in love with. Oberon orders Puck to remove the ass' head and Oberon and Tytania are reconciled. The four youths wake up, paired off properly, wondering about what they have experienced. Bottom wakes up, his own self again, but he has a strange feeling that something wonderful has happened to him. He is reunited with his friends and they find out that their play has been chosen. Theseus and Hippolyta are preparing for their wedding. The two pairs of lovers explain that their differences have been resolved and Theseus agrees that Hermia can marry the man of her choice. The "tedious brief scene" of Pyramus and Thisbe is performed and the three couples retire to bed. The fairies invoke a blessing on the palace and its occupants.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 06 kostümentwurf - costumes oberon, tytania, elfen, theseus, hippolyta, soldaten, puck, helena, lysander, hermia, demetrius
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 08 präsentationsbooklet - presentation booklet Benjamin Britten * 22. Nov. 1913 in Lowestoft (Suffolk) 4. Dez. 1976 in Aldeburgh (Suffolk) In Edward Benjamin Britten begrüßt England sein erstes großes schöpferisches Operntalent seit Henry Purcell. Am 22. November 1913 in Lowestoft an der Ostküste als Sohn eines Zahnarztes geboren, bei Brude, Ireland und Benjamin in die Lehre gegangen, ist Britten bis heute ein Kind dieser herben Meereslandschaft anheimelnder Traulichkeit und zugleich abweisender Öde geblieben. Musik des Meeres, würzig und temperamentvoll, hat er meist geschrieben: ein erstaunlich reiches Schaffen. In den ersten veröffentlichten Werken (Sinfonietta, Phantasy Quartett) zeigt sich bereits die für ihn charakteristische Variationstechnik. Während eines dreijährigen Aufenthaltes in Amerika entstand eine dem Andenken der Eltern gewidmete Sinfonia da Requiem. Mit all seinen Vorzügen, einem geschickten Jonglieren mit reizvollen, pointensicheren Einfällen, die harmonisch maßvoll und formal sicher behandelt werden, ist Brittens Musiziertrieb auch im Bereich der Musikbühne fruchtbar geworden. Seit dem Opernerstling "Peter Grimes", der kurz nach Kriegsende in London Aufsehen erregte, hat sich sein echtes Theaterblut sowohl im Tragischen wie im Heiteren, im dramatisch Schweren wie im kammermusikalisch Leichten bewährt. Die meisten dieser Werke schrieb Britten für die von ihm begründete und geleitete English Opera Group, eine auch auf dem Kontinent hoch angesehene Kammeroperntruppe. Ebenso ist das alljährliche Festival in seinem Wohnort Aldeburgh seiner Initiative entsprungen - glänzender Organisator, der er neben seiner Eigenschaft als Komponist, Dirigent und Pianist ist. Biographie von E. W. White.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 10 opernprojekt "elektra" neuinszenierug für die tiroler festspiele erl, stagephotos, entwürfe, presse, richard strauss "elektra", premiere am 19. august 2005 im passionsspielhaus erl, martina tomcic, svetlana sidorova - klytämnestra, cynthia makris, sabine türner - elektra, elisabeth-maria wachutka, elena comotti d'adda - chrysothemis, andrew brunsdon, drummond walker - aegisth, franz hawlata, raphael sigling - orest, thomas hay- pfleger des orest, junko saito - vertraute, annalisa winberg - schleppträgerin, stefan zelck - junger diener, michael doumas - alter diener, monica bozzo - aufseherin, rena kleifeld - 1. magd, monika wäckerle - 2. magd, anahita ahsef - 3. magd, jae hee kim - 4. magd, susanne geb - 5. magd, prof. dr. gustav kuhn - musikalische leitung und regie, folko winter - bühnenbild, lenka radecky-kupfer - kostümbild, christian eder, gustav kuhn - licht, inntal-chor (leitung: jürgen dorsch), orchester der tiroler festspiele, Opera project "electra" sets and production for the tyrolean festival erl, stage photos, sketches, press, Richard Strauss "Elektra", Premiere on august 19th 2005 at the Passionsspielhaus Erl, martina tomcic, svetlana sidorova - Clytemnestra, cynthia makris, sabine türner - Electra, elisabeth-maria wachutka, elena comotti d'adda - chrysothemis, andrew brunsdon, drummond walker - Aegisthus, franz hawlata, raphael sigling - Orestes, thomas hay- guardian of Orestes, junko saito - confidante, annalisa winberg - trainbearer, stefan zelck - a young servant, michael doumas - an old servant, monica bozzo - the overseer, rena kleifeld - 1st maidservant, monika wäckerle - 2nd maidservant, anahita ahsef - 3rd maidservant, jae hee kim - 4th maidservant, susanne geb - 5th maidservant, prof. dr. gustav kuhn - musical leadership and stage direction, folko winter - set design, lenka radecky-kupfer - costume design, christian eder, gustav kuhn - lighting, inntal-choir (conductor: jürgen dorsch), orchestra of the tyrolean festival
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 11 vorgeschichte: Agamemnon, König von Theben, wurde nach seiner siegreichen Rückkehr aus Troja von seiner Frau Klytämnestra und deren Liebhaber Aegisth ermordet. Daraufhin brachte Elektra, die älteste Tochter im Hause, ihren Bruder Orest in Sicherheit; fern von Theben soll der Minderjährige dazu erzogen werden, den Mord zu rächen. Während Elektras Schwester Chrysothemis versucht, die Erinnerung an den Mord zu verdrängen, ist Elektra nur von einem Gedanken beseelt: Daß eines Tages Orest zurückkehren wird, um Klytämnestra und Aegisth zu erschlagen. handlung: Im Hof des Palastes ereifern sich die Mägde über Elektra: Daß die Königin solch einen Dämon in ihrer Nähe duldet! Eine junge Magd nimmt Elektra in Schutz; daraufhin wird sie von der Aufseherin und den übrigen Mägden ins Haus gestoßen und geschlagen. Elektra kommt aus ihrem Versteck und vollzieht ihr tägliches Ritual. Sie trauert um den Vater, beschwört seinen Geist; in ekstatischer Verzückung berauscht sie sich an der Vorstellung, daß sie am Tage der Rache Siegestänze aufführen wird. Chrysothemis reißt sie aus ihren Visionen und rät Elektra, sich vor Klytämnestra und Aegisth in acht zu nehmen. Sie kann nicht, wie Elektra, auf den Tag der Rache hinleben; sie sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit, sie will heiraten und Kinder bekommen. Im Palast hört man Lärm. Klytämnestra, von Gewissensqualen und Alpträumen gepeinigt, bringt ein Schlachtopfer dar. Chrysothemis zieht sich zurück, Elektra aber tritt ihrer Mutter mit wilder Entschlossenheit entgegen. In der Hoffnung, von Elektra ein "Mittel gegen Träume" zu erfahren, schickt die Königin ihr Gefolge fort. Allein mit Elektra, beschreibt sie die Qualen ihrer schlaflosen Nächte. Elektra gibt sich geheimnisvoll: "Wenn das recht Blutopfer unterm Beile fällt, dann träumst du nicht länger." Als Klytämnestra auf die Lösung des Rätsels dringt, fährt Elektra wild auf: Sie selbst, Klytämnestra, wird das Opfertier sein. Die Königin ist starr vor Angst und Entsetzen. Da kommt ihre Vertraute aus dem Palast und flüstert ihr etwas zu. Mit triumphierendem Hochlachen kehrt Klytämnestra in den Palast zurück. Chrysothemis kommt weinend herbeigelaufen und erklärt den Grund für den plötzlichen Jubel Klytämnestras: Orest ist tot, zwei Fremde haben die Nachricht gebracht. Elektra will die Rachetat nun selbst vollziehen. Mit Versprechungen und zärtlicher Zuneigung versucht sie, ihre Schwester zur Mithilfe zu überreden. Doch Chrysothemis reißt sich von ihr Ios. Fieberhaft gräbt Elektra das Beil aus, mit dem Agamemnon erschlagen wurde. Da kommt ein Fremder zu ihr, der sich bald als Orest zu erkennen gibt. Mit der Todesnachricht wollte er Klytämnestra und Aegisth in Sicherheit wiegen. Elektra ist selig; zugleich wird sie sich bewußt, daß sie für diesen Tag des Wiedersehens ihre Schönheit und Würde geopfert hat. Von Elektra bestärkt, schreitet Orest zur Tat. Aus dem Palast gellen die Todesschreie Klytämnestras. Chrysothemis und die Mägde kommen erschrocken herbeigelaufen; ziehen sich aber schnell zurück, als Aegisth naht. Mit tückischer Freundlichkeit leuchtet Elektra ihm den Weg in den Palast, wo auch er von Orest erschlagen wird. Chrysothemis stürzt jubelnd auf Elektra zu und berichtet, daß man drinnen die Befreiungstat des Bruders feiert. Doch Elektra scheint ganz in ihr eigenes Glück versunken. Ihr Lebensziel ist erreicht; sie beginnt zu tanzen, steigert sich im Siegesrausch immer mehr, bis sie in höchster Ekstase zusammenbricht. Vergeblich ruft Chrysothemis nach Orest. The history: On his return from the Trojan War, King Agamemnon was murdered by his wife, Clytemnestra, and her lover, Aegisthus. Electra, the daughter of Agamemnon and Clytemnestra, wishes to avenge her murdered father. She is awaiting the return of her brother, Orestes, who was removed from the court as a child after the murder of his father. The plot: The maids taunt and jeer at Electra, who is forced to live as an outcast before the palace gates. The only one to remain loyal to her is the youngest of the maids, who is abused by the others as a result. Electra invokes the ghost of her dead father and conjures up the image of his murder before her mind's eye. She has a vision of the day on which she and Orestes will have their bloody revenge. Her sister, Chrysothemis, warns Electra that their mother, Clytemnestra, is planning to have her locked up. Chrysothemis, who longs passionately for love and a life of fulfilment, is afraid that she might meet with a similar fate. She blames her sister for the situation in which they both find themselves. Clytemnestra is tortured by nightmares in which Orestes appears to avenge his father. She approaches her daughter, hoping that Electra will say something to stop her having these dreams. She does not, however, understand what Electra means when the latter tells her that she will no longer be plagued by these nightmares once the right person has been killed by the axe. Just as Electra, overcome by hate, flings her plans for revenge in her mother's face, the Queen receives the news of Orestes' death. She laughs at her daughter scornfully and disappears into the palace. Electra is now determined to carry out her plan for revenge on Clytemnestra and Aegisthus with the sole help of Chrysothemis. But Chrysothemis refuses to become involved. A stranger now appears, claiming that he is the messenger who has come to inform the court of Orestes' death. When Electra curses the messenger and announces who she is, the messenger reveals himself as Orestes. He has come to avenge their father. Before Electra can hand him the axe with which Agamemnon was slain and which she has kept for Orestes, he is called into the palace to appear before the Queen. The Queen's scream, as she dies, release Electra from her suspense. Aegisthus now returns. Electra greets him with feigned friendliness, confirms the news of Orestes' death and accompanies Aegisthus into the palace, where Orestes awaits him. In her joy at the vengeance which has been wreaked, Electra is hardly aware of Chrysothemis when the latter comes to tell her that Orestes has arrived and has killed Clytemnestra and Aegisthus.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 15 Elektra und die sieben Stühle - Musikalischer Lichtbogen und szenischer Kurzschluss Sieben mordsmäßig große Stühle vor dem Orchester auf der schmalenBreitwandbühne. Eine Metapher für die Situation der auf Erlösung wartenden Menschen in der Tragödie. Dann noch eine Metapher, ein Orgelspieltisch mit zwei Übertragungsrohren je in ein oberirdisches und in ein unterirdisches imaginäres Klangwerk. Beim Drang, das Drama unterhaltsam zu machen, kennt Kuhns Regie der raschen Einfälle, in schönster Eintracht mit Bühnenbildner Folko Winter und Kostümbildnerin Lenka Radecky-Kupfer, kaum Grenzen. Mordwerkzeug kann nur ein Staubsauger sein, denn ganz klar ist, dass die Brigade der Mägde mit den Insignien häuslicher Sauberkeit ausgestattet ist. Nicht nur, dass diese Art der Regie platt und peinlich ist, sie huscht auch dahin und über vieles hinweg. Das Stück aber widersetzt sich der Verspaßung. Am Ende stehen die sieben Stühle wie mahnende Wächter und fragen, warum sie denn da hingestellt und dann vergessen wurden? So aufrichtig, beseelt und umsichtig Gustav Kuhn seinen Platz am Dirigentenpult ausfüllt, als Regisseur hat er sich diesmal zwischen die Stühle gesetzt, was bei sieben an der Zahl ja auch eine ganz schöne Leistung ist. Gustav Kuhn lockte mit "Elektra" und "Guntram" Kuhn hat sich bei "Elektra" nochmals als Regisseur betätigt und im asketischen Bühnenbild von Folko Winter - hohe Stühle in hierarchischer Anordnung sind das einzige Dekor auf der kahlen Bühne - der stringenten Personenführung vorrangige Aufmerksamkeit geschenkt, nicht ohne einige unkonventionelle Ideen einzubringen. So ließ er eine grazile Tänzerin als "Mythos" durch das Stück schweben und zog eine mit roten Tüchern symbolisierte Blutspur durch Mykene,die zuletzt auch Elektra verschlang. Surrealer Totentanz Elektras Kuhn zitiert als Regisseur Psychologisches und Fernöstliches aus der Religion: Stühle wie eine Stufenleiter der Inkarnation dienen Elektra als Fluchtpunkte vor dem Wissen um das Absolut-Tödliche ihres Wünschens. Der Mythos hebt sich ab - nach C.G. Jung nichts Neues. Er hat im minimalstem Bühnenbild (Folko Winter) ein Maximum herausgeholt. Rache ohne Leidenschaft Gustav Kuhn kümmert die Vorgeschichte indes (anders als Peter Konwitschny in Kopenhagen) wenig. Auf der höchst sparsam, mit einem weiß gestrichenen Orgelpult und sieben unterschiedlich hohen, überdimensional großen weißen Stühlen bestückten Bühne von Folko Winter gibt es - mit einer Ausnahme - keine Hinweise auf Bevorstehendes oder Vergangenes. Musik, Sänger, Personenführung sollen die Handlung transportieren. Doch schlägt das fehl. Kuhns leidenschaftslose Inszenierung, diesmal frei von charmantem Lokalkolorit, erzeugt kaum Dramatik. Die emotional häufig gleichgültig wirkenden Figuren agieren in antiquierten Kostümen (gestaltet von Lenka Radecky-Kupfer) oft nur nebeneinander, statt zu kommunizieren. Zudem herrscht viel Statik auf der Bühne. Ist das ein Ausdruck von Elektras Gelassenheit? Denn wenig rachebesessen ist sie hier, vielmehr nur eine beleidigte Anklägerin mit gelegentlichen Ausbrüchen. Es ist kein Wunder, dass Klytämnestra vor der Todesvision ihrer Tochter nicht zurückschreckt. Ein paar Mal werden die Stühle bestiegen, das wars auch bereits mit Aktion vor dem Finale. Insgesamt passiert so wenig, dass die Erler "Elektra" einer konzertanten Aufführung naher steht als einer szenischen. Eine Person hat Kuhn der Oper hinzugefügt: den die Geschichte meist beobachtenden, einmal illustrierenden (Klytämnestras Tod), einmal rätselhaft herumgeisternden Mythos, von der Balletttänzerin Silvia Calzolari im blassrosa Seidenkleid elegant verkörpert. Er zieht - schönster Regieeinfall Kuhns - dem ersten Auftritt der Königin ein bühnenbreitlanges rotes Tuch voran wie eine Blutspur des begangenen Mordes. In Klytämnestras ähnlich dimensionierter Schleppe wird sich Elektra am Ende verfangen, um hinter dem dann als Todespanorama in die Höhe gezogenen Tuch zu verschwinden. Szenische Schonkost - Strauss' "Elektra" im Festspielhaus Erl Halbszenisch wäre wohl auch das treffende Wort, wollte man die von Dirigent Gustav Kuhn selbst inszenierte "Elektra" beschreiben. Denn wirklich viel ereignete sich auch hier nicht auf der schmalen Bühne des Erler Festspielhauses, für die Folko Winter eine ebenso einfache wie praktikable Ausstattung entworfen hatte, die mit nur wenigen Versatzstücken den Schauplatz charakterisierte. Zwei neue Sterne im "Kuhniversum" Als Dirigent und Regisseur in Personalunionpräsentierte er am Freitag eine vor allem szenisch höchst eindrucksvolle Elektra. Nicht nur in dieser Szene kam auch Kuhns ebenso emotionale wie das Wesentliche einer Situation unmissverständlich markierende inszenatorische und von Folko Winters Bühnenbild und Lenka Radecky-Kupfers Kostümen wirksam unterstützte Gestaltungskraft voll zum Tragen: Unter einem schmalen roten Tuch, Klytämnestras einstiger Schleppe, die sich wie eine schmale Blutspur über die Bühne zieht, erstarrt die phasenweise von einer tanzenden Doppelgängerin (Sylvia Calzolari) begleitete Titelgestalt zum reglosen Monument für die Zeitlosigkeit von Generationskonflikt, Rache und Mord. Der Jubel des Publikums war entsprechend begeistert. "Elektra" von Richard Strauss in Erl: Cynthia Makris in der Titelpartie und Franz Hawlata als Orest.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 16 "Talentprobe und Geniestreich" Die Dramaturgie ging musikalisch nicht so plastisch auf wie szenisch, leider auch nicht die zentrale Erkennungsszene zwischen Elektra und Orest. Gustav Kuhn stand nicht nur am Pult, er hat auch inszeniert. Folko Winter stellte ihm überdimensionale Stühle auf die Bühne, die das Warten und die Gesellschaftsstruktur symbolisieren, doch bleiben sie weitgehend ungenutzt. Kostümbildnerin Lenka Radecky-Kupfer kleidete den Hofstaat traditionell japanisch. Ein "Mythos" - die Tänzerin Silvia Calzolari - zieht wie Klytämnestra eine nicht endende Blutspur und betont unter einer Nabelschnur zur Orgel, die fürden machtvollen, schuldgetränkten Atridensitz steht, Elektras leidvolle Verstrickung. Auch szenisch blieb noch Interpretationsspielraum. Applaus für Erler "Elektra" Bei den Tiroler Festspielen Erl hat Regisseur Gustav Kuhn am Wochenende mit der Oper Elektra von Richard Strauss im Passionsspielhaus brilliert. Im asketischen Bühnenbild Folko Winters wurde der stringenten Personenführung große Aufmerksamkeit geschenkt, was auch mit tosendem Applaus honoriert wurde. Tiroler Festspiele Erl widmeten Opern-Wochenende Richard Strauss Kuhn hat sich bei "Elektra" nochmals als Regisseur betätigt und im asketischen Bühnenbild von Folko Winter - hohe Stühle in hierarchischer Anordnung sind das einzige Dekor auf der kahlen Bühne - der stringenten Personenführung vorrangige Aufmerksamkeit geschenkt, nicht ohne einige unkonventionelle Ideen einzubringen. So ließ er eine grazile Tänzerin als "Mythos" durch das Stück schweben und zog eine mit roten Tüchern symbolisierte Blutspur durch Mykene, die zuletzt auch Elektra verschlang. "Elektra" im Orchesterrausch Das Publikum goutiert die Opern von Richard Strauss, zumal Kuhn die Qualität seines Festspielorchesters dabei wieder glänzend ausspielen kann. Im kargen Bühnenbild von Folko Winter - hierarchisch geordnete, hohe Stühle - zieht Kuhns Regie die Blutspur durch Mykene und lässt als "Mythos" eine zarte Tänzerin (Silvia Calzolari) durch das Stück schweben. Heroisch kämpfen die Sängerinnen gegen die entfesselten Orchesterwogen an: Cynthia Makris als starke Elektra, Martina Tomcic als (zu) junge Klytämnestra, Elisabeth Wachutka als beseelte Chrysothemis. Franz Hawlata gestaltet den Orest mit Wärme, bewegend die Erkennungsszene, Andrew Brunsdons schwacher Aegisth ist transvestitisch herausgeputzt (Kostüme: Lenka Radecky-Kupfer); scharf der Diskurs der fünf Mägde. Elektra stirbt nicht tanzend, sondern ertrinkt im Blut. Großer Jubel. Zur antiken Rache-Orgie ins Passionsspielhaus Die Tiroler sind nicht nur lustig. Sie scheinen auch über außerordentliche Energiereserven zu verfügen.Denn nach einem wahrlich kräftezehrenden 24-Stunden-"Ring" steht jetzt die "Elektra" auf dem Programm. Heute hat das Opern-Schwergewicht von Richard Strauss Premiere im Passionsspielhaus Erl, dessen Akustik schon unseren "Celi" selig heftig beeindruckte. Nein, dieser Strauss ist alles andere als leichte Kost, nichts für schwache Nerven also. Und man könnte die "Elektra" gut und gerne als fast zweistündige Rache-Orgie bezeichnen. Aber was für eine! Hugo von Hofmannsthal, der Librettist, und Strauss zogen alle Register ihrer Kunst und landeten 1909 einen Welterfolg. Aber auch einen echten Bühnenschocker. Festspielchef Gustav Kuhn leitet die Aufführung am Dirigentenpult und versucht sich wie schon im "Ring des Nibelungen " auch als Regisseur. Eine ganz neue Sicht auf das Werk verspricht er - am besten, Sie sehen und hören selbst. Die "Elektra" wird am Sonntag wiederholt. Thronfolge der etwas anderen Art: Die Sopranistin Cynthia Makris singt Richard Strauss' Elektra bei den Tiroler Festspielen in Erl. Hinter der Szene ist übrigens das Orchester zu sehen. Festspiele Erl Kuhn bringt Mahler-Symphonien und Strauss-Opern Nach dem umjubelten "24-Stunden-Ring", mit dem Gustav Kuhn seine Wagneraufführungen bei den Tiroler Festspielen Erl um eine Erfahrung und imponierende Gesamtleistung seines Teams bereichert hat, sowie dem spanischen Erfolgsgastspiel des Erler Ensembles beim Internationalen Festival Santander Anfang August wird nun "daheim" im Passionsspielhaus wieder eifrigst für die zweite Halbzeit der Tiroler Festspiele geprobt. Mit zwei Richard-Strauss-Opern erweitert der Maestro im Erler Passionsspielhaus dann sein Festspiel-Repertoire: Eine von ihm selbst inszenierte und dirigierte "Elektra", die den antiken Stoff in ein neues Licht rückt, ist am 19. und 21. August zu sehen. Mit der Kostümbildnerin Lenka Radecky-Kupfer und Bühnenbildner Folko Winter wird die mythologische Story der Rache Elektras an den Mördern ihres Vaters Agamemnon als spannende Konfrontation inszeniert: Einer progressiv Mit der Kostümbildnerin agierenden Elektra, gesungen von Cynthia Makris, steht mit der Tänzerin Silvia Calzolari eine statische, in ihren Gesellschaftsstrukturen verhaftete Elektra als Alter Ego gegenüber. Auf der Bühne bilden sieben unterschiedlich große, überdimensionale Stühle ein in sich geschlossenes Gesellschaftskonstrukt, in dem jeder Protagonist den ihm zugehörigen Platz einnimmt.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 18 premiere am sonntag, 02. juli im theater halle7, "um die wurst" eine groteske von Jean-Marie Piemme cheribibi: alexander neuhaus, tütenfrau: melina von gagern, frau des fleischers: lale weisshaar, lehrling: matthias beier, fleischer: patrick braun, schwester des fleischers: carolin maiwald, frau des fleischers von gegenüber: alexa wilzek, fleischer von gegenüber: michael seyfried, sarah: viola wedekind, verkäuferin: beba ebner regie: mario andersen, bühnenbild: folko winter, kostüm: kerstin junge, licht: björn gerum premiere on sunday, july the 02nd at the theater "halle7", "um die wurst" a grotesqueness by Jean-Marie Piemme cheribibi: alexander neuhaus, paper bag woman: melina von gagern, wife of the butcher: lale weisshaar, trainee: matthias beier, butcher: patrick braun sister of the butcher: carolin maiwald, wife of the butcher from across: alexa wilzek, butcher from across: michael seyfried, sarah: viola wedekind, shop girl: beba ebner stage direction: mario andersen, set design: folko winter, costume designe: kerstin junge, light design: björn gerum
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 20 Zwei Fleischer. Zwei Welten. Die des Einheimischen und die des Ausländers. In einer Welt ohne Halt, Tradition und Hoffnung, die ihre Eindeutigkeit verliert, die aus den Fugen gerät, in der sich das Einheimische mit dem Fremden zu vermischen droht, geht's um die Wurst! Vordergründig um die Blutwurst Hausmacherart, um das Überleben einer von Rassismus zerfleischten Metzgerfamilie in dritter Generation. Auch um die Merguez aus Marrakesch, die Wurst der Konkurrenz, des Arabers von gegenüber. Und um sinnentleerten Sex. Die Eindeutigkeit der scherenschnittartigen Welt verwischt. Dummheit, Lust und Sehnsucht entlädt sich nicht nur in der Peepshow. Hoffnung und Träume drohen zu verblassen: durch Schwäche, Verbitterung und Antriebslosigkeit. In dieser grotesken Parabel um ein auf Fleischlichkeit reduziertes Soziotop bringt der Transvestit Chéribibi das Rad im schicksalhaften Dorf ins Rollen. Er schließt den Kreis des fleischlichen Reigens und lockt ins Wagnis.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 21 Zwischen Wurst und Käse Eine Metzgerei in der Halle 7 Es kann nur einen geben. Entweder bleibt der alteingesessene Metzgerladen mit seiner Blutwurst Hausmacher Art, die Teil der Regionalen Kultur, ein Kunstwerk gar, ist, oder der neue arabische Fleischer von gegenüber gewinnt mit seiner Merguez das Rennen um die Kunden. Das könnte Ausgangssituation einer deftigen Farce um Wirtschaft und Fremdenhass sein, doch der belgische Dramatiker Jean-Marie Piemme will außerdem noch die lehrstückhafte Parabel. So erklären sich die zehn Figuren in "Um die Wurst" immer dann, wenn es spannend zu werden droht, ausführlich selbst. Unfreiwillig komisch wirkt das vor allem beim einheimischen Fleischer (Patrick Braun), der als wandelnder Gesinnungsaufsatz seinen Hass auf Juden und Araber umfassend reflektiert, wenn er nicht gerade seinen Lehrling (Matthias Beier) verprügelt oder seinen unstillbaren Trieb an der Gattin (Lale Weisshaar) auf der Wursttheke besänftigt. Mario Andersen wäre bei seiner Inszenierung in Halle 7 mehr Mut zum Rotstift zu wünschen gewesen. Zwar hat er den Stoff mit reichlich kraftvoller und sehr körperlicher Komödiantik aufgeladen, doch tun sich die Schauspieler mit dem Spagat zwischen schriller Groteske und aufklärerischem Essay nicht leicht. Am besten gelingt das Kunststück Alexa Wilzek als Frau des Fleischers von gegenüber, die nach der Flucht vor den Prügeln des Muslim-Metzgers eine Karriere als weinende Peepshow-Queen beginnt.Beba Ebner lässt in ihren kurzen, aber prägnanten Auftritten als Verkäuferin aufblitzen, welcher Witz zwischen den gut gemeinten Gescheitheiten des Texts dennoch aufzuspüren gewesen wäre. Fleischeslust - In der Halle 7 geht's "Um die Wurst" "Zwei Häuser, gleich an Würde und Gebot" - auch so könnte dieses Stück beginnen. Ein bisschen "Romeo und Julia" steckt doch in jedem nachbarschaftlichen Kleinkrieg. Sogar in Jean-Marie Piemmes Metzgerdrama "Um die Wurst", das Mario Andersen jetzt für das Münchner Theater Halle 7 inszeniert hat: Hier stehen sich zwei Backsteinhäuschen gegenüber, in denen wird geliebt, gehasst und das Messer gewetzt. Doch lieber als ein Shakespeare ist der belgische Dramatiker ein Karikaturist; anstelle von verwickelter Tragik liefert er die komische Überzeichnung einer einfach gestrickten Gesellschaft aus Ignoranz und Fremdenhass. Der einheimische oder der ausländische - welcher Schlachter hat die längeren Würste, die schönere Auslage, die dickere Wampe, die drallere Frau, die härteren Schläge, die größeren Vorurteile? Allüberall herrscht unbändige Fleischeslust in diesem Stück und die Inszenierung stopft sie augenzwinkernd aufreizend mit Fettpolstern aus. Doch das Schöne an der Karikatur ist ihre kurzweilige Pointiertheit, und während das witzfixe Ensemble in den beiden viel zu engen Metzgerkabinen sein Groteskestes tut, läuft nebenbei das Stück sich tot. Die Frauen landen früher oder später im Bordell, die Männer im Grab - nur eine eilt mit übervollen Händen davon: die Moral, ausgestattet mit dem Presswurstzeigefinger. "Manchmal wird das Seltsame zum Vertrauten", bekehrt ein Transvestit die Metzgerwitwe am Schluss zur Toleranz. Und das erhoffte Blutwurstmonopol von "Romeo und Julia", der "West Side Story" der Fleischereifachverkäufer versiegt im bisslosen Lehrstück. Sex auf der Theke - Das Klischeestück "Um die Wurst" in der Halle 7 Es ist eine prächtige Kleinbürgerhölle. Der Metzger ist unter den Rassisten der fieseste. Sein Konkurrent aus Marrakesch schlägt seine Frau. Der jüdische Lehrling ist eine unter jedem Rock willkommene Schlange. Alle sind sie geile Schweine. Man vögelt kreuz und quer, im Stehen und auf der Wursttheke. Als den Metzger bei der Fleischbeschau im Sex-Club der Schlag trifft, zieht die Witwe beim Marokkaner ein. Vorurteile muss man sich leisten können. In Jean-Marie Piemmes Stück "Um die Wurst" ringelreihen sich die Klischees, die Regisseur Mario Andersen in der Halle 7 in comichafter Überzeichnung ausstellt. Folko Winters schönes Bühnenbild beherrschen zwei Metzgershäuschen, neben denen eine Tür den Blick ins bordellrot lockende Sexgeschäft öffnet und verschließt. Nur leider ist alles, was hinter den zahlreichen Ausrufezeichen in dem Grusellehrstück über Xenophobie und die Käuflichkeit von Menschen steht, allzu bekannt. So schlittert der Abend trotz spielwitziger Szenen immer wieder von der Groteske in den Schwank. Ganz ohne Hoffnung mag der belgische Autor die Zuschauer nicht lassen. Doch der Traum von einem anderen Leben ist Zuckerschaum. "Lass dir Flügel wachsen", rät eine Sexarbeiterin. Ein Transvestit greift in eine Bonbontüte mit süßen Lebensweisheiten. Am Ende nimmt er die Metzgerin an der Hand und führt sie fort. Statt in die große Freiheit aber brechen sie nur in den Fantasiapark konventioneller Selbstverwirklichungsfabeln auf. Fleisch und Lust - Halle 7: Mario Andersen inszenierte "Um die Wurst" Die Idee ist witzig: ein Stück, das um "das Geheimnis der Blutwurst" kreist. Hausmacherart natürlich, eine "regionale Kunst", so wie es die Konkurrenz im Laden gegenüber nie hinkriegen wird. In Jean-Marie Piemmes "Um die Wurst" geht es um die älteste Spezialität der Welt im Besonderen und die Fleischeslust im Allgemeinen. Mario Andersen inszenierte in "Halle 7". Doch der belgische Autor bediente sich bei Brechts Lehrtheater und setzt dem Publikum geschwätzig eine zeigefingernde Parabel über Fremdenhass vor, dazu Weisheiten nach dem Motto "Lebe dein Leben", das die Metzgersgattin in die Arme eines Transvestiten treibt. Zur thematischen Überfülle kommt eine Sprache zwischen krudem Realismus und poetischen Aufschwüngen. Auch die Regie bekam die Story zweier rivalisierender Fleischer, ihrer Frauen und verführerischen Angestellten trotz ein paar komödiantisch starker Momente nicht recht in den Griff. Zwar punktet der Abend mit zwei Zauberhäuschen auf der Bühne (Folko Winter), die sich in wurstbeladene Läden verwandeln; und auch die Schauspieler, die wie Puppen mit ausgestellter Gestik in einem Kunstton agieren, haben Unterhaltungswert - doch Andersen riss das Ganze nur ansatzweise zur Farce mit einzelnen grotesken Momenten hoch.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 22 "CRASH" 4. festival für neue dramatik premiere am samstag, 15.juli 2006 im theater halle 7, München Auszug aus dem Opernlibretto "Crushrooms" von Albert Ostermaier Schauspielerin: Lale Weisshaar, Regie: Dieter Nelle, Bühnenbild: Folko Winter, Kostüm: Kerstin Junge, Soundcollage: Dieter Nelle "CRASH" 4th festival for new dramatic art premiere on saturday, july the 15th 2006 in the theater "halle 7", Munich an abridgement from the Opera libretto "Crushrooms" by Albert Ostermaier actor: Lale Weisshaar, stage direction: Dieter Nelle, stage design: Folko Winter, costume design: Kerstin Junge, Soundcollage: Dieter Nelle
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 24 "hänsel und gretel" - entstehung: hänsel und gretel ist eine spätromantische oper in drei akten, die in den frühen 1890er Jahren entstand. humperdincks schwester adelheid wette plante das märchenspiel nach dem märchen hänsel und gretel aus den kinder- und hausmärchen der brüder grimm als häusliche theateraufführung. sie bat ihren bruder lediglich um die vertonung einiger verse. als diese im familienkreis großen anklang fanden, beschlossen wette und humperdinck, ein singspiel daraus zu machen. schließlich wurde humperdincks begeisterung so groß, dass er eine abendfüllende oper komponierte. die werkbezeichnung der autoren lautet märchenspiel in drei bildern. die oper wurde am 23. dezember 1893 in weimar unter richard strauss als dirigent das erste mal aufgeführt. die oper, die eine spieldauer von etwa zwei stunden hat, gehört heute zum häufig gespielten repertoire von opernhäuser. musik hänsel und gretel ist eine durchkomponierte oper in der nachfolge richard wagners, die jedoch in großem maße volksliedhafte musik teilweise in in sich geschlossenen formen einbringt. Das motivische material ist äußerst ökonomisch gestaltet, ohne streng leitmotivisch im sinne wagners eingesetzt zu werden. viele der themen in hänsel und gretel werden oft für zitate von volksliedern gehalten, doch hat humperdinck tatsächlich nur drei volkslieder zitiert: suse, liebe suse, was raschelt im stroh?, Ein männlein steht im walde und schwesterlein, hüt' dich fein!. viele der weiteren melodien aus der oper (z.b. brüderchen, komm tanz mit mir ... oder der so genannte abendsegen) sind aber später zu volksliedern geworden. rezeptionsgeschichte hänsel und gretel war und ist eine der populärsten opern im repertoire, zudem die einzige, die als ausgesprochene kinderoper gilt. neben rein unterhaltenden aufführungen gab es auch immer wieder deutungen im sinne psychologischer märcheninterpretation. dabei wird zuweilen die partie der hexe von der gleichen sängerin wie die der mutter gesungen. in der spielzeit 2004/05 kam es am theater erfurt zu zwei unterschiedlichen inszenierungen: eine "herkömmliche" Inszenierung als kinderproduktion und eine zweite des regisseurs giancarlo del monaco "nur für erwachsene", die die oper als geschichte über kindesmissbrauch erzählt.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 25 SYNOPSIS: Erstes Bild (Daheim), Hänsel und Gretel sind allein in der ärmlichen Hütte ihrer Eltern; der Junge bindet Besen für den Vater, während seine Schwester Strümpfe strickt. Um den vom Hunger geplagten Bruder auf andere Gedanken zu bringen, zeigt Gretel ihm ein Tanzspiel, bei dem die nach Hause zurückkehrende Mutter sie überrascht. Verärgert über ihre arbeits-unlustigen Kinder jagt sie hinter ihnen her und stößt dabei einen Topf mit Milch um. Nun ist nichts mehr zum Abendessen im Haus, und die Mutter schickt Hänsel und Gretel in verzweifeltem Zorn in den Wald, wo sie Erdbeeren sammeln sollen; dann sinkt sie erschöpft in Schlaf. Der angeheiterte Besenbinder kommt zurück und weckt seine Frau auf; er hat in der Stadt viel Geld verdient und einen Sack Lebensmittel mitgebracht. Als er erfährt, daß die Mutter ihre Kinder in den Wald am Ilsenstein geschickt hat, ist er entsetzt: Dort haust die böse Knusperhexe, die Kinder in ihr Lebkuchenhaus lockt, sie in einem Zauberofen in Kuchen verwandelt und dann verzehrt. Die Eltern eilen in den Wald, um Hänsel und Gretel zu suchen. Zweites Bild (Im Walde), Im Wald haben die Kinder ihre Körbe mit Erdbeeren gefüllt, die sie aber alle selbst aufessen. Bei einbrechender Dämmerung können sie den Heimweg nicht mehr finden. Sie fürchten sich in der wachsenden Dunkelheit vor den seltsamen Geräuschen und Gestalten im Wald, da erscheint der Sandmann und streut ihnen seine Schlafkörner in die Augen. Hänsel und Gretel legen sich auf dem Moos unter einem Baum nieder, sprechen ihr Abendgebet und schlafen ein. In der Nacht steigen vierzehn Engel vom Himmel, so wie die Kinder es in ihrem Gebet beschrieben haben, und beschützen sie. Drittes Bild (Das Knusperhäuschen), Am Morgen weckt das Taumännchen alle Schläfer des Waldes. Als die Kinder sich umschauen, entdecken sie das ganz aus Kuchen gebaute Knusperhaus der Hexe, umgeben von einem Zaun von Lebkuchenmännern. Hänsel bricht ein Stück vom Haus ab und lockt dadurch die Hexe heraus, die sich zunächst freundlich stellt; als aber die Kinder fortlaufen wollen, bannt sie die beiden mit einem Zauberspruch am Boden fest. Hänsel wird in einen Käfig gesperrt und mit Süßigkeiten gemästet, dann löst die Hexe Gretel aus dem Bann, damit sie ihr bei der Arbeit helfen kann, und zündet den Zauberofen an, in dem sie die Kinder zu Kuchen backen will. Das Mädchen hat sich den Zauberspruch gemerkt und befreit heimlich ihren Bruder. Als die Hexe Gretel auffordert, nach dem Feuer zu sehen, stellt diese sich dumm; die Hexe zeigt ihr, wie man durch die Ofentür schaut und wird von den Kindern hineingestoßen. Während die Geschwister sich jubelnd über das Knusperhäuschen hermachen, explodiert plötzlich der Ofen, und die Lebkuchenmänner verwandeln sich in Kinder, die durch den Tod der Hexe entzaubert worden sind. Da erscheinen der Besenbinder und die Mutter und schließen Hänsel und Gretel in ihre Arme. Alle danken dem Himmel für die Vernichtung der Hexe, die inzwischen in einen riesigen Kuchen verwandelt wurde. entwurf erstes bild: das elternhaus befindet sich links der bühne. das haus ist in verschiedenen rot-tönen gehalten und quadratisch. hinter dem haus ist ein raumhoher, heller hänger, der in verschiedenen farben ausgeleuchtet werden kann. das haus besteht aus zwei zusammenschiebbaren elementen. einmal boden (leicht schräg) und rückwand und einmal seitenteile (schräg nach außen) und decke (schräg nach oben). in der anfangsposition ist die rückwand von einem roten tuch verdeckt, das sich nach oben an die decke zieht, wenn man die beiden teile zusammenschiebt. in der stube befinden sich leicht stilisiert ein herd und ein tisch mit hockern.der ofen ist in der linken ecke und halbrund. er ist oben offen und kann von innen beleuchtet werden.der tisch ist klappbar und wird ausgeklappt, wenn die zwei stubenteile zusammengeschoben werden an den wänden links und rechts befinden sich jeweils zwei streifenlichter. dies könnten mit milchglas kaschierte leuchtstoffröhren sein. die decke ist mit einem großen ausschnitt versehen, so daß der rote deckenstoff von oben ausgeleuchtet werden kann. concept first act: The parents' house is placed to the left of the stage. The square house is colored in several hues of red. Hung behind the house is a very high and bright back drop, which can be lit in different colors. The house consists of two mechanially linked elements, the first consisting of the base and back wall, the second of the ceilling and side walls. In the first position the back plane is masked by a red drapery, which is automatically pulled to the ceiling when the two parts are moved into the final position. In the inside are a stylized oven and a table with two stools. The semicircular oven is in the left hand corner. It is open on the top and he can be lit from the inside.The table is hinged and is folded out when the two elements of the house are pushed together. On the right and the left walls are each two stripes of light clad with frosted glass. The ceiling contains a large cut-out, in order for the red drapery at the ceiling to be illuminated from above.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 26 SYNOPSIS: Act I: Hänsel and Gretel, a broom-maker's children, are hard at work. In hopes of cheering up her moody and hungry brother, Gretel tells him a secret: a neighbor has brought them a pot of milk, and they will be having sweet rice pudding for supper. In their joy, they don't notice that their mother has come home. Angry that the children are dancing around the room instead of getting their work done, she comes after them with a stick. In the course of this, she bumps into the table and knocks over the milk. Now they can forget the nice supper, and the two children are sent off into the woods to get some berries to replace their meal. Shortly thereafter, their father comes back from town, overjoyed and a little drunk. His brooms have sold well, and he has brought some tasty treats for dinner. His joy evaporates, however, when he hears that his children are out in the woods alone. The parents go off looking for Hänsel and Gretel. Act II: Gretel sits under a tree binding some flowers into a wreath. Hänsel comes over with a basket full of freshly picked strawberries. The cuckoo calls. Engrossed in frolicking and nibbling, the children forget that they were supposed to bring home some food for supper. Night falls. Hänsel has lost his way, and the children start getting frightened. They lay down on a mossy hill: the Sandman comes and puts them to sleep. Angels climb down a golden staircase and watch over them. Act III: The Dew Fairy arrives in the morning and awakens the children. While they tell one another their dreams, the mists suddenly divide - and they see a gingerbread house in front of them. Covered with icing and magnificent gingerbread, it tempts Hänsel and Gretel to come closer; even a menacing voice asking questions doesn't bother the hungry children. Then the Witch comes sneaking up, catching Hänsel in a trap. She locks him in a cage because he has to be fattened up so he can later become a tasty roast. The Witch heats up the oven and rides around gleefully on her broom. First it is Gretel's turn, but she tricks the Witch. When the Witch tells her to crawl into the oven to check on the gingerbread, she tells her she must first show her how to do it. As soon as she sticks her head into the oven, Hänsel and Gretel pounce on her, push the Witch into the oven and lock the door. This sends the roof of the oven flying into the air, and the gingerbread figures are changed back into boys and girls. In their place, the Witch now appears baked into a huge gingerbread cake. A heavenly court has condemned her to fall victim to her own sorcery. entwurf zweites bild: der baum steht zentral im raum.er besteht aus in sich gedrehten stoffen und ist an der decke befestigt.er kann von oben beleuchtet und bewegt werden. die baumszenen sind im ganzen eher in blau- und weiß-tönen gehalten.der baum an sich ist ähnlich einem sich nach oben öffnenden dreieck. entwurf drittes bild: das hexenhaus befindet sich rechts der bühne.es ist in grün-tönen bemalt und schuppig wie eine art drachenpanzer. es ist halbrund und läuft nach oben hin spitz zu (hexenhut). nach außen hin ist es außer zwei klappen in der dachluke geschlossen. das hexenhaus ist wie der baum in einer dreicksform, diesmal aber mit der basis unten. deshalb wirkt es geerdet und naturhaft. links des hauses ist der käfig. er besteht aus gebündelten lichtstrahlen die sich in nebel brechen oder aus beleuchteten plexiglasröhren. ob käfig und ofen raumhoch sein sollen ist noch nicht klar. hinter dem haus ist ein raumhoher heller stoffhänger. der stoff kann beliebig beleuchtet und bewegt werden und hat eine leicht strukturierte oberfläche. links des käfigs und rechts des hexenhäuschens befinden sich leicht erhöhte podeste, deren deckplatten mit löchern versehen sind.durch diese löcher stehen am ende des dritten akts die lebkuchenkinder auf, erst mit tüchern bedeckt, dann die tücher fallen lassend. der ofen befindet sich leicht rechts dem häuschen vorgestellt. wie auch beim käfig ist noch nicht klar, ober er bis zur decke reichen soll. der ofen hat eine kleine klappe in grüner farbe und besteht sonst aus stoff. so kann er von innen beleuchtet werden und am ende des aktes in sich zusammenfallen. concept second act: The tree is the central point of the location. He consists out of twirled drapery an is fixed in the grid. He can be lighted from above and is maneuverable. The scenes with the tree are rather held in blue and white tones. The tree itself is similar to an gradually upward widening triangle. concept third act: The witch's house is placed right of the stage. It's painted in green tones and it's scaly like dragon scales. The house is half-round and the roof tapers off like a witches hat.The exterior is closed except for two clacks in the roof. As well as the tree the witch's house has a trangled shape. On the left side of the house is a cage. The prison bars are from bunched light, which is refracting in the fog. Behind the house is a very high, bright back drop. The drop can be illuminated in any colors and he can be moved. He has a lightly structured surface. Left of the cage and right of the witch's house are placed lightly hightened platforms. Their copings are provided with loops. At the end of the third act the gingerbread figures stand up through these holes. They are covered first with textiles, then they drop the cloths. The oven stands at the right side in front of the house. He has a small clack and is made from drapery. This effects that he can be illuminated from the inside and he can collapse at the end of this act.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 28 "atome" - das projekt: der kurzspielfilm "atome" (super 16, länge ca. 60 min.) ist der diplomfilm von till steinmetz (regie, kunsthochschule für medien, köln) und thilo schmidt (kamera, fachhochschule dortmund, studiengang film/fernsehen). gedreht wurde im "haus der offiziere" in berlin/wünsdorf. die idee: was ist die apokalypse, wie sieht sie aus? neben der vorherrschenden idee, dass die apokalypse sich als verheerendes naturereignis manifestieren wird und von einem zum anderen moment über uns hereinbricht, gibt es auch stimmen, die von einem schleichenden prozess sprechen, der möglicherweise schon begonnen hat. könnte die apokalypse nicht auch bedeuten, dass die menschheit zunehmend an menschlichkeit verliert und damit genau das verloren geht, was die menschen ausmacht? gerade im sozialen miteinander findet kein fortschritt, sondern ein rückschritt statt: einsamkeit, perspektivlosigkeit, psychosen sind die auswirkungen dieser entwicklung, und nichts scheint sich diesem prozess entgegenzustellen. momente des glücks sind für viele menschen gleichbedeutend mit momenten des konsums. der film soll eine gesellschaftliche situation skizzieren, die der unseren ähnelt. mit dem unterschied, dass alle eine große naturkatastrophe erwarten (der film spielt zu einem zeitpunkt der ca.1,5 Jahre nach der ersten meldung vom baldigen ende der welt liegt). wie sich diese naturkatastrophe manifestieren wird, ist nicht gegenstand der betrachtung. die erwartete katastrophe steht jedoch permanent als bedrohung im raum. was wären momente des persönlichen glücks, wenn man - zumindest im film - eine situation schafft, in denen der menschheit ihre surrogate entzogen sind? in der es keine unterhaltungsindustrie gibt, keine partys, kein konsum? die figuren in "atome" sind damit konfrontiert, sich ihren persönlichen vorstellungen von glück zu stellen, denn ihnen bleibt nicht mehr viel zeit.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 29 synopsis: als das ende der welt angekündigt wurde, zweifelte niemand an dem wahrheitsgehalt der meldung. nach anfänglichen exzessen und ausschreitungen hat sich die gesellschaft wieder zu einer instabilen masse zusammengetan, in der keiner dem anderen traut und man trotzdem gemeinsam auf den untergang wartet. eine auswegslose situation, in der die menschen immer wieder durchdrehen und jeder versucht, einen weg zu finden, mit dieser situation klarzukommen. hanna ist eine außenseiterin, die niemandem vertraut. schon vor der nachricht der drohenden apokalypse stand sie den menschen zweifelnd gegenüber, aber besonders die letzten monate haben ihre vorurteile bestätigt. sie befindet sich seitdem in einem schwebezustand. welchen sinn macht es jetzt noch, etwas wichtiges zu beginnen, sich auf andere menschen einzulassen oder sich konflikten zu stellen, wenn morgen die welt untergeht? synopsis: When the end of the world is announced, nobody doubts that this prediction is true. After initial excesses and chaos, the community rejoins to an instable mass again. No one trusts one another but together they await the apocalypse. This is a desperate situation, in which people panic over and over again and everyone tries to find a way to deal with this situation.Hanna is an outsider, who trusts no one. Having doubted the integrity of humanity before the news of the impending apocalypse, the past months have confirmed her doubts. She is now caught in a state of inertia. What is the sense of starting something important, getting involved with people or facing conflicts if the world goes down tomorrow?
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portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 34 die idee zum projekt "chess - ein musical geht auf reisen" war es, ein "klassisches" musical an einer ungewöhnlichen und an örtlich nicht festgelegter stelle stattfinden zu lassen. das von den komponisten björn ulvaeus und benny andersson 1984 veröffentlichte musical "chess" sollte nach meinen vorstellungen in einem zelt aufgeführt werden und den eindruck eines riesigen varieté-theaters machen, das bühne, musik, licht, akrobatik, kostüm und theater in spannender atmosphäre zusammenspielen lässt. szenisch war es aufgrund der besonderen technischen gegebenheiten eines zeltes notwendig, einen festen bühnenaufbau zu entwickeln, der zwar im gesamten während der vorstellung nicht mehr verändert werden muss, sich aber durch kleinere änderungen in bühne, requisite, licht, projektionen und prospekten ständig wandelt und ändert und so jeden beliebigen ort (wie merano, bangkok, arena, hotel-appartment, restaurant, etc.) impliziert. In der bühne fällt sofort das übermässig grosse, vertikal gestellte schachbrett ins auge. dieses wird besonders während der weltmeisterschaftsszene von personen bevölkert, die entsprechend den zügen der weltmeister laufen und sich so zu figuren in einem höheren spiel des weltmächte machen. das zweite dominierende element sind die türme, die der spielfläche eine dritte dimension geben und an die zwillingstürme von meran erinnern. Concept: The basic idea for the project "chess - a travelling musical" was to perform a "classical" musical in an unusual location. My idea was to perform the musical "chess", composed and published in 1984 by bjoern ulvaeus and benny andersson, in a marquee and to give the impression of a gigantic variety theater. staging, design, music, lighting, acrobatics, costumes and acting join in a in a thrilling atmosphere. Due to the special technical aspects of a marquee it was necessary to develop a fixed stage construction, with the possibility of creating surprises with continuous smaller modifications of sets, props, lighting, projections and curtains throughout the whole performance which take the audiences to different places (like merano, bangkok, arena, hotel apartment, restaurant, etc). The stage set of an exaggerated large, vertical chessboard is immediately recognisable for everybody. During the scenes of the chess world championship it is particularly filled with figures, that change positions according to the moves of the champions. They thus represent figures in the political match of the world powers. The second dominating element are the towers which give a third dimensional effect to the stage and which can be associated with the twin towers of meran.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 35 erster akt: Die Schachweltmeisterschaft steht kurz vor ihrem Beginn in Merano, einer tiroler Stadt in Norditalien. Der Champion (der Amerikaner, in den Mittdreißigern) verteidigt seinen Titel gegen einen neuen Herausforderer (der Russe, Anfang der Vierziger). Die Einwohner von Merano sind im großen und ganzen überaus begeistert von dem großen Ereignis, das in ihrer kleinen Gemeinde stattfindet. Der Amerikaner ist begeistert über die potentiellen finanziellen Belohnungen für die Partie und über seine eigene Geschicklichkeit, das, was bisher nur ein Minderheitensport war, in die Schlagzeilen und zur Aufmerksamkeit der Weltmedien zu bringen. Der Amerikaner gibt in seinem Hotel eine Pressekonferenz, auf der er sich launenhaft und aggressiv benimmt und seinen Gegner, jeden anderen Sowjetbürger und die Presse mit gleichem Nachdruck anprangert. Der Russe und sein für den KGB arbeitender Sekundant, Molokov, schauen sich seine "Vorstellung" in ihrem Hotel im Fernsehen an. Molokov ist geneigt, den Amerikaner als einen Verrückten abzutun. Der Russe räumt ein, daß sein Gegner exzentrisch ist, erkennt jedoch, daß das unverschämte Gehabe des Amerikaners genau berechnet ist. Der Russe erinnert sich an seinen eigenen Aufstieg zur Spitze. Die Eröffnungszeremonie ist ein überaus farbiges Ereignis. In Merano bemüht sich jeder, das Ereignis zu einem vollen Erfolg zu machen. Der Schiedsrichter der Partie weist genußvoll darauf hin, daß seine Entscheidung während der Spielserie endgültig sein würde, während sich Händler, die Presse, Politiker, Geschäftsleute und Diplomaten sämtlich bemühen, soviel sie können von der sich bis zur Fieberhaftigkeit steigernden Aufregung um den Wettkampf mitzubekommen. Der Amerikaner verläßt den Schauplatz in aufsehenerregender und beleidigender Weise während der langatmigen Rekapitulation der Spielregeln unmittelbar nach der Eröffnungszeremonie. Niemand ist beleidigter als seine eigene Sekundantin, Florence Vassy, die zurückbleiben muß, um gegenüber einem spöttelnden und großspurig protestierenden Molokov das unentschuldbare Benehmen ihres Spielers zu rechtfertigen. Während dieses Austausches begegnet sie dem russischen Spieler zum ersten Male. Der Russe zeigt Verständnis für ihre Situation. Der Schiedsrichter fährt fort, über die Spielregeln zu schwafeln. Florence konfrontiert den Amerikaner in ihrem Hotel und sagt ihm, daß sie es nicht mehr tolerieren kann, wie er sie behandelt. Wir erfahren, daß sie in Ungarn geboren wurde, das Land im Alter von nur zwei Jahren mit ihrer Mutter im Jahre 1956 während des Volksaufstandes verließ und jetzt eine eingebürgerte britische Staatsbürgerin ist. Sie hat niemals herausgefunden, was mit ihrem Vater geschah, der "verschwand", als der ungarische Widerstand niedergeschlagen wurde. Sie ist entschlossen, seinen Verbleib herauszufinden. Sie arbeitet seit sieben Jahren für den Amerikaner, seit sie ihm während eines Schachturniers in England begegnete. Wir vermuten, daß die beiden ein Mutter-Kind-Verhältnis haben, obwohl beide etwa gleich alt sind. Ihr Streit bestärkt sie in dem Glauben, daß die einzige Person, auf die sie sich wirklich verlassen kann, sie selbst ist. Die erste Partie beginnt in einer Atmosphäre gegenseitiger Abscheu, die über dem Vorgang hängt, während die beiden Spieler ihre ersten Züge machen. Die Spannung baut sich genauso intensiv auf dem Schachbrett, wie auch wenn sich die Spieler nicht gegenübersitzen auf, wobei beide Männer hinterlistige Taktiken anwenden, um den anderen abzulenken oder in Rage zu bringen. Plötzlich ein dramatischer Zwischenfall, als die beiden Spieler das Schachbrett in die Luft schleudern. Sie verlassen den Raum, nachdem sie sich beinahe geprügelt hätten. Bestürzung wo man hinblickt! Florence und Molokov haben eine inoffizielle Zusammenkunft, um den Zusammenbruch der Partie zu erörtern, die niemand wirklich aufgeben will. Nach einem feurigen Austausch von Beleidigungen ergreift Florence die Initiative und sagt Molokov, wo und wann er seinen Spieler zu einem geheimen, inoffiziellen Zusammentreffen zwischen den beiden Wettkämpfern hinbringen soll, damit die Partie wieder aufgenommen werden kann, ohne daß eine der beiden Parteien Gesicht verliert. Molokov versucht, Florence an einem Punkt aus der Fassung zu bringen, indem er andeutet, daß er etwas über ungarische Geschichte kennt, über die sie vielleicht etwas hören möchte. In einem Privatzimmer in einem Restaurant, etwa den halben Merano-Berg hinauf, treffen Florence und der Amerikaner zu der geheimen Zusammenkunft ein. Der Russe verspätet sich, und der Amerikaner verläßt das Restaurant in vorgetäuschter Widerwilligkeit. Fast sofort darauf erscheinen der Russe und ein jüngeres Mitglied seines Unterstützungsteams, um festzustellen, daß niemand außer der Sekundantin seines Gegners auf sie wartet. Während der anschließenden Unterhaltung finden der Russe und Florence schnell Zuneigung zueinander, jedoch wird die fast romantische Stimmung durch die Rückkehr des Amerikaners unsanft unterbrochen. Der Amerikaner und der Russe streiten, tauschen Beleidigungen und Witze aus, stimmen jedoch größtenteils dank des Feingefühls von Florence zu, eine Presseerklärung abzugeben, in der sie beide die Schuld an der Unterbrechung zugeben und sich zur Wiederaufnahme der Partie bereiterklären. Einige Tage später erörtern der Amerikaner und Florence den Fortschritt der Partie. Für den Amerikaner sieht es nicht so gut aus, und er ist unangenehm erregt. Der Endzweck ist fast völlig verloren. Er gibt Florence die Schuld an seinem Versagen, und während sie sich Beleidigungen an den Kopf schleudern sagt sie ihm, daß sie ihn nach der Partie verlassen wird, selbst wenn er diese noch durch irgendein Wunder gewinnen sollte. Der Amerikaner ist verzweifelt und bekommt abwechselnd Wutanfälle, und bittet sie, zu bleiben. Seine Paranoia über die roten Oberflächen - er ist überzeugt, daß die Russen sowohl mit seinem Formverlust wie auch mit der Tatsache, daß Florence ihn verlassen will, etwas zu tun haben. Das Ende ihres Streits ist eine "unwürdige Beendigung" ihres Verhältnisses. Selbst nachdem Florence ihn verlassen hat, fährt der Amerikaner fort, seine Handlungen sich selbst gegenüber zu rechtfertigen. Auf einer nicht identifizierten westlichen Botschaft ersucht der Russe, der neu gekrönte Schachweltmeister, einige Tage später um politisches Asyl, obgleich er Schwierigkeiten hat, die sofortige Unterstützung und das Interesse der Verwaltungsbeamten zu gewinnen. Schließlich erhält er die Papiere und die Freiheit, die er haben will. In der Gewißheit, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, ist er sich ebenfalls dessen bewußt, was er nie wird verlassen können. First Scene: The World Chess Championship is about to take place in Merano, a Tirolean town in northern Italy. The champion (The American, in his mid-thirties) is defending his title against a new challenger (The Russian, in his early forties). The people of Merano are by and large very enthusiastic about the great event that is taking place in their small community. The American is enthusiastic about the potential financial rewards of the match and about his own skill at bringing what has hitherto been a minority interest sport to the frenzied attention of the world media. The American gives a press conference at his hotel at which he behaves petulantly and aggressively, denouncing his opponent, every other Soviet and the press with equal vigour. His performance is watched on television by the Russian and his KGB-employed second, Molokov, in their hotel. Molokov is inclined to dismiss the American as a nut. The Russian concedes that his opponent is eccentric but realises that every outrageous move made by the American is a calculated one. The Russian reflects upon his own rise to the top. The Opening Ceremony is a hugely colourful event. Merano has.pulled out all the stops. The Arbiter of the match points out with great gusto that his word is final during the series of games while Merchandisers, Press, Politicians, Businessmen and Diplomats all struggle to get everything they can from the excitement building up to fever pitch around the contest. The American stages an effective and insulting walkout during the Arbiter's lengthy recap of the match regulations immediately after the Opening Ceremony. None are more insulted than his own second, Florence Vassy, who is left to defend her player's indefensible behaviour to a sneering and pompously protesting Molokov. During this exchange she meets the Russian player for the first time. The Russian shows some sympathy for her situation. The Arbiter continues to prattle on about the rules. Florence confronts the American back at their hotel, telling him that she cannot tolerate his treatment of her much longer. We learn that she was born in Hungary, left that country when only two with her mother in 1956 during the uprising, and is now a naturalised British citizen. She has never discovered what hapened to her father who 'disappeared' when the Hungarian uprising was crushed. She is determined to find out. She has worked for the American for seven years, since meeting him during a chess tournament in England. We suspect their relationship is almost like that of a mother and child, although both are around the same age. Their argument reinforces her belief that the only person she can ever really rely on is herself. The first game of the contest begins with an atmosphere of mutual loathing hanging over the proceedings as the two players make their first moves. Tension builds as much offboard as on with both men resorting to underhand tactics to distract or enrage the other. Suddenly, high drama as the two players fling the board up into the air. They walk out after coming near to blows. Consternation everywhere. Florence and Molokov have an unofficial meeting to discuss the collapse of the match, which no one really wants to abandon. After some spirited insult-trading, Florence takes the initiative and tells Molokov where and when he is to deliver his player for a secret, off the record, meeting between the two contestants, in order that the match can resume without either party losing face. Molokov attempts to rattle Florence at one stage by implying that he knows some Hungarian history she might like to learn about. In a private room in a restaurant halfway up a Merano mountain, Florence and the American arrive for the secret meeting. The Russian is late and the American leaves the restaurant in mock disgust. Almost at once the Russian and a junior member of his backup team arrive to find no opponent waiting for them, only his opponent's second. During the conversation that follows, the Russian and Florence are quickly attracted to each other, the almost romantic mood rudely interrupted when the American returns. The American and the Russian argue, trade insults and jokes but thanks largely to Florence's delicate touch, they both agree on a press statement sharing blame for the breakdown and to resume playing. Some days later, the American and Florence are discussing the progress of the match. Things are going badly for the American who is unpleasantly agitated. The cause is all but totally lost. He blames Florence for his failure and as they hurl abuse at each other, she tells him she is going to leave him after the match, even if by some miracle he won it. The American is devastated and alternates between fury and pleading with her to stay. His paranoia about the Reds surfaces - he is convinced that the Soviets have something to do with both his loss of form and Florence's desertion. The conclusion of their argument is a "squalid little ending" to their relationship. Even after Florence has left, the American continues to justify his actions to himself. At an unidentified Western embassy some days later, the Russian, the newly-crowned world chess champion, asks for political asylum, although he has problems winning the instant support and interest of the civil servants in the embassy. Eventually he gets the forms and freedom he wants. Certain he has made the right decision, he is equally certain of what he will never be able to leave.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 36 zweiter akt: Zwei Jahre sind vergangen. Der Russe soll seinen Titel gegen einen neuen Herausforderer aus der Sowjetunion in Bangkok, Thailand, verteidigen. Der Amerikaner und einige Ortsansässige erörtern den ungewöhnlichen Austragungsort für die Meisterschaft. Florence und der Russe, die seit seinem Übertritt ein Liebespaar sind, befinden sich im Oriental Hotel, Bangkok. Sie erörtern seinen neuen Gegner und wundern sich, weshalb der Amerikaner in der Stadt ist, da er seit seiner Niederlage in Merano kein ernsthaftes Schach mehr gespielt hat. Sie reden ebenfalls über die Ablehnung der sowjetischen Behörden, seine Frau aus Rußland ausreisen zu lassen. Der Russe geht weg, um mit seinem Sekundanten Taktiken zu besprechen; Florence, allein, sinnt über ihre gemeinsame Zukunft nach. Molokov und sein Team sind voller Zuversicht, diesmal einen Spieler zu haben, der vollkommen vertrauenswürdig ist, und auf den sie sich verlassen können, daß er (a) gewinnt und (b) in Rußland bleibt. Ihr neuer Champion ist ein ziemlich seltsamer Introvertierter, der anscheinend nur dann mit Volldampf funktionieren kann, wenn er über Schach redet und Schach spielt. Der Russe wird im thailändischen Fernsehen interviewt. Zu seinem Erstaunen stellt er fest, daß der Interviewer der Amerikaner ist, der daran geht, ihn über sein persönliches Leben, über Florence und über seine politischen Ansichten -niemals über Schach- auszufragen. Der Amerikaner erzählt ihm schließlich (während der Direktsendung), daß Vorkehrungen getroffen worden sind, um seine Frau rechtzeitig für die Partie nach Bangkok einzufliegen. Der Russe stürmt voller Wut aus dem Fernsehstudio. Der Russe und Florence sehen im Fernsehen, wie seine Frau (Svetlana) in Bangkok ankommt. Das Ereignis bringt die Spannung zwischen ihnen zu einem Höhepunkt. Der Russe sagt, er muß Florence für die Dauer des Wettkampfes verlassen. Florence wird allein gelassen, wobei das Fernsehen immer noch das Bild von Svetlana zeigt. Sie denkt daran zurück, wie gut sie den Liebhaber kennt, der sie gerade verlassen hat. Svetlana erinnert sich, wie gut sie ihren Ehemann kennt. Der Amerikaner dringt mit Gewalt in die Quartiere des Russen ein, um ihm ein Geschäft anzubieten. Trotz der persönlichen Drücke, die bereits schwer auf dem Russen lasten, hat er die Partie in großem Stil begonnen und die ersten beiden Spiele gewonnen. Der Amerikaner sagt jetzt, daß - falls seine Gewinnsträhne plötzlich zu einem Ende kommen sollte - Florence nicht die Informationen übermittelt werden, die er vorgeblich von den Russen über ihren Vater erhalten hat. Diese Informationen sind überaus unangenehm und enthüllen, daß ihr Vater ein Verräter an seinem Volk - und nicht ein Held - gewesen war, der für unzählige Tote verantwortlich zeichnete. Der Russe weiß nicht, ob er ihm glauben soll oder nicht und wirft ihn raus. Der Amerikaner wendet sich dann an Florence und schlägt vor, daß sie zu ihm zurückkehren sollte, und daß sie dann erneut nicht nur das größte Schach-Team sein würden, das die Welt je gesehen hat, sondern daß er auch in der Lage sein würde, ihr Neuigkeiten bekanntzugeben (er sagt nicht, ob sie gut oder schlecht sind), die sie stets über ihre Vergangenheit erfahren wollte. Seine eigene Frustration und die Ablehnung durch Florence bewirken, daß der Amerikaner einen Anfall von Selbstmitleid und Wut bekommt. Das Entscheidungsspiel in der Partie beginnt. Erinnerungen an ehemalige Meister werden wachgerufen. Molokov und der Amerikaner haben eine Unterhaltung, aus der sich ergibt, daß sie - obwohl aus sehr verschiedenen Gründen - gegen den Russen verbündet waren. Florence, die sich die Partie anschaut, sieht in seiner Besessenheit, zu siegen, seine Unfähigkeit, sie gern zu haben, obgleich sie nicht weiß, daß ihr Liebhaber unter Druck gesetzt worden ist, zu verlieren. Der Russe spielt - jedem zum Trotz - wie ein Traum und zerstört seinen Gegner. Er ist amüsiert und erfreut über die Tatsache, daß seine verschiedenen Feinde seinen Siegeswillen derart verkannt haben. Er mag zwar in seinen Bemühungen, sei Privatleben in Ordnung zu bringen, versagt haben, war jedoch in seinem beruflichen, öffentlichen Leben erfolgreich und weiß jetzt, daß dies der einzige Erfolg ist, den er wirklich haben möchte. Er freut sich riesig über seinen Sieg, fühlt jedoch fast sofort, selbst als die Mengen ihm zujubeln und seine Frau vergeblich versucht, irgendeine Art von Kontakt mit ihm aufzunehmen, eine leere Antiklimax. Er verachtet sich wegen seiner engstirnigen, selbstsüchtigen Ambitionen und Wünsche, die ihn befriedigen. Svetlana fühlt genauso; jede Chance einer Aussöhnung zwischen ihnen ist vertan. Sie gestehen beide ein - sie mit Bitterkeit, er mit Resignation-, daß sie von jetzt ab nur eine echte Verpflichtung haben, nämlich gegen sich selbst. Während es dem Russen zu ersten Mal gelang, seine Karriere vor alles andere zu stellen, war die Änderung für den Amerikaner genau das Gegenteil. Er denkt jetzt kaum an Schach; nur daran, daß seine Ränkespiele seine persönliche Verzweiflung kaum gemildert haben - Florence wird selbst dann nicht zu ihm zurückkehren, wenn ihr Verhältnis mit dem Russen in die Brüche gegangen ist. Er plant seine Rache sowohl an Florence wie auch an dem Russen, während Molokov, der sich um seine eigene Zukunft sorgt, eine passende Behandlung für seinen Protégé vorbereitet. EPILOG: Ist dieses Verhältnis jedoch wirklich in die Brüche gegangen? Florence und der Russe sinnen gleichzeitig, jedoch jeder für sich, über ihre Liebesgeschichte nach, die ihres Erachtens eine sehr glückliche war; das Liebesspiel kann -genauso wie das Schachspiel - in einer nahezu unbegrenzten Anzahl von Variationen gespielt werden. Vielleicht war dies nur eines von vielen Spielen, die in einem Patt enden. Dennoch geben wir auch weiterhin vor, daß Liebesgeschichten wie die unsrigen ein Happy End haben. Während sie Schluß machen, sieht man den Amerikaner, wie er sich Florence nähert. Er hat einige Nachrichten für sie ... Second Scene: One year has passed. The Russian is to defend his title against a new challenger from the Soviet Union in Bangkok, Thailand. The American and some locals discuss the unusual venue for the championship. Florence and the Russian, who have been lovers since his defection, are in the Oriental Hotel, Bangkok. They discuss his new opponent and wonder why the American is in town, as he has played no serious chess since his defeat in Merano. They also talk about the refusal of the Soviet authorities to let his wife out of the U.S.S.R. The Russian leaves to discuss tactics with his seconds; Florence, alone, speculates about their future together. Molokov and his team are confident that this time around they have a player who is totally trustworthy and can be relied upon (a) to win and (b) to stay in Russia. Their new champion is a rather weird introvert who only seems to be able to function at full steam when talking or playing chess. The Russian is interviewed on Thai TV. To his amazement he discovers that his interviewer is the American who proceeds to ask him about his personal life, about Florence and about his politics - never about chess. The American finally tells him (on the air) that arrangements have been made to fly his wife into Bangkok in time for the match. Enraged, the Russian storms out. The Russian and Florence watch his wife (Svetlana) on television arriving in Bangkok. The event brings the tension between them to a climax. The Russian says he must leave Florence for the duration of the competition. Florence is left alone with the TV still showing Svetlana's image. She recalls how well she knows the lover who has just left her. Svetlana recalls how well she knows her husband. The American forces his way into the Russian's quarters to offer him a deal. Despite the personal pressures already weighing heavily on the Russian, he has begun the match in great style, winning the first two games. The American now says that if his winning streak should suddenly come to an end then Florence will not be given information he claims to have received from the Soviets about her father. This information is extremely unpleasant, revealing her father to have been a traitor to his people, not a hero, responsible for a score of deaths. The Russian does not know whether to believe him or not, but throws him out. The American then approaches Florence, suggesting that if she would only return to him, not only would they be once again the greatest chess team ever witnessed, he would also be able to provide her with news (he does not say whether it is good or bad) she has always wanted about her past. She too rejects his offer. His frustration and rejection by Florence cause the American to explode in a fury of self-pity and anger. The deciding game in the match begins. Memories of former champions are evoked. Molokov and the American have a conversation which reveals them to have been in league against the Russian, albeit for very different reasons. Florence, watching the match, although not knowing that her lover has been put under pressure to lose, sees his obsession with victory destroying his ability to care for her. The Russian, defying everyone, plays like a dream and annihilates his opponent. He finds himself amused and delighted by the fact that his various enemies have so misjudged his will to win. He may have failed in his efforts to sort out his private life but he has succeeded in his professional, public life and he now knows that this is the only success he really wants. He rejoices in his victory, but even as the crowds acclaim him and as his wife vainly attempts to make some kind of contact with him, he almost immediately feels a sense of hollow anti-climax. He despises himself for the narrow selfish ambitions and desires that satisfy him. So does Svetlana; any chance of reconciliation between them is gone. They both acknowledge, she with bitterness, he with resignation, that henceforth their "one true obligation" is to themselves. Whereas the Russian, for the first time, has been able to put his career before everything else, the change has gone the other way for the American. He hardly thinks of chess now; only that his machinations have failed to alleviate his personal despair - Florence will not return to him even if her relationship with the Russian has foundered. He plans his revenge on both Florence and the Russian, while Molokov, apprehensive about his own future, prepares suitable treament for his failed protégé. Epilogue: But has that relationship foundered? Florence and the Russian reflect, simultaneously but separately, upon their story that they thought was a very happy one; like the game of chess the game of love can be played in an almost limitless number of variations. Perhaps this was just one of many games that end in stalemate "Yet we go on pretending, stories like ours have happy endings." As they finish, the American is seen approaching Florence. He has some news for her ...
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 42 projekt im ws 99/00 "bühnenbild verdi's otello" - project ws 99/00, "set design - verdi's otello" entwurfsidee: aufgabe dieser projektarbeit war es, ein bühnenbild für bühne, film oder fernsehen zu entwerfen. ich entschied mich, giuseppe verdi's otello für das eine kleinere bühne, das wiesbadener staatstheater zu inszenieren. trotzdem sollte die inszenierung für andere bühnen adaptierbar bleiben. meine idee zu dieser bühne war es ein möglichst klar gehaltenes, einfaches bühnenbild zu entwerfen, das leicht umzusetzen ist und durch ständigen wandel in bühne und licht immer neue räume und umgebungen schafft. in diesem sinn sind besonders die säulen zu erwähnen, die aus dem boden zu wachsen scheinen und dem betrachter immer neue aspekte eröffnet. sie dienen einmal als kai-anlagen, dann als symbol für die türme des kaiserpalastes, dann wiederum als projektionsfläche für die bäume eines gartens oder als gebetsstuhl.ähnlich verhält es sich mit dem raum in der mitte der bühne, der zu einer art zentrum des geschehens wird. auch dieser befindet sich in ständigem wandel. einmal als hoffläche genutzt erwächst er im nächsten augenblick zur taverne, laube oder zur bettstatt. im gegensatz zu dieser klarheit der bühne stehen die realzeitlichen filmsequenzen, die in bestimmten situationen neue aspekte in die bühnenhandlung bringen. Concept: The assignment for this project was to develop a stage for theater, film or television. I decided to create a design for giuseppe verdi's otello for a smaller theater like the wiesbaden state theater. Nevertheless the production should stay adaptable for other stages. My concept for this stage was to design a totally clear and simple stage set that is easy to realize and which creates by the way of continuous alteration of sets and lighting permanent new rooms and places. With this in mind one is to mention particularly the pillars, they seem to grow out of the ground and constantly give new aspects to the audience. Firstly they serve as dock facilities, then as a symbol for the towers of the emperors palace, then they are used to project a range of images, i.e. trees to a confessional.secondly the room in the middle of the stage, which becomes to the focal centre. Like the pillars it is continually changing. firstly it is used as a yard area, in the next moment it transformes to a tavern, an arbor or to a large bed. In contrast to this simple stage set, the use of projected real-temporal film sequences in the background are bringing new aspects and reality to the production.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 43 projekt im ws 99/00 "bühnenbild verdi's otello" - project ws 99/00, "set design - verdi's otello" 1.akt: Otello, Gouverneur des unter venezianischer Herrschaft stehenden Zypern, hat in einer Seeschlacht die feindlichen Türken geschlagen. Ein gewaltiger Sturm tobt. Otellos Flotte kann sich in den Hafen einer zyprischen Stadt retten. Das Volk feiert die siegreichen Soldaten. Nur Jago und Roderigo stimmen nicht in den Jubel ein: Jago, Otellos Fähnrich, weil der Feldherr ihm Cassio bei der Ernennung zum Hauptmann vorgezogen hat; der venezianische Edelmann Roderigo, weil er unglücklich in Othellos Frau Desdemona verliebt ist. Jago sinnt auf Rache an Otello. Während der Siegesfeier macht er Cassio betrunken und stachelt Roderigo zu einem Streit mit dem Hauptmann an. Sein Plan gelingt. Montano, Otellos Vorgänger als Gouverneur von Zypern, versucht, die Streitenden zu trennen. Cassio verwundet ihn. Otello, durch den Lärm in seiner Liebesnacht mit Desdemona gestört, degradiert Cassio. Schließlich bleiben Desdemona und Otello allein zurück und bekennen einander ihre Liebe. first act: Cyprus is under Venetian control. It is night; a violent storm is raging at sea. On the quay, a group of Venetian citizens and soldiers, awaiting the arrival of Othello, anxiously watch as his ship struggles against the storm. The vessel finally comes into port, and the Moor appears briefly to announce that the enemy, the Turkish fleet, has been destroyed. He then goes into his castle as the crowd cheers. Only Jago does not rejoice. Angered because Othello has promoted Cassio over himself as captain, Jago plots revenge. He finds a willing ally in Roderigo, who is in love with Desdemona and still desires her, and induces him to help in getting Cassio drunk. Jago plies the reluctant young officer with wine and succeeds in provoking a quarrel between him and Roderigo. Montano arrives and informs Cassio that he must keep watch on the castle bastion. Now Jago manages to have Cassio pick a quarrel with Montano; swords are drawn, and Montano is wounded. Using the situation for his o wn ends, Jago sends Roderigo off to sound the alarm and arouse the town by spreading rumours of mutiny. The uproar brings Othello to the scene, furious at the brawl and disturbance of which Jago hypocritically disclaims all understanding. Othello is further enraged when Desdemona appears, awakened from her sleep by the tumult. Jago is ordered to restore peace, and Cassio is deprived of his rank. After dismissing everyone, Othello is alone with Desdemona. A soaring love duet ensues, and then, with a last look at the Pleiades and Venus resplendent in the nowclear sky, they go into the castle, clasped in each other's arms. 2.akt: Jago spinnt seine Intrige weiter. Heuchlerisch rät er Cassio, Desdemona um Fürsprache bei Otello zu bitten. Er selbst jedoch schürt in einem Gespräch mit Otello dessen Mißtrauen gegenüber Cassio. Gleich darauf setzt sich Desdemona bei ihrem Mann für Cassio ein. Otello wehrt aufgebracht ab. Mit dem Taschentuch, das er ihr als erstes Liebespfand schenkte, will sie seine Stirn trocknen. Otello wirft es wütend zu Boden. Jagos Frau Emilia hebt es auf. Jago entreißt es ihr.Otello verlangt von Jago Beweise für Desdemonas Untreue. Jago berichtet von vermeintlichen Liebesworten Cassios zu Desdemona, im Traum geäußert, und von ihrem Taschentuch, das er in Cassios Händen gesehen habe. Otello ist nun von Desdemonas Schuld überzeugt. Zusammen mit Jago schwört er Rache. second act: The second act is set in a hall on the ground floor of the castle, with a view of the garden. Jago counsels Cassio, despondent over his loss of rank, to beg Desdemona to intercede for him with her husband. Cassio decides to take the advice and goes into the garden to await her. Jago, his plot well on its way, proclaims his satanic Credo. Desdemona and Emilia come into the garden and talk with Cassio. Othello, entering the hall, is witness to the scene. Subtly, Jago begins to poison Othello's mind; he warns him against jealousy and advises him to await proof before taking action. Shortly Desdemona enters the room and pleads with Othello to pardon Cassio. Othello refuses so violently that his wife asks him if he is ill. He complains of pain in his head, but when she starts to bind his brow with a handkerchief that was his first gift to her, he grabs it and throws it to the ground. Emilia picks it up, but before Desdemona and her lady-in-waiting leave the room Jago succeeds in getting it from his unwilling, suspicious wife. Then he sets about inflaming Othello to a frenzy of jealousy. He tells him that he has heard Cassio talking in his sleep of his love for Desdemona, bemoaning the fate that had given her to the Moor; he also claims to have seen Desdemona's handkerchief in Cassio's hand. Othello becomes frantic with rage and swears "by the marble heaven" implacable revenge. The acts ends with Jago joining him in his oath.
portfolio folko winter - gesammelte projekte - seite 44 projekt im ws 99/00 "bühnenbild verdi's otello" - project ws 99/00, "set design - verdi's otello" 3.akt: Ein Herold verkündet die Ankunft der venezianischen Gesandten. Desdemona bittet ihren Mann erneut um Cassios Begnadigung. Otello wehrt ihr Ansinnen ab und fragt Desdemona statt dessen nach dem besagten Taschentuch. Sie kann es nicht finden. Nun gerät Otello in offene Wut und bezichtigt Desdemona des Ehebruchs. Jago verwickelt Cassio in ein Gespräch, das von Otello belauscht wird. Er lenkt es so geschickt, daß Otello die frivolen Äußerungen Cassios über dessen Geliebte Bianca auf Desdemona beziehen muß. Als Otello Desdemonas Taschentuch, das Jago heimlich in Cassios Wohnung gebracht hatte, in den Händen des vermeintlichen Nebenbuhlers erblickt, hält er Desdemonas Untreue für bewiesen. Die venezianischen Gesandten nahen. Otello und Jago beschließen, Desdemona zu töten. Otello belohnt Jago mit dem Rang eines Hauptmanns. Otello empfängt die von Lodovico geführte Delegation. Sie überbringt ihm den Befehl des Dogen, nach Venedig zurückzukehren und Cassio als seinen Nachfolger auf Zypern einzusetzen. Otello verliert die Beherrschung und schleudert Desdemona zu Boden. Alle Umstehenden sind entsetzt. Jago rät Roderigo, Cassio zu ermorden, um Otellos und Desdemonas Abreise zu verhindern. Otello treibt die Gesellschaft in äußerster Erregung auseinander und verflucht Desdemona, bevor er ohnmächtig zusammenbricht. third act: The act takes place in the great hall of the castle. Othello and Jago are plotting when a herald enters and announces that the Venetian ambassador is about to arrive. When he leaves Jago promises Othello the chance to observe Cassio's behaviour. As he goes out, he reminds Othello not to forget the handkerchief. Desdemona enters and greets her husband affectionately. When she again broaches the cause of Cassio, Othello complains of a headache and asks her to bind his brow with the handkerchief he had given her. Desdemona says she does not have it; he asks if she has lost it, and she assures him she has not. But Othello pursues the matter and insists that she get it at once. Desdemona intimates that he is trying to distract her from the matter of Cassio. His suspicions confirmed, Othello seizes her roughly and asks her to swear that she has been a faithful wife. Desdemona protests her innocence, but he will not believe her and damns her as a strum pet. When she cries out against the accusation, Othello, with calm irony, escorts her to the door, then, suddenly, forces her out. The Moor is alone for a few moments; he broods despairingly over the loss of Desdemona; then fury overcomes him, and he decides that she must confess her sin and then die. Jago returns with the news that Cassio is on his way and hides Othello behind a pillar. When Cassio enters, Jago inveigles him into talking about his mistress. The frenzied Othello can hear laughter but only half-hear the words and assumes they are talking about Desdemona. Cassio mentions having found a lady's handkerchief in his room. Immediately Jago -who has put it there asks to see it, and when he gets it he waves it so that Othello can recognize it as Desdemona's. Trumpets sound the arrival of the Venetian ambassador. Cassio goes out quickly. Othello and lago decide that the Moor will strangle Desdemona in her "bed of sin" while Jago takes care of Cassio. And Othello now promotes his ensign to the rank of captain. Lodovico, the ambassador, enters with his entourage, followed by Desdemona, lago and Emilia. He brings a dispatch from the Doge recalling Othello to Venice and appointing Cassio Governor of Cyprus. As Othello reads the document he watches Desdemona and is enraged when he hears her talking to Jago of Cassio Suddenly, to the horror of the gathering, the Moor throws his wife to the ground. During the ensuing commotion lago, furious over Cassio's appointment, seeks out Roderigo and slyly reminds him that soon Othello and Desdemona will be on the high seas while he, Roderigo, is left behind; however, comments Jago, if something should happen to Cassio, Othello would stay on Cyprus. The young Venetian plays right into lago's hands and readily accepts his offer of help. Othello bids all leave, then, half crazed, he faints. Jago, who has been watching him with satisfaction from a distance, comes forward. As the crowd hails "The Lion of Venice", he triumphantly plants his foot on the inert body: "Behold the Lion!" 4.akt: Desdemona bereitet sich zur Nacht. Voll dunkler Ahnungen nimmt sie Abschied von Emilia. Nach dem Ave Maria legt sie sich nieder und schläft ein. Otello erscheint. Nach längerer Betrachtung küßt er sie, sie erwacht. Desdemona beteuert ihre Unschuld. Doch sie kann Otello nicht von ihrer Treue überzeugen. Otello erwürgt sie. Als Emilia mit der Nachricht hereinstürzt, Cassio habe Roderigo getötet, entdeckt sie die tote Desdemona. Auf ihre Hilfeschreie eilen Lodovico, Cassio, Jago und Montano herein. Montano berichtet, Roderigo habe im Sterben Jagos intrigantes Spiel enthüllt. Jago flieht. Otello ersticht sich. fourth act: It is night. The scene is Desdemona's candlelit bedroom. Filled with somber thoughts Desdemona tells Emilia that Othello has bade her go to bed and await him. Her thoughts revolve about death, and a song she used to hear in her childhood, a song about a girl who, like herself, loved too well, keeps coming to her mind. As Emilia combs her hair Desdemona sings the pathetic little song. Then she bids her lady-in-waiting goodnight, kneels before the image of the Madonna and begins her Ave Maria. When she finishes she goes to bed and falls asleep. Othello enters through a secret door, his sorrow over the loss of Desdemona over come by his determination to murder her. But, after puffing his scimitar on the table, he pulls back the curtain and sadly gazes on his beloved, then puts out the light. He bends down and kisses Desdemona. She awakes. Sternly he asks if she has said her prayers, for she must die. There will be no mercy, for Cassio has been her lover. He has been found with her handkerchief, and for that he has already died. All Desdemona's protestations of innocence are of no avail. Othello, now beside himself with fury, strangles her until her screams ends in silence. Emilia knocks on the door. Admitted by Othello she cries out that Cassio has killed Roderigo. Desdemona's faint voice is heard "... I die innocent". Emilia runs to the bed, horror stricken. "Who did this?" she demands. Protecting Othello with her last breath, Desdemona murmurs, "I myself". But Othello shouts that it was he who killed her for she has been - Jago knows it, too Cassio's mistress. Lodovico, Cassio and lago enter. Emilia asks her husband for the truth: "Did you believe Desdemona unfaithful?" lago answers yes. Defying him, Emilia reveals how he had seized Desdemona's handkerchief from her by force, and then Cassio adds that he had found it mysteriously in his room. Montano enters and reports that the dying Roderigo had confirmed lago's villainy. lago flees with the guards in pursuit. Othello reaches for his weapon, but Lodovico bids him yield it. Stunned and broken, the onetime Lion of Venice says no one need fear him. "This is my journey's end." In moving words he tenderly addresses himself to the dead, chaste Desdemona. Then, drawing a concealed dagger, he stabs himself. With a final effort he moves to Desdemona's bed and, dying, kisses her for the last time.
visionen - haben wir nicht alle visionen? meine vision ist ein festival. ein festival, wie es noch keines gab. ein festival, das neue maßstäbe setzt. ein festival, dessen inhalt sich nicht beschränken lässt. bühne und musik bieten ein noch nie erlebtes ereignis. durch licht werden stimmungen geschaffen, durch kostüme verzaubert, durch akrobatik und tanz werden gefühle erlebbar und der besucher durch die unmittelbare intensität der eindrücke gefesselt. der dialog einer beeindruckenden inszenierung mit einem grossen klassischen orchester stellt den zentralen kern dieses projektes dar. die geplante erlebnisgastronomie steht nicht losgelöst für sich allein, sondern ist thematisch auf den inhalt abgestimmt und komplett eingebunden. die spielstätte ist transportabel und in form eines pavillons. die kulisse selbst bieten unterkünfte für mitwirkende und gäste als begegnungsstätte, welche in form einer containerstadt in grosser höhe überdimensionale werbeflächen für sponsoren bieten. dadurch wird das nebeneinander von eindrücken durch das ineinandergreifen zu einem miteinander und vereinen das besondere aus allen welten in sich. wichtig dabei ist es, diese visionen auch umzusetzen. leider sind solche visionen nicht nur zeit-, sondern auch sehr kostenintensiv. wenn ich ihr interesse geweckt haben sollte, setzten sie sich bitte mit mir in verbindung. ... und erzählen sie mir nicht, sie wollen nicht dabeisein.
galerie - bilder party: folko winter, arne krasting, feier bei sandra oberhofer in bayreuth, urlaub mit ralf "koarl" ramming, abi-umzug 1991 des markgraf-georg-friedrich-gymnasiums kulmbach, andrea schmidt und matthias schnell, bilder musik: thorolf lipp und folko winter im "zentrum", bayreuth, wessie ling aus paris, wessie ling und stephanie rubner, konzert mit "fidibus" (frank bayer und michael jersch), konzert des deutsch-französischen forum junger kunst, bayreuth, musiktheaterproduktion "spalicek" von bohuslav martinu, künsterische leitung: nikolaus richter darsteller: pantomimen der marcel-marceau schule paris, dreharbeiten zum kinofilm "farinelli", Regie: Gérard Corbiau Darsteller: Stefano Dionisi, Enrico Lo Verso, konzertreise nach Südengland mit dem D'Abaco Orchester, münchen, uraufführung des symphonischer orchesterstückes "schacht" von christoph staude, konzert im naturfelsengarten sanspareil bei kasendorf / kulmbach, schulorchester des markgraf-georg-friedrich-gymnasiums kulmbach, dirigent: wolfgang armbrecht, bilder urlaub: kurzurlaub über silvester in berlin mit wessie ling, sandi oberhofer und isabell müller, urlaub in der normandie und in paris mit kerstin winter und raimund wölfel, urlaub nach dem abitur mit rudi sporn und tobias mummert in norden / ostfriesland und groningen / holland, kurzaufenthalt beim zirkus "flic-flac"
links - annette lang product design, wiesbaden, kabarettist und schauspieler bert koch, bayerische staatsoper, münchen, dokumentarfilmer thorolf lipp, arcadia film, webdesign almut kellermann, mercatura.com, fachhochschule wiesbaden, fachbereich gestaltung, deutsch-französisches forum junger kunst, bayreuth, tiroler festspiele erl, theater halle 7, inkunst, kultur konzert vermittlung künstleragentur uli hentze, standup-reporter jörg buschka, wiesbaden, hochschule für film und fernsehen (hff) konrad wolf in potsdam-babelsberg
archiv projekt "experimentelles bauen, ein wohnhaus aus licht und tageslicht" - entwurfskonzept, aufgabenstellung: für ein sammlerpaar soll ein gebäude entwickelt werden, das aus leichten (wände und dächer) und schweren bauteilen (decken und kernelemente) besteht. zentrales thema ist der umgang mit tageslicht (tages-ästhetik) bei tag und beleuchtung (nacht-ästhetik) sowie mit dem neuesten material- und technologie-spektrum transluzenter materialien (kapillar- , holografische- , mattierte gläser etc.) und mit den aktuellen entwicklungen der beleuchtungstechnik. sicht- und sonnenschutz sowie ein eindeutiger umgang mit energetischen fragen (sommerlicher wärmeschutz / wärmegewinnung wie optimaler wärmeschutz) sind ebenso zu beachten wie die funktionalen aspekte der nutzung. der einsatz neuester fotovoltaischer bauelemente wird zur strom- und heizungsversorgung erwartet. für ein ehepaar, das streichinstrumente sammelt soll ein gebäude entwickelt werden, das experimentell ist, innovativ und natürliche ressourcen wie sonne, erdwärme und regenwasser sinnvoll einsetzt. das gebäude soll sich dem bestehenden hauptbau unterordnen, ohne an originalität zu verlieren und in der nacht genauso zweckmäßig und ästhetisch wirken, wie an einem sonnigen sommermorgen. der ausstellungsraum sollte zum großen teil vom wohn- und arbeitsbereich getrennt werden und ein gutes klima zur aufbewahrung der instrumente sowie eine exponierte beleuchtung der sammlerstücke bieten. technisch soll das gebäude einen hohen stand gewährleisten und die verwendung neuester glasentwicklungen wie schaltbare und lichtlenkende gläser miteinbeziehen. das gebäude soll einen in den wohnbereich integrierten arbeitsplatz, einen ausstellungsbereich, gäste-wc, bad, schlafraum und einen abstell- und vorratsraum aufweisen.
präsentationspläne - projekt im ws 01/02 "experimentelles bauen, ein wohnhaus aus licht und tageslicht" - seite 06 Dachtragwerk - roof statics projekt im ws 01/02 "experimentelles bauen, ein wohnhaus aus licht und tageslicht", für ein ehepaar, das streichinstrumente sammelt soll ein gebäude entwickelt werden, das experimentell ist, innovativ und natürliche ressourcen wie sonne, erdwärme und regenwasser sinnvoll einsetzt. das gebäude soll sich dem bestehenden hauptbau unterordnen, ohne an originalität zu verlieren und in der nacht genauso zweckmäßig und ästhetisch wirken, wie an einem sonnigen sommermorgen. technisch soll das gebäude einen hohen stand gewährleisten und die verwendung neuester glasentwicklungen wie schaltbare und lichtlenkende gläser miteinbeziehen. das gebäude soll einen in den wohnbereich integrierten arbeitsplatz, einen ausstellungsbereich, gäste-wc, bad, schlafraum und einen abstell- und vorratsraum aufweisen. Project ws 01/02 - "Experimental construction - A residential house made with artificial light and daylight", The building should be designed for a married couple who collect stringed instruments. It should be experimental and innovative in which natural ressources like sun, the earth's heat and rainwater are sensibly used. The building is supposed to be subordinated to the existing main building without losing originality. It has to express exactly the same expedient and aesthetic sense at night as well as on a sunny summers morning. On the technical side the building is supposed to guarantee a high level and use of newest glass and window technique like switchable and lightguiding panes should be integrated. The building should include a living room with integrated workplace, an exhibition area, guest toilet, bathroom, bedroom and a storage area.
präsentationspläne - projekt im ws 01/02 "experimentelles bauen, ein wohnhaus aus licht und tageslicht" - seite 09 Tag - Nacht Wirkung - Day-Night-Aesthetics für ein sammlerpaar soll ein gebäude entwickelt werden, das aus leichten (wände und dächer) und schweren bauteilen (decken und kernelemente) besteht. zentrales thema ist der umgang mit tageslicht (tages-ästhetik) bei tag und beleuchtung (nacht-ästhetik) sowie mit dem neuesten material- und technologie-spektrum transluzenter materialien (kapillar- , holografische- , mattierte gläser etc.) und mit den aktuellen entwicklungen der beleuchtungstechnik. sicht- und sonnenschutz sowie ein eindeutiger umgang mit energetischen fragen (sommerlicher wärmeschutz / wärmegewinnung wie optimaler wärmeschutz) sind ebenso zu beachten wie die funktionalen aspekte der nutzung. der einsatz neuester fotovoltaischer bauelemente wird zur strom- und heizungsversorgung erwartet. das gebäude soll sich dem bestehenden hauptbau unterordnen, ohne an originalität zu verlieren und in der nacht genauso zweckmäßig und ästhetisch wirken, wie an einem sonnigen sommermorgen. der ausstellungsraum sollte zum großen teil vom wohn- und arbeitsbereich getrennt werden und ein gutes klima zur aufbewahrung der instrumente sowie eine exponierte beleuchtung der sammlerstücke bieten. technisch soll das gebäude einen hohen stand gewährleisten und die verwendung neuester glasentwicklungen wie schaltbare und lichtlenkende gläser miteinbeziehen. das gebäude soll einen in den wohnbereich integrierten arbeitsplatz, einen ausstellungsbereich, gäste-wc, bad, schlafraum und einen abstell- und vorratsraum aufweisen. Project ws 01/02 - "Experimental construction - A residential house made with artificial light and daylight", For a married couple of collectors I was supposed to develop a building, consisting of light components (walls and roofs) and heavy components (ceilings and central elements). The experience with daylight (day aesthetics) is the central topic with reference to artificial lighting (night aesthetics) using the newest material and technological spectrum of translucent materials (capillary, holographic, matted panes etc.) and with the current evolutions of lighting engineering. The functional aspects of use of sight- and sun protection as well as a clear contact with energetic claims (summer heat shield / heat extraction and also optimal lagging) are to be considered. The use of the newest photovoltaic components for electricity and heating is expected. The building is supposed to be subordinated to the existing main building without losing originality. It has to express exactly the same expedient and aesthetic sense at night as well as on a sunny summers morning. The showroom should generally be seperated from the living area and workplace and should afford an excellent climate for protecting the instruments as well as offering sophisticated spot-lighting for the collectibles. On the technical side the building is supposed to guarantee a high level and use of newest glass and window technique like switchable and lightguiding panes should be integrated. The building should include a living room with integrated workplace, an exhibition area, guest toilet, bathroom, bedroom and a storage area.
präsentationspläne - projekt im ws 01/02 "experimentelles bauen, ein wohnhaus aus licht und tageslicht" - seite 11 Details Konstruktion - Details Construction übersicht, ansichten, grundriss EG, grundriss 1 UG, grundriss 2 UG, tragwerk, ausstellungskonzept, möbelkonzept, tag-nacht-wirkung, energiekonzept, details General survey, Views, Ground plan ground floor, Ground plan 1. basement, Ground plan 2. basement, Statics, Exhibiton concept, Furniture concept, Day-Night-aesthetics, Energy concept, Details
archiv projekt webdesign - homepage für das büro "annette lang product design wiesbaden" - Wir präsentieren Produkte von Leonardo, Peiker Akustic, HK - Hans Kauffeld, DeSede, WK-Wohnen, Heraeus Med, Treca de Paris, ICM Spa, Hutschenreuther Hotel, Bauscher Porzellan, Bestform, Asko Finnland, Thonet Vienna
archiv projekt "atome" - dreharbeiten zum kurzspielfilm "atome" in berlin-wünsdorf - regie: till steinmetz, kamera: thilo schmidt - synopsis: Als das Ende der Welt angekündigt wurde, zweifelte niemand an dem Wahrheitsgehalt der Meldung. Nach anfänglichen Exzessen und Ausschreitungen hat sich die Gesellschaft wieder zu einer instabilen Masse zusammengetan, in der keiner dem Anderen traut und man trotzdem gemeinsam auf den Untergang wartet. Eine auswegslose Situation, in der die Menschen immer wieder durchdrehen und jeder versucht, einen Weg zu finden, mit dieser Situation klarzukommen. Hanna ist eine Außenseiterin, die niemandem vertraut. Schon vor der Nachricht der drohenden Apokalypse stand sie den Menschen zweifelnd gegenüber, aber besonders die letzten Monate haben ihre Vorurteile bestätigt. Sie befindet sich seitdem in einem Schwebezustand. Welchen Sinn macht es jetzt noch, etwas Wichtiges zu beginnen, sich auf andere Menschen einzulassen oder sich Konflikten zu stellen, wenn morgen die Welt untergeht?
project final thesis ws 02/03 - "britten 2003 - ein midsommernachtstraum" - presentation plans, scenes, costumes, storyboard, animation, making of, exam, outtakes, concept: The target of my dissertation was to create a production of benjamin brittens opera "a midsummer night's dream", first performed in 1960, which is based on william shakespeares romantic comedy. I tried to create a production that works as an "complete package". This package includes the concept, the stage direction and dramaturgy as well as the set, lighting and costumes. Finally, it was important for me to create an animation which combines all these parts with the music and makes it more vivid and understandable for the observer. On the one hand i wanted to emphesize the fabulous and transcendental/sensual feeling of the midsummer night's dream. On the other hand it was important to describe the drama of the love and ephemerality of all things which are represented by the forest of oberon and tytania. The court of theseus and hippolyta is the center of despotic power, archaic form and inspires an equally regious and profane atmosphere, but it is also a place where - in contrast to the other realm of the midsummer night's dream - everything is "in order".
project "electra" - sets and production for the tyrolean festival erl - stage photos, sketches, press, Richard Strauss "Elektra", Premiere on august 19th 2005 at the Passionsspielhaus Erl, martina tomcic, svetlana sidorova - Clytemnestra, cynthia makris, sabine türner - Electra, elisabeth-maria wachutka, elena comotti d'adda - chrysothemis, andrew brunsdon, drummond walker - Aegisthus, franz hawlata, raphael sigling - Orestes, thomas hay- guardian of Orestes, junko saito - confidante, annalisa winberg - trainbearer, stefan zelck - a young servant, michael doumas - an old servant, monica bozzo - the overseer, rena kleifeld - 1st maidservant, monika wäckerle - 2nd maidservant, anahita ahsef - 3rd maidservant, jae hee kim - 4th maidservant, susanne geb - 5th maidservant, prof. dr. gustav kuhn - musical leadership and stage direction, folko winter - set design, lenka radecky-kupfer - costume design, christian eder, gustav kuhn - lighting, inntal-choir (conductor: jürgen dorsch), orchestra of the tyrolean festival,
project "um die wurst" - stage design for the theater "halle7" in munich, a grotesque by Jean-Marie Piemme - cheribibi: alexander neuhaus, paper bag woman: melina von gagern, wife of the butcher: lale weisshaar, apprentice: matthias beier, butcher: patrick braun sister of the butcher: carolin maiwald, wife of the butcher from across: alexa wilzek, butcher from across: michael seyfried, sarah: viola wedekind, shop girl: beba ebner, stage direction: mario andersen, set design: folko winter, costume design: kerstin junge, light design: björn gerum SODOM AND GOMORRA. THIS IS YOUR FATHERS BUTCHER'S SHOP, AND YOU WANT TO MAKE A BROTHEL OUT OF IT. FLESH COMES FROM FLESH, YOUNG BROTHER, THAT'S ALL. Two Butchers. Two Worlds. The World of the Native and the World of the Foreigner. In a World without Stability, Tradition or Hope, a World that is losing his Clarity, that is getting out of control and that is threatening to mix up the Native with the Foreign, it's neck or nothing! Primarily it is a matter of a homemade blood sausage and the survival of a butchers family in the third generation that is disrupted by racism. It is also a matter of the "Merguez" from Marrakesh, the Sausage of the Rival, the Arab from vis-à-vis. And it is a matter of meaningless Sex. The Clarity of the clear-cut black and white World becomes blurred. Stupidity, Lust and Desire are not only released in a Peepshow. Because of Weakness, Embitterment and Listlessness their Hopes and Dreams are on the verge of fading. In this grotesque parable about a Sociotope reduced to Carnity the Drag Queen Chéribibi sets the ball rolling in this fateful Village. He closes the circle of the carnal Round and lures into Hazard.
project study "chess - a travelling musical" - Concept: The basic idea for the project "chess - a travelling musical" was to perform a "classical" musical in an unusual location. My idea was to perform the musical "chess", composed and published in 1984 by bjoern ulvaeus and benny andersson, in a marquee and to give the impression of a gigantic variety theater. staging, design, music, lighting, acrobatics, costumes and acting join in a in a thrilling atmosphere. Due to the special technical aspects of a marquee it was necessary to develop a fixed stage construction, with the possibility of creating surprises with continuous smaller modifications of sets, props, lighting, projections and curtains throughout the whole performance which take the audiences to different places (like merano, bangkok, arena, hotel apartment, restaurant, etc). The stage set of an exaggerated large, vertical chessboard is immediately recognisable for everybody. During the scenes of the chess world championship it is particularly filled with figures, that change positions according to the moves of the champions. They thus represent figures in the political match of the world powers. The second dominating element are the towers which give a third dimensional effect to the stage and which can be associated with the twin towers of meran.
presentation plans "chess - a travelling musical" - top view - concept: the idea for the project "chess - a travelling musical" was to perform a "classical" musical at an unusual location. my imagination was to perform the musical "chess", composed and published in 1984 by bjoern ulvaeus and benny andersson, in a marquee and to give the impression of a gigantic variety theater. staging, design, music, lighting, acrobatics, costume and theaters join in a in a thrilling atmosphere. due to the special technical aspects of a marquee it was necessary to develop a fixed stage construction, with the possibility of creating surprises with continuous smaller modifications in stage, stage props, lighting, projections and curtains throughout the whole performance taking the audiences to different places (like merano, bangkok, arena, hotel apartment, restaurant, etc).the stage set of an exaggerated large, vertical chessboard is for everybody immediately recognisable. during the scenes of the chess world championship it is particularly full with figures, that change positions according to the moves of the champions and in this way they represent figures in the political match of the world powers. the second dominating element are the towers which give a third dimensional effect to the stage and which can be associated with the twin towers of meran.
presentation plans "chess - a travelling musical" - side view - First Scene: The World Chess Championship is about to take place in Merano, a Tirolean town in north Italy. The champion (The American, in his mid-thirties) is defending his title against a new challenger (The Russian, in his early forties). The people of Merano are by and large very enthusiastic about the great event that is taking place in their small community. The American is enthusiastic about the potential financial rewards of the match and about his own skill at bringing what has hitherto been a minority interest sport to the frenzied attention of the world media. The American gives a press conference at his hotel at which he behaves petulantly and aggressively, denouncing his opponent, every other Soviet and the press with equal vigour. His performance is watched on television by the Russian and his KGB-employed second, Molokov, in their hotel. Molokov is inclined to dismiss the American as a nut. The Russian concedes that his opponent is eccentric but realises that every outrageous move made by the American is a calculated one. The Russian reflects upon his own rise to the top. The Opening Ceremony is a hugely colourful event. Merano has.pulled out all the stops. The Arbiter of the match points out with great gusto that his word is final during the series of games while Merchandisers, Press, Politicians, Businessmen and Diplomats all struggle to get everything they can from the excitement building up to fever pitch around the contest. The American stages an effective and insulting walkout during the Arbiter's lengthy recap of the match regulations immediately after the Opening Ceremony. Noneare more insulted than his own second, Florence Vassy, who is left to defend her player's indefensible behaviour to a sneering and pompously protesting Molokov. During this exchange she meets the Russian player for the first time. The Russian shows some sympathy for her situation. The Arbiter continues to prattle on about the rules. Florence confronts the American back at their hotel, telling him that she cannot tolerate his treatment of her much longer. We learn that she was born in Hungary, left that country when only two with her mother in 1956 during the uprising, and is now a naturalised British citizen. She has never discovered what hapened to her father who 'disappeared' when the Hungarian uprising was crushed. She is determined to find out. She has worked for the American for seven years, since meeting him during a chess tournament in England. We suspect their relationship is almost like that of a mother and child, although both are around the same age. Their argument reinforces her belief that the only person she can ever really rely on is herself. The first game of the contest begins with an atmosphere of mutual loathing hanging over the proceedings as the two players make their first moves. Tension builds as much offboard as on with both men resorting to underhand tactics to distract or enrage the other. Suddenly, high drama as the two players fling the board up into the air. They walk out after coming near to blows. Consternation everywhere. Florence and Molokov have an unofficial meeting to discuss the collapse of the match, which no one really wants to abandon. After some spirited insult-trading, Florence takes the initiative and tells Molokov where and when he is to deliver his player for a secret, off the record, meeting between the two contestants, in order that the match can resume without either party losing face. Molokov attempts to rattle Florence at one stage by implying that he knows some Hungarian history she might like to learn about. At a private room in a restaurant halfway up a Merano mountain, Florence and the American arrive for the secret meeting. The Russian is late and the American leaves the restaurant in mock disgust. Almost at once the Russian and a junior member of his backup team arrive to find no opponent waiting for them, only his opponent's second. During the conversation that follows, the Russian and Florence are quickly attracted to each other, the almost romantic mood rudely interrupted when the American returns. The American and the Russian argue, trade insults and jokes but thanks largely to Florence's delicate touch, they both agree on a press statement sharing blame for the breakdown and to resume playing. Some days later, the American and Florence are discussing the progress of the match. Things are going badly for the American who is unpleasantly agitated. The cause is all but totally lost. He blames Florence for his failureand as they hurl abuse at each other, she tells him she is going to leave him after the match, even if by some miracle he won it. The American is devastated and alternates between fury and pleading with her to stay. His paranoia about the Reds surfaces - he is convinced that the Soviets have something to do with both his loss of form and Florence's desertion. The finish of their argument is a "squalid little ending" to their relationship. Even after Florence has left, the American continues to justify his actions to himself. At an unidentified Western embassy some days later, the Russian, the newly-crowned world chess champion, asks for political asylum, although he has problems winning the instant support and interest of the civil servants in the embassy. Eventually he gets the forms and freedom he wants. Certain he has made the right decision, he is equally certain of what he will never be able to leave.
presentation plans "chess - a travelling musical" - front view - Second Scene: One year has passed. The Russian is to defend his title against a new challenger from the Soviet Union in Bangkok, Thailand. The American and some locals discuss the unusual venue for the championship. Florence and the Russian, who have been lovers since his defection, are in the Oriental Hotel, Bangkok. They discuss his new opponent and wonder why the American is in town, as he has played no serious chess since his defeat in Merano. They also talk about the refusal of the Soviet authorities to let his wife out of the U.S.S.R. The Russian leaves to discuss tactics with his seconds; Florence, alone, speculates about their future together. Molokov and his team are confident that this time around they have a player who is totally trustworthy and can be relied upon (a) to win and (b) to stay in Russia. Their new champion is a rather weird introvert who only seems to be able to function at full steam when talking or playing chess. The Russian is interviewed on Thai TV. To his amazement he discovers that his interviewer is the American who proceeds to ask him about his personal life, about Florence and about his politics - never about chess. The American finally tells him (on the air) that arrangements have been made to fly his wife into Bangkok in time for the match. Enraged, the Russian storms out. The Russian and Florence watch his wife (Svetlana) on television arriving in Bangkok. The event brings the tension between them to a climax. The Russian says he must leave Florence for the duration of the competition. Florence is left alone with the TV still showing Svetlana's image. She recalls how well she knows the lover who has just left her. Svetlana recalls how well she knows her husband. The American forces his way into the Russian's quarters to offer him a deal. Despite the personal pressures already weighing heavily on the Russian, he has begun the match in great style, winning the first two games. The American now says that if his winning streak should suddenly come to an end then Florence will not be given information he claims to have received from the Soviets about her father. This information is extremely unpleasant, revealing her father to have been a traitor to his people, not a hero, responsible for a score of deaths. The Russian does not know whether to believe him or not, but throws him out. The American then approaches Florence, suggesting that if she would only return to him, not only would they be once again the greatest chess team ever witnessed, he would also be able to provide her with news (he does not say whether it is good or bad) she has always wanted about her past. She too rejects his offer. His frustration and rejection by Florence cause the American to explode in a fury of self-pity and anger. The deciding game in the match begins. Memories of former champions are evoked. Molokov and the American have a conversation which reveals them to have been in league against the Russian, albeit for very different reasons. Florence, watching the match, although not knowing that her lover has been put under pressure to lose, sees his obsession with victory destroying his ability to care for her. The Russian, defying everyone, plays like a dream and annihilates his opponent. He finds himself amused and delighted by the fact that his various enemies have so misjudged his will to win. He may have failed in his efforts to sortout his private life but he has succeeded in his professional, public life and he now knows that this is the only success he really wants. He rejoices in his victory, but even as the crowds acclaim him and as his wife vainly attempts to make some kind of contact with him, he almost immediately feels a sense of hollow anti-climax. He despises himself for the narrow selfish ambitions and desires that satisfy him. So does Svetlana; any chance of reconciliation between them is gone. They both acknowledge, she with bitterness, he with resignation, that henceforth their "one true obligation" is to themselves. Whereas the Russian for the first time has been able to put his career before everything else, the change has gone the other way for the American. He hardly thinks of chess now; only that his machinations have failed to alleviate his personal despair - Florence will not return to him even if her relationship with the Russian has foundered. He plans his revenge on both Florence and the Russian, while Molokov, apprehensive about his own future, prepares suitable treament for his failed protégé. Epilogue: But has that relationship foundered? Florence and the Russian reflect, simultaneously but separately, upon their story that they thought was a very happy one; like the game of chess the game of love can be played in an almost limitless number of variations. Perhaps this was just one of many games that end in stalemate "Yet we go on pretending, stories like ours have happy endings." As they finish, the American is seen approaching Florence. He has some news for her ...
curriculum vitae - personal information: place of birth: berlin / neukoelln, date of birth: 06/17/1970, marital status: single, no children education: markgraf georg friedrich gymnasium, kulmbach (equivalent to a-levels/high school) alternative civilian service: lab-assistant, histological laboratory, clinical centre of the university erlangen professional training: carpentry and cabinet-making apprenticeship, carpentry shop "horner" (master carpenter herrmann horner) / kasendorf studies of interior design at the university of applied sciences in wiesbaden, graduate in civil engineering (fh) final thesis: development of a production of the opera "a midsummer night's dream" by benjamin britten "britten 2003 - ein mid sommernachtstraum" internship: bavarian state opera munich, department: sets and production professional experience: assistant to annette lang, annette lang product design, wiesbaden assistant for set design at the bavarian state opera munich (production: la clemenza di tito) head of sets and production 2004, Tyrolean Festival Erl preparation for short film "Volksmusik, der einzige Ausweg ist dein Gefühl" head of sets and production 2005, Tyrolean Festival Erl set design for "Elektra" by Richard Strauss for the Tyrolean Festival Erl 2005 set design for "Um die Wurst" by Jean-Marie Piemme for the Theater "Halle 7" 2006 set design and costume for "Peter Pan" at the Open Air theater Lohne, Director: Murat Yeginer set design and costume for "Agathe und Ich" at the Open Air theater Lohne, Director: Murat Yeginer impromptu design for the Musical "Swinging Kids" at the Clavius-Gymnasium Bamberg Scenography for the short film "Unseen Avantgarde" at the HFF Babelsberg, Director: Jan Fusek additional experience: Visit to Brandeis University / Boston additional knowledge: extensive knowledge in various cad-programs, 3d-programs (3d-max, rhino), photoshop, illustrator, premiere, etc. musical career: member of the "Oberfränkisches Jugendorchester," the "Bamberger Jugendorchester" and the "Bayreuther Kammerorchester", concert tour with the "D'Abaco-Orchester München" participation in chamber music courses at Schloß Weikersheim, repeated participation in musical theater workshops by the "Deutsch-Französisches Forum Bayreuth"
gallery - pictures party: folko winter, arne krasting, party at sandi oberhofers house in bayreuth, vacation with ralf "koarl" ramming, abi-parade 1991 at the markgraf-georg-friedrich-gymnasium kulmbach, andrea schmidt and matthias schnell, pictures music: thorolf lipp and folko winter at the "zentrum", bayreuth, wessie ling from paris, wessie ling and stefanie rubner, concert withe the group "fidibus" (frank bayer and michael jersch), concert of the german-french forum of young artists, bayreuth, concert of the musical theater workshop "spalicek" by bohuslav martinu, artistic management: nikolaus richter actors: pantomimes of the marcel-marceau school in paris, shooting for the movie "farinelli", directed by Gérard Corbiau, actors: Stefano Dionisi, Enrico Lo Verso, concert trip to south england with the d'abaco orchestra, munich, world premiere of the symphonic orchestra piece "schacht" by christoph staude, concert in the "natural rock garden" sanspareil near kasendorf / kulmbach, orchestra of the markgraf-georg-friedrich-gymnasium kulmbach, conductor: wolfgang armbrecht, pictures vacation: short trip to berlin with wessie ling, sandi oberhofer and isabell müller, vacation in normandy and in paris with kerstin winter and raimund wölfel, vacation after graduation with rudi sporn and tobias mummert in norden / ostfriesland and groningen / holland, short trip to the circus "flic-flac"
links - annette lang product design wiesbaden, cabaret artist and actor bert koch, bavarian state opera munich, documentary film thorolf lipp - arcadia film, webdesign almut kellermann - mercatura.com, university of applied sciences wiesbaden, department design, german-french forum of young artists, bayreuth, tyrolean festival erl, theater halle 7, inkunst, performing arts agency uli hentze, architect kolja baier, wiesbaden standup-reporter jörg buschka, wiesbaden, the film and television academy (hff) "konrad wolf" in potsdam - babelsberg
project ws 01/02 - "experimental construction - a residential house made with artificial light and daylight" - Concept, Assignment: The task was to develop a residential house for a collectors couple, consisting of light components (walls and roof) a nd heavy components (ceilings and central elements). The effect of daylight (day aesthetics) is the central topic with reference to artificial lighting (night aesthetics) with use of innovative materials, the technological spectrum of translucent materials (capillary, holographic, matted panes etc.) and the current developments of lighting engineering. The functional aspects of use of sight- and sun protection as well as a clear contact with energetic claims (summer heat shield / heat extraction and also optimal lagging) are to be considered. The use of the newest photovoltaic components for electricity and heating is expected. The building is to be designed for a married couple that collects stringed instruments. It is supposed to be experimental and innovative in the use of natural ressources like the sun, the earth's heat and rainwater. The building is supposed to be subordinated to the existing main building without losing originality. It has to express exactly the same functional and aesthetic sense at night as well as on a sunny summer morning. The showroom should be seperated from the living area and workspace and should provide an excellent climate to protect the instruments as well as offer sophisticated spot-lighting for the collectibles. On the technical side the building is supposed to guarantee a high level of innovative technology and include the newest glass and window techniques such as smart windows and light-guiding insulating glass. The building should include a living room with an integrated workspace, an exhibition area, guest toilet, bathroom, bedroom and a storage area.
project webdesign - home page for the company "annette lang product design, wiesbaden" presented are products by Leonardo, Peiker Akustic, HK - Hans Kauffeld, DeSede, WK-Wohnen, Heraeus Med, Treca de Paris, ICM Spa, Hutschenreuther Hotel, Bauscher Porcelain, Bestform, Asko, Thonet Vienna, etc.