1.Akt: In den Tiefen eines Waldes bei Athen. Feen aus dem Gefolge der Königin Tytania erfahren von dem Kobold Puck, daß der Feenkönig Oberon sich mit seiner Gemahlin überworfen hat, weil sie sich weigert, ihm einen ihrer Diener, einen indischen Knaben, zu überlassen. Ihr Zwist hat den ordnungsgemäßen Lauf der Natur und die Abfolge der Jahreszeiten gestört, mit katastrophalen Auswirkungen auf das irdische Klima. Die beiden Gatten treten auf und geben einander die Schuld an dem Zerwürfnis; keiner gibt nach, und sie trennen sich unversöhnt. Oberon beauftragt den stets zu Schabernack aufgelegten Puck mit der Suche nach einem Kraut, dessen Saft, einem Schlafenden auf die Lider geträufelt, die betreffende Person in allverzehrender Liebe zum erstbesten Geschöpf entbrennen läßt, das sie nach dem Aufwachen erblickt. Puck macht sich auf die Suche, während Oberon sich zurückzieht. Die Liebenden Lysander und Hermia treffen sich. Sie sind aus Athen geflüchtet, um dem Zugriff der dortigen Justiz zu entgehen, die Hermias Vater angerufen hat, um sie zur Heirat mit dem ungeliebten Demetrius zu zwingen. Nachdem sie einander ewige Liebe geschworen haben, gehen sie weiter. Oberon kehrt zurück. Sein Gedankengang wird vom Erscheinen Demetrius' unterbrochen, der von Helena, einer früheren Geliebten, über Hermias Flucht mit Lysander informiert wurde. Helena, die Demetrius immer noch liebt, ist ihm weinend nachgelaufen. Er versichert ihr, daß er sie nicht länger liebe, dann eilt er weiter, verfolgt von seiner verzweifelten Anbeterin. Oberon schwört, die Sache zu verändern, ehe sie den Wald verlassen haben. Puck kommt mit dem Zauberkraut, und Oberon geht zu Tytanias Lieblingsruhestatt. Er überläßt Puck ein Stück von dem Kraut, dessen Saft er dem Athener auf die Lider träufeln soll, den der Feenkönig soeben gesehen hat. Puck kommt indessen nicht sofort dazu, da inzwischen eine Gruppe von Handwerkern erscheint: Sie haben sich versammelt, um für die Tragödie 'Pyramus und Thisbe' , die sie anläßlich der Vermählungsfeierlichkeiten des Herzogs Theseus von Athen aufführen wollen, die Schauspieler auszuwählen. Ihr Anführer, der Weber Bottom, ist nicht zufrieden damit, die Hauptfigur Pyramus zu spielen, sondern will auch alle anderen Rollen übernehmen, was ihm der 'Regisseur', der Zimmermann Quince, taktvoll ausredet. Der Bälgeflicker Flute bezweifelt seine Eignung, die Heldin Thisbe zuspielen, wird jedoch ebenso taktvoll überredet, es doch zu versuchen. Er übt sich im Falsett, während Quince dem Schreiner Snug die Rolle des Löwen zuweist, Bottoms Bemühungen zum Trotz, sich auch diesen Charakter zu sichern. Schließlich machen sie sich auf den Nachhauseweg, mit der übereinkunft, sich am Abend, nachdem sie ihre Rollen gelernt haben, wieder zur Probe zu treffen. Auf ihrer Flucht haben sich Lysander und Hermia im Walde verirrt und treten nun daraus hervor. Erschöpft beschließen sie, bis Tagesanbruch zu rasten. Hermia verweigert Lysander, ihr Waldlager zu teilen, und der junge Mann läßt sich ein Stück von ihr entfernt nieder, wo Puck, der ihn entdeckt und ihn für den von Oberon bezeichneten Athener hält, ihm den Saft des Zauberkrauts auf die Lider träufelt und sich dann entfernt. Da kommt Demetrius vorbei, immer noch verfolgt von der hartnäckigen Helena. Er läßt seine erschöpfte Anbeterin zurück, die über den schlafenden Lysander stolpert und ihn aufweckt. Sobald er sie erblickt, tut der Zauber seine Wirkung: Er verblüfft die sich verhöhnt glaubende Helena mit seinen leidenschaftlichen Liebesschwüren. Während sie sich vor ihm in Sicherheit bringt, erinnert sie ihn, daß doch Hermia seine Geliebte sei, doch er will nichts davon hören und verschwindet hinter ihr her im Wald. Hermia schreckt aus einem Alptraum auf und will sich von ihrem Geliebten trösten lassen, doch der ist fort. Sie stürzt in den Wald, um ihn zu suchen. Nun erscheint Tytania mit ihrem Feengefolge und bettet sich in einer Laube zur Ruhe. Sobald sie eingeschlafen ist, kommt Oberon und läßt den Saft des Zauberkrauts auf ihre Lider tropfen.2.Akt: Tytania liegt schlafend in ihrer Laube, unsichtbar für die Handwerker, die zurückgekehrt sind, um ihr Schauspiel zu proben. Nach anfänglicher Debatte, in deren Verlauf entschieden wird, daß Snout die Mauer spielen soll, durch deren Spalt sich Pyramus und Thisbe verständigen, und der Schneider Starveling den Mann im Mond, falls es an jenem Abend keinen richtigen Mond geben sollte, beginnt die Probe. Im Anschluß an seinen ersten Auftritt zieht sich Bottom hinter einen Busch zurück, um sein nächstes Stichwort abzuwarten. Puck, der ihn dort in nächster Nähe der schlafenden Tytania vorfindet, setzt ihm einen Eselskopf auf die Schultern. Von Quince zum Auftritt gerufen, erscheint der verzauberte Bottom und veranlaßt seine erschrockenen Kameraden zur Flucht. Alleingelassen stimmt er ein Lied an, um nicht den Mut zu verlieren. Davon wacht Tytania auf, die sich augenblicklich in den tierköpfigen Bottom verliebt. Sie zieht ihn sanft auf ihr Lager und weist ihre Diener an, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Rasch findet sich der so Geehrte in sein Schicksal und läßt sich von Titania und den Elfen in den Schlaf singen. Oberon kehrt zurück; Puck tritt zu ihm und weist seinen Herrn triumphierend auf Tytania und ihren zottigen Gefährten hin. Hermia erscheint, gefolgt von Demetrius. Oberon erkennt ihn als den Mann, auf dessen Lider Puck den Zaubersaft hätte träufeln sollen, doch der Kobold gesteht, daß er in diesem Fall den Falschen erwischt hat. Beide hören zu, wie Demetrius seine Leidenschaft für Hermia beteuert. Schließlich reißt sie sich Ios und eilt davon, während der entmutigte junge Mann erschöpft von der Jagd abläßt und sich niederlegt. Oberon beträufelt Demetrius' Lider erneut, damit er sich beim nächsten Erwachen in die ihm bestimmte Frau verliebt. Helena und Lysander treten auf. Demetrius erwacht, und als sein Blick auf Helena fällt, ist er ihr sogleich verfallen und bestürmt sie mit seinen Liebeserklärungen. Die Arme kann sich nur vorstellen, daß die übrigen drei sich verschworen haben, um ihr einen Streich zu spielen und sieht in Hermia die Schuldige an allen Gefühlsverwirrungen. Die beiden Männer machen sich auf die Suche nach einem geeignetem Ort zum Duell, während es zwischen den beiden Mädchen fast zur Prügelei kommt. Nun muß Oberon erkennen, welche Folgen sein Tun für die Natur- und Menschenwelt hatte. Er sendet Puck aus, um die Männer in die Irre zu führen, damit sie in ihrer Verzweiflung den Gedanken an ein Duell aufgeben. Dann soll er den angerichteten Schaden wiedergutmachen, indem er Lysanders Lider in dem Augenblick beträufelt, da sein Blick als nächstes auf Hermia fallen muß. Dies gelingt dem Kobold, indem er die vier Liebenden nacheinander an denselben Ort lockt, wo sie müde von den Ereignissen der Nacht in tiefen Schlaf fallen, ohne zu merken, daß sie den anderen drei nahe sind. Die Elfen treten auf und singen, während Puck den magischen Saft auf Lysanders Lider tropfen läßt.3.Akt - 1.Bild: Am nächsten Morgen im Wald. Tytania liegt schlafend neben dem verwandelten Bottom in ihrer Laube. Nachdem er den indischen Knaben an sich gebracht hat, nimmt Oberon den Zauberbann von seiner Königin. Sie erwacht und ist entsetzt, als sie das Objekt ihrer Liebe erblickt. Sie und Oberon versöhnen sich, und Puck befreit Bottom von seinen Eselskopf. Das Königspaar bricht mit seinem Gefolge zum Palast auf, um der Hochzeit von Herzog Theseus seinen Segen zu erteilen. Die vier Liebenden wachen auf; die Erlebnisse der vergangenen Nacht kommen ihnen nur noch wie ein ferner Traum vor. Lysander liebt nun Hermia, während Demetrius Helenas Zuneigung erwidert. Sie beschließen, nach Athen zurückzukehren. Bottom erwacht ebenfalls und hält die Erlebnisse der letzten Nacht für einen Traum. Seine Gefährten kommen, und als sie Bottom, ohne den sie dem Herzog ihr Drama nicht vorführen können, gesund und munter antreffen, sind sie überglücklich. (Orchesterzwischenspiel) - 3.Akt - 2.Bild: Im aufgehenden Licht erscheint Theseus Palast, wo der Herzog Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta feiern will. Theseus und seine Gemahlin Hippolyta lassen sich von den vier Liebenden ihre Flucht und Rückkehr erläutern. Die beiden Paare bitten den Herzog um Gnade und seine Erlaubnis, sich dem Diktat ihrer Herzen gemäß zu vermählen, was er ihnen auch zugesteht. Als Theseus und Hippolyta eine Liste der Lustbarkeiten gezeigt wird, mit denen sie sich am Hochzeitsabend die Zeit vertreiben sollen, wählen sie Pyramus und Thisbe aus, das Schauspiel der Handwerker. Die Aufführung findet statt und ist, einigen verächtlichen Kommentaren aus dem Publikum zum Trotz, ein Erfolg. Die Schauspieler beschließen ihre Vorstellung mit einem Bergamasker Tanz, um Mitternacht ziehen sich der Hofstaat und die Handwerker zurück. Oberon und Tytania erscheinen mit ihrem Gefolge im Palast, um ihn zu segnen. Wie es im elisabethanischen Drama Brauch ist, wendet sich Puck an das Publikum und bittet um seine Gunst für die Vergnügungen des Abends. 1.akt: Otello, Gouverneur des unter venezianischer Herrschaft stehenden Zypern, hat in einer Seeschlacht die feindlichen Türken geschlagen. Ein gewaltiger Sturm tobt. Otellos Flotte kann sich in den Hafen einer zyprischen Stadt retten. Das Volk feiert die siegreichen Soldaten. Nur Jago und Roderigo stimmen nicht in den Jubel ein: Jago, Otellos Fähnrich, weil der Feldherr ihm Cassio bei der Ernennung zum Hauptmann vorgezogen hat; der venezianische Edelmann Roderigo, weil er unglücklich in Othellos Frau Desdemona verliebt ist. Jago sinnt auf Rache an Otello. Während der Siegesfeier macht er Cassio betrunken und stachelt Roderigo zu einem Streit mit dem Hauptmann an. Sein Plan gelingt. Montano, Otellos Vorgänger als Gouverneur von Zypern, versucht, die Streitenden zu trennen. Cassio verwundet ihn. Otello, durch den Lärm in seiner Liebesnacht mit Desdemona gestört, degradiert Cassio. Schließlich bleiben Desdemona und Otello allein zurück und bekennen einander ihre Liebe.2.akt: Jago spinnt seine Intrige weiter. Heuchlerisch rät er Cassio, Desdemona um Fürsprache bei Otello zu bitten. Er selbst jedoch schürt in einem Gespräch mit Otello dessen Mißtrauen gegenüber Cassio. Gleich darauf setzt sich Desdemona bei ihrem Mann für Cassio ein. Otello wehrt aufgebracht ab. Mit dem Taschentuch, das er ihr als erstes Liebespfand schenkte, will sie seine Stirn trocknen. Otello wirft es wütend zu Boden. Jagos Frau Emilia hebt es auf. Jago entreißt es ihr.Otello verlangt von Jago Beweise für Desdemonas Untreue. Jago berichtet von vermeintlichen Liebesworten Cassios zu Desdemona, im Traum geäußert, und von ihrem Taschentuch, das er in Cassios Händen gesehen habe. Otello ist nun von Desdemonas Schuld überzeugt. Zusammen mit Jago schwört er Rache.3.akt: Ein Herold verkündet die Ankunft der venezianischen Gesandten. Desdemona bittet ihren Mann erneut um Cassios Begnadigung. Otello wehrt ihr Ansinnen ab und fragt Desdemona statt dessen nach dem besagten Taschentuch. Sie kann es nicht finden. Nun gerät Otello in offene Wut und bezichtigt Desdemona des Ehebruchs. Jago verwickelt Cassio in ein Gespräch, das von Otello belauscht wird. Er lenkt es so geschickt, daß Otello die frivolen äußerungen Cassios über dessen Geliebte Bianca auf Desdemona beziehen muß. Als Otello Desdemonas Taschentuch, das Jago heimlich in Cassios Wohnung gebracht hatte, in den Händen des vermeintlichen Nebenbuhlers erblickt, hält er Desdemonas Untreue für bewiesen. Die venezianischen Gesandten nahen. Otello und Jago beschließen, Desdemona zu töten. Otello belohnt Jago mit dem Rang eines Hauptmanns. Otello empfängt die von Lodovico geführte Delegation. Sie überbringt ihm den Befehl des Dogen, nach Venedig zurückzukehren und Cassio als seinen Nachfolger auf Zypern einzusetzen. Otello verliert die Beherrschung und schleudert Desdemona zu Boden. Alle Umstehenden sind entsetzt. Jago rät Roderigo, Cassio zu ermorden, um Otellos und Desdemonas Abreise zu verhindern. Otello treibt die Gesellschaft in äußerster Erregung auseinander und verflucht Desdemona, bevor er ohnmächtig zusammenbricht.4.akt: Desdemona bereitet sich zur Nacht. Voll dunkler Ahnungen nimmt sie Abschied von Emilia. Nach dem Ave Maria legt sie sich nieder und schläft ein. Otello erscheint. Nach längerer Betrachtung küßt er sie, sie erwacht. Desdemona beteuert ihre Unschuld. Doch sie kann Otello nicht von ihrer Treue überzeugen. Otello erwürgt sie. Als Emilia mit der Nachricht hereinstürzt, Cassio habe Roderigo getötet, entdeckt sie die tote Desdemona. Auf ihre Hilfeschreie eilen Lodovico, Cassio, Jago und Montano herein. Montano berichtet, Roderigo habe im Sterben Jagos intrigantes Spiel enthüllt. Jago flieht. Otello ersticht sich.
'um die wurst' - bühnenbild für das theater halle 7 in münchen, eine groteske von jean-marie piemme cheribibi: alexander neuhaus, tütenfrau: melina von gagern, frau des fleischers: lale weisshaar, lehrling: matthias beier, fleischer: patrick braun, schwester des fleischers: carolin maiwald, frau des fleischers von gegenüber: alexa wilzek, fleischer von gegenüber: michael seyfried, sarah: viola wedekind, verkäuferin: beba ebner, regie: mario andersen, bühnenbild: folko winter, kostüm: kerstin junge, licht: björn gerum SODOM UND GOMORRA. DAS IST DIE FLEISCHEREI DEINES VATERS, UND DU WILLST EIN BORDELL DARAUS MACHEN. AUF FLEISCH FOLGT FLEISCH, KLEINER BRUDER, DAS IST ALLES. Zwei Fleischer. Zwei Welten. Die des Einheimischen und die des Ausländers. In einer Welt ohne Halt, Tradition und Hoffnung, die ihre Eindeutigkeit verliert, die aus den Fugen gerät, in der sich das Einheimische mit dem Fremden zu vermischen droht, geht's um die Wurst! Vordergründig um die Blutwurst Hausmacherart, um das überleben einer von Rassismus zerfleischten Metzgerfamilie in dritter Generation. Auch um die Merguez aus Marrakesch, die Wurst der Konkurrenz, des Arabers von gegenüber. Und um sinnentleerten Sex. Die Eindeutigkeit der scherenschnittartigen Welt verwischt. Dummheit, Lust und Sehnsucht entlädt sich nicht nur in der Peepshow. Hoffnung und Träume drohen zu verblassen: durch Schwäche, Verbitterung und Antriebslosigkeit. In dieser grotesken Parabel um ein auf Fleischlichkeit reduziertes Soziotop bringt der Transvestit Chéribibi das Rad im schicksalhaften Dorf ins Rollen. Er schließt den Kreis des fleischlichen Reigens und lockt ins Wagnis'Stück für Stück zum Glück' - 4.Festival für neue Dramatik - Theater Halle 7 - München 'CRASH' von Albert Ostermaier - mit Lale Weisshaar Regie: Dieter Nelle Bühne: Folko Winter / Dieter Nelle Kostüm: Kerstin Junge Sound-Collage: Dieter Nelle Licht: Matthias Conrad Auszug aus dem Opernlibretto 'Crushrooms', geschrieben für das Theater Basel 'Hallo, Sie' von John von Düffel - mit Uwe Kosubek Regie: Dieter Nelle Bühne: Folko Winter Kostüm: Fabiola Schiavulli 'PARK (if drinking don't kill me i don't know what will)' von Andri Beyeler - mit Arlette Wahlen, Andreas Mayer, Milan Pesl Regie: Ercan Karacayli Bühne: Folko Winter Minidrama, entstanden im Rahmen der Theaterbiennale Wiesbaden 'Träumen Sie Auch So Oft Von Wohnungen?' von Sibylle Berg - mit Tini Prüfert Regie: Petra Dannhöfer Ausstattung: Folko Winter
erster akt: Die Schachweltmeisterschaft steht kurz vor ihrem Beginn in Merano, einer tiroler Stadt in Norditalien. Der Champion (der Amerikaner, in den Mittdreißigern) verteidigt seinen Titel gegen einen neuen Herausforderer (der Russe, Anfang der Vierziger). Die Einwohner von Merano sind im großen und ganzen überaus begeistert von dem großen Ereignis, das in ihrer kleinen Gemeinde stattfindet. Der Amerikaner ist begeistert über die potentiellen finanziellen Belohnungen für die Partie und über seine eigene Geschicklichkeit, das, was bisher nur ein Minderheitensport war, in die Schlagzeilen und zur Aufmerksamkeit der Weltmedien zu bringen. Der Amerikaner gibt in seinem Hotel eine Pressekonferenz, auf der er sich launenhaft und aggressiv benimmt und seinen Gegner, jeden anderen Sowjetbürger und die Presse mit gleichem Nachdruck anprangert. Der Russe und sein für den KGB arbeitender Sekundant, Molokov, schauen sich seine Vorstellung in ihrem Hotel im Fernsehen an. Molokov ist geneigt, den Amerikaner als einen Verrückten abzutun. Der Russe räumt ein, daß sein Gegner exzentrisch ist, erkennt jedoch, daß das unverschämte Gehabe des Amerikaners genau berechnet ist. Der Russe erinnert sich an seinen eigenen Aufstieg zur Spitze. Die Eröffnungszeremonie ist ein überaus farbiges Ereignis. In Merano bemüht sich jeder, das Ereignis zu einem vollen Erfolg zu machen. Der Schiedsrichter der Partie weist genußvoll darauf hin, daß seine Entscheidung während der Spielserie endgültig sein würde, während sich Händler, die Presse, Politiker, Geschäftsleute und Diplomaten sämtlich bemühen, soviel sie können von der sich bis zur Fieberhaftigkeit steigernden Aufregung um den Wettkampf mitzubekommen. Der Amerikaner verläßt den Schauplatz in aufsehenerregender und beleidigender Weise während der langatmigen Rekapitulation der Spielregeln unmittelbar nach der Eröffnungszeremonie. Niemand ist beleidigter als seine eigene Sekundantin, Florence Vassy, die zurückbleiben muß, um gegenüber einem spöttelnden und großspurig protestierenden Molokov das unentschuldbare Benehmen ihres Spielers zu rechtfertigen. Während dieses Austausches begegnet sie dem russischen Spieler zum ersten Male. Der Russe zeigt Verständnis für ihre Situation. Der Schiedsrichter fährt fort, über die Spielregeln zu schwafeln. Florence konfrontiert den Amerikaner in ihrem Hotel und sagt ihm, daß sie es nicht mehr tolerieren kann, wie er sie behandelt. Wir erfahren, daß sie in Ungarn geboren wurde, das Land im Alter von nur zwei Jahren mit ihrer Mutter im Jahre 1956 während des Volksaufstandes verließ und jetzt eine eingebürgerte britische Staatsbürgerin ist. Sie hat niemals herausgefunden, was mit ihrem Vater geschah, der verschwand, als der ungarische Widerstand niedergeschlagen wurde. Sie ist entschlossen, seinen Verbleib herauszufinden. Sie arbeitet seit sieben Jahren für den Amerikaner, seit sie ihm während eines Schachturniers in England begegnete. Wir vermuten, daß die beiden ein Mutter-Kind-Verhältnis haben, obwohl beide etwa gleich alt sind. Ihr Streit bestärkt sie in dem Glauben, daß die einzige Person, auf die sie sich wirklich verlassen kann, sie selbst ist. Die erste Partie beginnt in einer Atmosphäre gegenseitiger Abscheu, die über dem Vorgang hängt, während die beiden Spieler ihre ersten Züge machen. Die Spannung baut sich genauso intensiv auf dem Schachbrett, wie auch wenn sich die Spieler nicht gegenübersitzen auf, wobei beide Männer hinterlistige Taktiken anwenden, um den anderen abzulenken oder in Rage zu bringen. Plötzlich ein dramatischer Zwischenfall, als die beiden Spieler das Schachbrett in die Luft schleudern. Sie verlassen den Raum, nachdem sie sich beinahe geprügelt hätten. Bestürzung wo man hinblickt! Florence und Molokov haben eine inoffizielle Zusammenkunft, um den Zusammenbruch der Partie zu erörtern, die niemand wirklich aufgeben will. Nach einem feurigen Austausch von Beleidigungen ergreift Florence die Initiative und sagt Molokov, wo und wann er seinen Spieler zu einem geheimen, inoffiziellen Zusammentreffen zwischen den beiden Wettkämpfern hinbringen soll, damit die Partie wieder aufgenommen werden kann, ohne daß eine der beiden Parteien Gesicht verliert. Molokov versucht, Florence an einem Punkt aus der Fassung zu bringen, indem er andeutet, daß er etwas über ungarische Geschichte kennt, über die sie vielleicht etwas hören möchte. In einem Privatzimmer in einem Restaurant, etwa den halben Merano-Berg hinauf, treffen Florence und der Amerikaner zu der geheimen Zusammenkunft ein. Der Russe verspätet sich, und der Amerikaner verläßt das Restaurant in vorgetäuschter Widerwilligkeit. Fast sofort darauf erscheinen der Russe und ein jüngeres Mitglied seines Unterstützungsteams, um festzustellen, daß niemand außer der Sekundantin seines Gegners auf sie wartet. Während der anschließenden Unterhaltung finden der Russe und Florence schnell Zuneigung zueinander, jedoch wird die fast romantische Stimmung durch die Rückkehr des Amerikaners unsanft unterbrochen. Der Amerikaner und der Russe streiten, tauschen Beleidigungen und Witze aus, stimmen jedoch größtenteils dank des Feingefühls von Florence zu, eine Presseerklärung abzugeben, in der sie beide die Schuld an der Unterbrechung zugeben und sich zur Wiederaufnahme der Partie bereiterklären. Einige Tage später erörtern der Amerikaner und Florence den Fortschritt der Partie. Für den Amerikaner sieht es nicht so gut aus, und er ist unangenehm erregt. Der Endzweck ist fast völlig verloren. Er gibt Florence die Schuld an seinem Versagen, und während sie sich Beleidigungen an den Kopf schleudern sagt sie ihm, daß sie ihn nach der Partie verlassen wird, selbst wenn er diese noch durch irgendein Wunder gewinnen sollte. Der Amerikaner ist verzweifelt und bekommt abwechselnd Wutanfälle, und bittet sie, zu bleiben. Seine Paranoia über die roten Oberflächen - er ist überzeugt, daß die Russen sowohl mit seinem Formverlust wie auch mit der Tatsache, daß Florence ihn verlassen will, etwas zu tun haben. Das Ende ihres Streits ist eine unwürdige Beendigung ihres Verhältnisses. Selbst nachdem Florence ihn verlassen hat, fährt der Amerikaner fort, seine Handlungen sich selbst gegenüber zu rechtfertigen. Auf einer nicht identifizierten westlichen Botschaft ersucht der Russe, der neu gekrönte Schachweltmeister, einige Tage später um politisches Asyl, obgleich er Schwierigkeiten hat, die sofortige Unterstützung und das Interesse der Verwaltungsbeamten zu gewinnen. Schließlich erhält er die Papiere und die Freiheit, die er haben will. In der Gewißheit, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, ist er sich ebenfalls dessen bewußt, was er nie wird verlassen können. zweiter akt: Zwei Jahre sind vergangen. Der Russe soll seinen Titel gegen einen neuen Herausforderer aus der Sowjetunion in Bangkok, Thailand, verteidigen. Der Amerikaner und einige Ortsansässige erörtern den ungewöhnlichen Austragungsort für die Meisterschaft. opernprojekt 'elektra' neuinszenierug für die tiroler festspiele erl, stagephotos, entwürfe, presse, richard strauss 'elektra', premiere am 19. august 2005 im passionsspielhaus erl, martina tomcic, svetlana sidorova - klytämnestra, cynthia makris, sabine türner - elektra, elisabeth-maria wachutka, elena comotti d'adda - chrysothemis, andrew brunsdon, drummond walker - aegisth, franz hawlata, raphael sigling - orest, thomas hay- pfleger des orest, junko saito - vertraute, annalisa winberg - schleppträgerin, stefan zelck - junger diener, michael doumas - alter diener, monica bozzo - aufseherin, rena kleifeld - 1. magd, monika wäckerle - 2. magd, anahita ahsef - 3. magd, jae hee kim - 4. magd, susanne geb - 5. magd, prof. dr. gustav kuhn - musikalische leitung und regie, folko winter - bühnenbild, lenka radecky-kupfer - kostümbild, christian eder, gustav kuhn - licht, inntal-chor (leitung: jürgen dorsch), orchester der tiroler festspiele, details, entwurf 01, entwurf 02, entwurf 03, modell, making of, rendering - vorgeschichte: Agamemnon, König von Theben, wurde nach seiner siegreichen Rückkehr aus Troja von seiner Frau Klytämnestra und deren Liebhaber Aegisth ermordet. Daraufhin brachte Elektra, die älteste Tochter im Hause, ihren Bruder Orest in Sicherheit; fern von Theben soll der Minderjährige dazu erzogen werden, den Mord zu rächen. Während Elektras Schwester Chrysothemis versucht, die Erinnerung an den Mord zu verdrängen, ist Elektra nur von einem Gedanken beseelt: Daß eines Tages Orest zurückkehren wird, um Klytämnestra und Aegisth zu erschlagen. - handlung: Im Hof des Palastes ereifern sich die Mägde über Elektra: Daß die Königin solch einen Dämon in ihrer Nähe duldet! Eine junge Magd nimmt Elektra in Schutz; daraufhin wird sie von der Aufseherin und den übrigen Mägden ins Haus gestoßen und geschlagen. Elektra kommt aus ihrem Versteck und vollzieht ihr tägliches Ritual. Sie trauert um den Vater, beschwört seinen Geist; in ekstatischer Verzückung berauscht sie sich an der Vorstellung, daß sie am Tage der Rache Siegestänze aufführen wird. Chrysothemis reißt sie aus ihren Visionen und rät Elektra, sich vor Klytämnestra und Aegisth in acht zu nehmen. Sie kann nicht, wie Elektra, auf den Tag der Rache hinleben; sie sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit, sie will heiraten und Kinder bekommen. Im Palast hört man Lärm. Klytämnestra, von Gewissensqualen und Alpträumen gepeinigt, bringt ein Schlachtopfer dar. Chrysothemis zieht sich zurück, Elektra aber tritt ihrer Mutter mit wilder Entschlossenheit entgegen. In der Hoffnung, von Elektra ein Mittel gegen Träume' zu erfahren, schickt die Königin ihr Gefolge fort. Allein mit Elektra, beschreibt sie die Qualen ihrer schlaflosen Nächte. Elektra gibt sich geheimnisvoll: Wenn das recht Blutopfer unterm Beile fällt, dann träumst du nicht länger.' Als Klytämnestra auf die Lösung des Rätsels dringt, fährt Elektra wild auf: Sie selbst, Klytämnestra, wird das Opfertier sein. Die Königin ist starr vor Angst und Entsetzen. Da kommt ihre Vertraute aus dem Palast und flüstert ihr etwas zu. Mit triumphierendem Hochlachen kehrt Klytämnestra in den Palast zurück. Chrysothemis kommt weinend herbeigelaufen und erklärt den Grund für den plötzlichen Jubel Klytämnestras: Orest ist tot, zwei Fremde haben die Nachricht gebracht. Elektra will die Rachetat nun selbst vollziehen. Mit Versprechungen und zärtlicher Zuneigung versucht sie, ihre Schwester zur Mithilfe zu überreden. Doch Chrysothemis reißt sich von ihr Ios. Fieberhaft gräbt Elektra das Beil aus, mit dem Agamemnon erschlagen wurde. Da kommt ein Fremder zu ihr, der sich bald als Orest zu erkennen gibt. Mit der Todesnachricht wollte er Klytämnestra und Aegisth in Sicherheit wiegen. Elektra ist selig; zugleich wird sie sich bewußt, daß sie für diesen Tag des Wiedersehens ihre Schönheit und Würde geopfert hat. Von Elektra bestärkt, schreitet Orest zur Tat. Aus dem Palast gellen die Todesschreie Klytämnestras. Chrysothemis und die Mägde kommen erschrocken herbeigelaufen; ziehen sich aber schnell zurück, als Aegisth naht. Mit tückischer Freundlichkeit leuchtet Elektra ihm den Weg in den Palast, wo auch er von Orest erschlagen wird. Chrysothemis stürzt jubelnd auf Elektra zu und berichtet, daß man drinnen die Befreiungstat des Bruders feiert. Doch Elektra scheint ganz in ihr eigenes Glück versunken. Ihr Lebensziel ist erreicht; sie beginnt zu tanzen, steigert sich im Siegesrausch immer mehr, bis sie in höchster Ekstase zusammenbricht. Vergeblich ruft Chrysothemis nach Orest.'experimentelles bauen, ein wohnhaus aus licht und tageslicht' - entwurfskonzept, aufgabenstellung: für ein sammlerpaar soll ein gebäude entwickelt werden, das aus leichten (wände und dächer) und schweren bauteilen (decken und kernelemente) besteht. zentrales thema ist der umgang mit tageslicht (tages-ästhetik) bei tag und beleuchtung (nacht-ästhetik) sowie mit dem neuesten material- und technologie-spektrum transluzenter materialien (kapillar- , holografische- , mattierte gläser etc.) und mit den aktuellen entwicklungen der beleuchtungstechnik. sicht- und sonnenschutz sowie ein eindeutiger umgang mit energetischen fragen (sommerlicher wärmeschutz / wärmegewinnung wie optimaler wärmeschutz) sind ebenso zu beachten wie die funktionalen aspekte der nutzung. der einsatz neuester fotovoltaischer bauelemente wird zur strom- und heizungsversorgung erwartet. für ein ehepaar, das streichinstrumente sammelt soll ein gebäude entwickelt werden, das experimentell ist, innovativ und natürliche ressourcen wie sonne, erdwärme und regenwasser sinnvoll einsetzt. das gebäude soll sich dem bestehenden hauptbau unterordnen, ohne an originalität zu verlieren und in der nacht genauso zweckmäßig und ästhetisch wirken, wie an einem sonnigen sommermorgen. der ausstellungsraum sollte zum großen teil vom wohn- und arbeitsbereich getrennt werden und ein gutes klima zur aufbewahrung der instrumente sowie eine exponierte beleuchtung der sammlerstücke bieten. technisch soll das gebäude einen hohen stand gewährleisten und die verwendung neuester glasentwicklungen wie schaltbare und lichtlenkende gläser miteinbeziehen. das gebäude soll einen in den wohnbereich integrierten arbeitsplatz, einen ausstellungsbereich, gäste-wc, bad, schlafraum und einen abstell- und vorratsraumprojekt 'atome' - dreharbeiten zum kurzspielfilm 'atome' in berlin-wünsdorf - regie: till steinmetz, kamera: thilo schmidt - synopsis: Als das Ende der Welt angekündigt wurde, zweifelte niemand an dem Wahrheitsgehalt der Meldung. Nach anfänglichen Exzessen und Ausschreitungen hat sich die Gesellschaft wieder zu einer instabilen Masse zusammengetan, in der keiner dem Anderen traut und man trotzdem gemeinsam auf den Untergang wartet. Eine auswegslose Situation, in der die Menschen immer wieder durchdrehen und jeder versucht, einen Weg zu finden, mit dieser Situation klarzukommen. Hanna ist eine Außenseiterin, die niemandem vertraut. Schon vor der Nachricht der drohenden Apokalypse stand sie den Menschen zweifelnd gegenüber, aber besonders die letzten Monate haben ihre Vorurteile bestätigt. Sie befindet sich seitdem in einem Schwebezustand. Welchen Sinn macht es jetzt noch, etwas Wichtiges zu beginnen, sich auf andere Menschen einzulassen oder sich Konflikten zu stellen, wenn morgen die Welt untergeht?
projektentwurf 'hänsel und gretel' von engelbert humperdinck (1854 - 1921) SYNOPSIS: Erstes Bild (Daheim), Hänsel und Gretel sind allein in der ärmlichen Hütte ihrer Eltern; der Junge bindet Besen für den Vater, während seine Schwester Strümpfe strickt. Um den vom Hunger geplagten Bruder auf andere Gedanken zu bringen, zeigt Gretel ihm ein Tanzspiel, bei dem die nach Hause zurückkehrende Mutter sie überrascht. Verärgert über ihre arbeits-unlustigen Kinder jagt sie hinter ihnen her und stösst dabei einen Topf mit Milch um. Nun ist nichts mehr zum Abendessen im Haus, und die Mutter schickt Hänsel und Gretel in verzweifeltem Zorn in den Wald, wo sie Erdbeeren sammeln sollen; dann sinkt sie erschöpft in Schlaf.Der angeheiterte Besenbinder kommt zurück und weckt seine Frau auf; er hat in der Stadt viel Geld verdient und einen Sack Lebensmittel mitgebracht. Als er erfährt, daß die Mutter ihre Kinder in den Wald am Ilsenstein geschickt hat, ist er entsetzt: Dort haust die böse Knusperhexe, die Kinder in ihr Lebkuchenhaus lockt, sie in einem Zauberofen in Kuchen verwandelt und dann verzehrt. Die Eltern eilen in den Wald, um Hänsel und Gretel zu suchen. Zweites Bild (Im Walde), Im Wald haben die Kinder ihre Körbe mit Erdbeeren gefüllt, die sie aber alle selbst aufessen. Bei einbrechender Dämmerung können sie den Heimweg nicht mehr finden. Sie fürchten sich in der wachsenden Dunkelheit vor den seltsamen Geräuschen und Gestalten im Wald, da erscheint der Sandmann und streut ihnen seine Schlafkörner in die Augen. Hänsel und Gretel legen sich auf dem Moos unter einem Baum nieder, sprechen ihr Abendgebet und schlafen ein. In der Nacht steigen vierzehn Engel vom Himmel, so wie die Kinder es in ihrem Gebet beschrieben haben, und beschützen sie. Drittes Bild (Das Knusperhäuschen), Am Morgen weckt das Taumännchen alle Schläfer des Waldes. Als die Kinder sich umschauen, entdecken sie das ganz aus Kuchen gebaute Knusperhaus der Hexe, umgeben von einem Zaun von Lebkuchenmännern. Hänsel bricht ein Stück vom Haus ab und lockt dadurch die Hexe heraus, die sich zunächst freundlich stellt; als aber die Kinder fortlaufen wollen, bannt sie die beiden mit einem Zauberspruch am Boden fest. Hänsel wird in einen Käfig gesperrt und mit Süssigkeiten gemästet, dann löst die Hexe Gretel aus dem Bann, damit sie ihr bei der Arbeit helfen kann, und zündet den Zauberofen an, in dem sie die Kinder zu Kuchen backen will. Das Mädchen hat sich den Zauberspruch gemerkt und befreit heimlich ihren Bruder. Als die Hexe Gretel auffordert, nach dem Feuer zu sehen, stellt diese sich dumm; die Hexe zeigt ihr, wie man durch die Ofentür schaut und wird von den Kindern hineingestossen. Während die Geschwister sich jubelnd über das Knusperhäuschen hermachen, explodiert plötzlich der Ofen, und die Lebkuchenmänner verwandeln sich in Kinder, die durch den Tod der Hexe entzaubert worden sind. Da erscheinen der Besenbinder und die Mutter und schliessen Hänsel und Gretel in ihre Arme. Alle danken dem Himmel für die Vernichtung der Hexe, die inzwischen in einen riesigen Kuchen verwandelt wurde.entwurf erstes bild: das elternhaus befindet sich links der bühne. das haus ist in verschiedenen rot-tönen gehalten und quadratisch. hinter dem haus ist ein raumhoher, heller hänger, der in verschiedenen farben ausgeleuchtet werden kann. das haus besteht aus zwei zusammenschiebbaren elementen. einmal boden (leicht schräg) und rückwand und einmal seitenteile (schräg nach aussen) und decke (schräg nach oben). in der anfangsposition ist die rückwand von einem roten tuch verdeckt, das sich nach oben an die decke zieht, wenn man die beiden teile zusammenschiebt. in der stube befinden sich leicht stilisiert ein herd und ein tisch mit hockern.der ofen ist in der linken ecke und halbrund. er ist oben offen und kann von innen beleuchtet werden.der tisch ist klappbar und wird ausgeklappt, wenn die zwei stubenteile zusammengeschoben werden an den wänden links und rechts befinden sich jeweils zwei streifenlichter. dies könnten mit milchglas kaschierte leuchtstoffröhren sein. die decke ist mit einem großen ausschnitt versehen, so daß der rote deckenstoff von oben ausgeleuchtet werden kann.entwurf zweites bild: der baum steht zentral im raum.er besteht aus in sich gedrehten stoffen und ist an der decke befestigt.er kann von oben beleuchtet und bewegt werden. die baumszenen sind im ganzen eher in blau- und weiss-tönen gehalten.der baum an sich ist ähnlich einem sich nach oben öffnenden dreieck.entwurf drittes bild: das hexenhaus befindet sich rechts der bühne.es ist in grün-tönen bemalt und schuppig wie eine art drachenpanzer. es ist halbrund und läuft nach oben hin spitz zu (hexenhut). nach aussen hin ist es ausser zwei klappen in der dachluke geschlossen. das hexenhaus ist wie der baum in einer dreicksform, diesmal aber mit der basis unten. deshalb wirkt es geerdet und naturhaft. links des hauses ist der käfig. er besteht aus gebündelten lichtstrahlen die sich in nebel brechen oder aus beleuchteten plexiglasröhren. ob käfig und ofen raumhoch sein sollen ist noch nicht klar. hinter dem haus ist ein raumhoher heller stoffhänger. der stoff kann beliebig beleuchtet und bewegt werden und hat eine leicht strukturierte oberfläche. links des käfigs und rechts des hexenhäuschens befinden sich leicht erhöhte podeste, deren deckplatten mit löchern versehen sind.durch diese löcher stehen am ende des dritten akts die lebkuchenkinder auf, erst mit tüchern bedeckt, dann die tücher fallen lassend. der ofen befindet sich leicht rechts dem häuschen vorgestellt. wie auch beim käfig ist noch nicht klar, ober er bis zur decke reichen soll. der ofen hat eine kleine klappe in grüner farbe und besteht sonst aus stoff. so kann er von innen beleuchtet werden und am ende des aktes in sich zusammenfallen.